Rettet die unbegleiteten Kinder aus dem Lager Moria auf Lesbos

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Initiative Münsterland für unbegleitete Kinder im Lager MORIA auf Lesbos

Wir stellen fest, dass in dem Aufnahmelager „MORIA“ auf der griechischen Insel Lesbos, das für die Aufnahme von 3000 Geflüchteten ausgelegt war, inzwischen ca. 17.000 Menschen leben, darunter mehrere tausend geflüchtete Kinder und Jugendliche ohne familiäre Begleitung oder Beistand. Selbstredend führt diese Überbelegung des Lagers zu unhaltbaren Zuständen. Ver- und Entsorgung stoßen an ihre Grenzen, bzw. sind erschöpft und können Notwendiges nicht mehr leisten. Dies führt zu akuten gesundheitlichen Gefahren für alle Geflüchteten, aber insbesondere der Kinder und Jugendlichen. Neben Gewalterfahrung, die vielfach als Fluchtursache gelten muss, waren oder sind sie unter Umständen weiteren Misshandlungen auf der Flucht und in dem Lager ausgesetzt. Diese Zu-stände sind unhaltbar und eines Europas, das sich auf seine christliche und abendländische Kultur beruft, unwürdig.

Wir sehen zwar, dass der griechische Staat alles unternimmt, um eine menschenwürdige Behandlung der Geflüchteten zu ermöglichen. Aber aufgrund der Vielzahl der zu versorgenden Menschen stößt er an seine organisatorischen und personellen Grenzen. Wir anerkennen auch, dass eine gesamteuropäische Lösung (EU-weit) wünschenswert und notwendig ist, um dem Problem der Flucht und Migration zu begegnen. Ebenso sehen wir aber die damit verbundenen Schwierigkeiten, eine gemeinsame Haltung zu Flucht und Fluchtursachen zu entwickeln und zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen.
Auf dem Rücken der Schwachen und Schutzlosen wird durch weiteres Hinhalten und Hinauszögern einer menschenwürdigen Behandlung und Unterbringung versucht, eine abschreckende Wirkung auf andere Fluchtwillige und Flüchtende zu erzielen. Wir fordern deshalb alle Verantwortlichen auf, diese Geflüchteten nicht als Opfer in einem politischen Prozess und zur abschreckenden Warnung zu missbrauchen.

Wir fürchten eine weitere Verschlimmerung der Lage im Auffanglager „MORIA“ und damit einhergehend eine weitere gesundheitliche und seelische Gefährdung der dort Untergebrachten. Diese geflüchteten Kinder und Jugendlichen befinden sich derzeit in einer akuten gesundheitlichen und seelischen Bedrohungslage und bedürfen schnellst möglich medizinischer, sozialer und psychologischer Betreuung.

Aus diesem Grunde fordern wir die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Frau Dr. Angela Merkel, den Bundesaußenminister Herrn Heiko Maas, und den Bundesinnenminister Herrn Horst Seehofer auf, eine sofortige Überstellung der geflüchteten unbegleiteten Kinder und Jugendlichen in die Bundesrepublik zu ermöglichen und in die Wegen zu leiten, ungeachtet der ungeklärten europäischen Zustimmung.

Wir fordern dies mit Verweis auf humanitäre und eine für uns verbindliche christliche Grundhaltung, denn dieser Akt der Aufnahme der Kinder und Jugendlichen ergibt sich für uns aus dem Gebot der Nächstenliebe und der Aussage Jesu: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Auch wenn wir uns hier explizit auf unsere christliche Grundhaltung berufen, fordern wir aber alle Menschen auf, die sich einer Mitmenschlichkeit und tätigen Humanität verpflichtet fühlen, unseren Appell und unsere Forderungen zu unterstützen. Wir bitten Sie deshalb um Ihre Unterschrift und Unterstützung. Solange aber keine politische Lösung greifbar ist, möchten wir zusätzlich durch eine Spendensammlung den geflüchteten Kindern auf Lesbos direkt und zeitnah helfen. Ihre Spenden geben wir zweckgebunden an zertifizierte Organisationen weiter.

Wir freuen uns ebenso über Menschen und Organisationen, die sich unserer Initiative anschließen, um ihr möglichst viel Gehör zu verschaffen !