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Bitte respektieren Sie den Wunsch meiner Kinder

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Zehn Monate habe ich jedes meiner drei Kinder in meinem Bauch getragen, drei Mal zehn Monate wurde ich fett und unförmig, hatte Stimmungsschwankungen und Selbstzweifel. Drei Mal zehn Monate lang lebten meine Kinder in mir, waren ein Teil von mir. Drei Mal habe ich unter Schmerzen meine Kinder zur Welt gebracht, wie schon Millionen Frauen vor mir. Ich habe drei wundervolle Kinder, ich bin mit ihnen durch gute und schlechte Tage gegangen, habe ihre kleinen Füße geküsst und ihren Duft gerochen, ich habe ihre Wunden geküsst und ihre Tränen abgewischt, wir haben gelacht und geweint – meine Kinder sind alles in meinem Leben! Dann, wie in so vielen Fällen, ließ ich mich von meinem Mann scheiden. Und wie in unzähligen anderen Fällen lernte ich einen neuen Mann kennen! Gehen Sie einmal in sich, gehen Sie in Gedanken Ihren Freundeskreis durch und überlegen Sie sich, wie viele Menschen in Ihrer Umgebung sich haben scheiden lassen und doch noch einen anderen Partner gefunden haben. Der Mensch ist ein Rudeltier, er kann nur schwer alleine sein, ich kann nur schwer alleine sein, aber ich habe ein neues Rudel gefunden. Mein Mann hat zwei Kinder, seine Mutter lebt mit im Haus. Warum ich Ihnen das alles erzähle? Ich erzähle Ihnen das, weil meine Kinder wegen dieser Entscheidung nicht mehr bei mir sein dürfen! Gehen Sie noch einmal in sich: Bei wie vielen Ihrer geschiedenen Freunde ist es der Fall, dass die Kinder beim Vater leben? Mir fällt niemand ein – außer mir! Meine Kinder leben bei ihrem Vater, weil ich weggezogen bin, etwa 35 Kilometer weg von ihrem alten Zuhause. Das Gericht hat das so entschieden, trotz psychologischem Gutachten, das besagt, dass meine Kinder eine größere Bindung zu mir haben als zu ihrem Vater, trotz der Tatsache, dass sie ausgesagt haben, sie würden lieber bei der Mama leben als beim Papa. Trotz der Tatsache, dass sie bei mir in einem familiären Umfeld betreut werden können und bei ihrem Vater in der Ganztagesbetreuung ihre Tage verbringen. Sind Sie auch Mutter? Denken Sie an die zehn Monate, in denen Sie sich einen Körper mit ihrem Baby geteilt haben, und stellen Sie sich nun vor, was es bedeutet, dass das Wichtigste in Ihrem Leben nun nur noch ein kleiner Teil ihres Lebens sein darf. Nichts spricht gegen mich als Sorgeberechtigte, nur mein Umzug. Mein Exmann ist Informatiker und verbringt auch in seiner wenigen Freizeit viel Zeit vor dem PC – gemeinsam mit den Kindern. Ich bin freiberufliche Hebamme, kann mir meinen Tag so einrichten, dass es dem Wohl der Kinder entspricht - doch dieser Beruf wird mit ebenfalls zum Nachteil gereicht: Das Einkommen ist zu unbeständig, die Zukunft nicht gesichert. Ich frage mich, ob der Richter die Statistiken kennt, nach denen es viel zu wenige Hebammen gibt, ich kann mich zumindest nicht über zu wenig Arbeit beklagen. Ich erkenne meine Kinder als Individuen an, jeder mit seinen eigenen Stärken und Schwächen, die ich fördern möchte, aber nicht darf, weil mein Mann manipuliert und intrigiert, er nutzt sein Fachwissen als Diplominformatiker, um mir zu schaden. Außerdem sieht seine Art der Förderung der Kinder so aus, dass er sich überlegt, welche Spielekonsolen wohl die passenden sind, er überhäuft die Kinder regelrecht mit Spielen für die Wii, den Nindendo oder den Kindle. Dabei ist unsere Kleinste erst 6, die Mittlere 8 und der Große 9 Jahre alt… Ich schreibe diesen Brief, weil ich nicht weiter weiß. Ich möchte Sie aufmerksam machen auf diese Ungerechtigkeit, ich möchte Ihre Augen öffnen für das Glück, dass Sie haben, wenn Sie jeden Tag Ihren Kindern einen Gutenacht-Kuss geben können. Ich weiß nicht mehr weiter, deshalb nun der Schritt, an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Welt soll wissen, was es bedeutet, sein Kind aus einem solch fadenscheinigen Grund genommen zu bekommen. Es gibt durchaus schlechtere Eltern auf dieser Welt, denen die Kinder nicht weggenommen werden. Wieso also mir?


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