Rettet unser Baumhaus!

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Unser Baumhaus, der Traum unserer Kinder und Rückzugsort für geschützte Tierarten, soll nach dem Willen des Kleingartenverbandes weg! Bitte helfen Sie uns, den Abriss zu verhindern.  Vor sieben Jahren, 2008, haben wir zusammen mit unseren Kindern Luke und Alec geplant, gesägt und gehämmert und unser geliebtes Baumhaus in einem riesigen Pflaumenbaum in unserem neuen Kleingarten am Berliner Südgelände errichtet. Von Freunden, Nachbarn und Spaziergängern bewundert und von allen Kindern geliebt, war und ist es das Traumhaus unserer Stadtkinder und vieler ihrer Freunde. Bei Vereins-Kinderfesten wurde es von kleinen Piraten, die nur mit Mühe die Strickleiter erklimmen konnten, erobert.  Bald war es von wildem Wein überwuchert und im Frühjahr wird es ein paar Wochen von Gartenrotschwänzen und im letzten Winter von Siebenschläfern bewohnt. Im Sommer kommt das Abendbrot per Seilbahn und im Herbst kann man auf dem Dach sitzen und die Pflaumen direkt in den Mund pflücken. Dann sollte unser Traum plötzlich ausgeträumt sein. Erst drohte das Bezirksamt Tempelhof mit bis zu 50.000 EUR Bußgeld, dann klagte der Bezirksverband der Kleingärtner Schöneberg-Friedenau e.V. 2013 auf Abriss. Das Baumhaus entsprach nicht den angegeben Größen aus unserem Unterpachtvertrag. Es war höher als 1,25m, um 59cm breiter und 59cm länger, als laut unserem Vertrag erlaubt. Für Alec, inzwischen 14 Jahre alt und 1,70m groß und für Luke, ein gewandter Kletterer, wäre ein ebenerdiges Spielhaus in Größe einer Hundehütte, mit 2qm Grundfläche, eher uninteressant.  Selbst meine beiden schon erwachsenen Kinder kletterten gern noch gelegentlich ins Pflaumenbaumhaus. 2014 verlor der Bezirksverband die Klage in erster Instanz.  Aber das Baumhaus war dem Bezirksverband offensichtlich ein echter Dorn im Auge. Er ging in Berufung. Da 2009 in Berlin die Verwaltungsvorschriften für Kleingärten modernisiert und Größenbegrenzungen für Kinderspieleinrichtungen ersatzlos gestrichen wurden (§11 Abs. 2.7), der damalige Senator Michael Müller, jetziger Bürgermeiser,  mit Hochglanzbroschüren die neue Kinderfreundlichkeit in Kleingärten bewirbt und selbst die BVV Schöneberg sich fraktionsübergreifend für den Erhalt des Baumhauses eingesetzt hat, schien es uns absurd unser Baumhaus abzureißen. Da die neuen Verwaltungsvorschriften auf alle Kleingärten auf landeseigenen Flächen anzuwenden und die neuen Verträge "schnellstmöglich durch den Muster-Zwischenpachtvertrag zu ersetzen oder durch Nachträge im Sinne dieser Verwaltungsvorschrift zu ändern oder zu ergänzen" sind, sind wir natürlich davon ausgegangen, dass das auch für uns gilt. Auch der Richter vor dem Landgericht fand die Motivation des Klägers nicht nachvollziehbar und gab sich redlich Mühe, den Rechtsanwalt des Bezirksverbandes, besonders im Hinblick auf die geänderten Vorschriften, zu einem Kompromiss zu bewegen. Aber es gab keinerlei Handlungsspielraum. Als absurde Begründung musste diesmal der Verwaltungsaufwand, der durch den Bau von Baumhäusern entstünde, herhalten. Nachdem die Klage vor dem Amtsgericht abgewiesen wurde, hat nun das  Landgericht in der zweiten Instanz der Klage auf Abriss stattgegeben. Der Bezirksverband der Kleingärtner Schöneberg-Friedenau e.V. weigert sich vehement die neuen Verwaltungsvorschriften umzusetzen und kündigt an, jetzt gegen alle Baumhäuser und andere unkonventionelle Kinderspieleinrichtungen vorzugehen.  Bitte stoppt mit Eurer Unterschrift den drohenden Abriss.
Ivos Piacentini, Sarah Dent, Max, Lina, Alec, Luke und Freunde

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Diese Petition wird versendet an:
  • Regierender Bürgermeister von Berlin, Spitzenkandidat der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2016
    Michael Müller
  • Staatssekretär Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt,
    Christian Gaebler,
  • Stadtrat, Leiter der Abteilung Bauwesen Straßen- und Grünflächenamt
    Daniel Krüger
  • Präsident, Landesverband Berlin der Gartenfreunde e. V.
    Günter Landgraf
  • Bezirksbürgermeisterin Tempelhof/Schöneberg
    Angelika Schöttler
  • Bezirksstadtrat
    Oliver Schworck


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