Rettet die Schwedenstraße

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Liebe Kommiliton*innen und Professor*innen, Liebe Alumni, Freunde und Unterstützende,

Am 16.06.2017 wurden das Dekanat FB IV der Beuth-Hochschule per E-Mail vom Ersten Vizepräsidenten darüber in Kenntnis gesetzt, dass die studentischen Lern- und Arbeitsräume in der Schwedenstraße zum 31. August dieses Jahres, also in knapp 2 Monaten, von der Architektur zu räumen sind.

Wie wir wissen arbeiten dort gerade über 60 Studierende an Abschlussarbeiten und Projekten die nicht terminscharf Ende August enden. Modelle, Pläne sowie andere eingebrachte Arbeitsmittel müssen unabhängig davon bis Ende August 2017 geräumt werden, ohne dass Ersatzflächen bereitgestellt werden.

Der Erste Vizepräsident führt hierzu in seinem Schreiben vom 16.06.2017 unmissverständlich aus:

„Ersatzflächen für den FB IV an anderer Stelle werden nicht exklusiv zur Verfügung gestellt. Nun stehen abschließend noch folgende Punkte zur Klärung an: 

a) Räumen und Transport: Hierfür steht Ihnen das Ref. III B unterstützend zur Seite. 

b) Kündigung des Kopierservice in der Schwedenstraße. 

c) Ein Teil der Flächen wird weiterhin zur Durchführung von Abschlussarbeiten von Studierenden der Beuth Hochschule zur Verfügung gestellt werden. Buchungsmodalitäten werden nach Inbetriebnahme allen Fachbereichen mitgeteilt. Wg. Umbau ggf. zum WS 2017/2018 noch nicht.“

Letztlich entspricht dieses Vorgehen einer Räumungsverfügung, die gegen die Interessen  der Studierendenschaft und des Fachbereiches durchgesetzt werden soll.

Mit Schreiben vom 29.06.2017 haben die Lehreinheit Architektur, der Prodekan und der Dekan, unterstützt von den anderen Lehreinheiten des FB IV, der Räumungsverfügung ausdrücklich widersprochen.

Zitat aus dem Schreiben vom 29.06.2017 an das gesamte Präsidium:

„Insofern verweisen wir mit diesem Brief auf die prekäre Lage des Studiengangs Architektur. Wir kritisieren die Anweisung von VP 1 mit Schreiben vom 14.06.2017, per Mail eingegangen am 16.06.2017, die Schwedenstr. bis Ende August ersatzlos zu räumen, einstimmig. Die gem. StPO inkl. Modulbeschreibungen und aktueller Akkreditierungsbedingungen gewährleisteten Lehr-, Lern- und Forschungstätigkeiten sehen wir durch diese Entscheidung wesentlich gefährdet. Die Rechte der Architektur-Studierenden betrachten wir als maßgeblich eingeschränkt.“

Jede Hochschule und Universität, die den Studiengang der Architektur anbietet, hat die personellen, finanziellen und flächenmäßigen Ressourcen für die Durchführung des Studiengangs im Sinne der unter Vertrauensschutz stehenden Studierenden bereitzustellen. Hierzu zählen zwingend Arbeitsräume in der Ausprägung von Ateliers, wie sie vor 5 Jahren als Ersatz für den Entzug von Atelierflächen im Haus Bauwesen in der Schwedenstr. geschaffen wurden. Die Architektur könnte ihre Lernziele verfehlen, wenn Ateliers als Orte des sozialen und solidarischen Miteinanders, geistiger und kultureller Bildung entfallen. Für die Architektur sind im Gegensatz zu anderen Studiengängen studentisch genutzte, physische Freiräume (Räume für studentischen Austausch, studentische Arbeitsräume) elementar und zwingend notwendig. Selbstverwaltete Räume wie die Ateliers in der Schwedenstraße machen Projektarbeiten und Workshopwochen sowie die Anfertigung von Abschlussarbeiten erst möglich. Ein Wegfall der Räume bei ständiger Erhöhung der Studierendenzahlen würde die Studierbarkeit aus Sicht des Kollegiums der Architektur und der Architektur-Studierenden gefährden.

Darüber hinaus befördern die solidarisch und selbstverwalteten Atelierräume in der Schwedenstraße die gegenseitige Unterstützung der Studierenden. Lernen von den Kommiliton*innen reduziert nachweislich die Abbrecherquoten im Masterstudiengang. Die Ateliers stellen einen wichtigen Anlaufpunkt für zahlreiche Studierende dar und halten neben Arbeitsplätzen beispielsweise auch den Kopierservice vor.

Gerade jetzt zeigt sich wieder, dass – selbst wenn studentische Räume wichtige Beiträge zur Hochschullehre und zum Außenbild der Hochschule leisten – Atelierflächen wie die Schwedenstraße bedroht sind.

Aus Sicht der Architektur-Studierendenschaft sind aus den genannten Gründen studentische Räume wie die Schwedenstraße in den akademischen Gremien und zur Not auch durch Demonstration und Besetzung zu verteidigen.

Deshalb müssen wir jetzt handeln! Unterzeichnet diese Petition!

Herzliche Grüße

Der Fachschaftsrat des Fachbereiches IV

Stellvertretend Michael Diestelkamp (Vorsitz)

Mit Dank an das Dekanat des FB IV



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