Respekt macht Schule! Respekt bedeutet Wertschätzung gegenüber der gesamten Schulfamilie.

Respekt macht Schule! Respekt bedeutet Wertschätzung gegenüber der gesamten Schulfamilie.

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Astrid Enderl hat diese Petition an Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus; und gestartet.

Wir sagen: Respekt macht Schule!

Seit über einem Jahr, seit März 2020 befinden sich die Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrer*innen wie auch die Elternschaft im Ausnahmezustand.

Seit über einem Jahr fehlen seitens des Bayerischen Kultusministeriums umsetzbare und nachhaltige Beschulungskonzepte, die der Krisensituation und deren besonderen Herausforderungen Rechnung tragen. Auch für die kommenden entscheidenden Schuljahre ist keine belastbare für alle Schularten geltende Bildungsstrategie erkennbar.

Seit über einem Jahr gibt es keine klare Orientierung für Schüler*innen und Lehrer*innen, der Großteil der Elternschaft fühlt sich allein gelassen und nicht respektiert.

Respekt bedeutet für uns Wertschätzung allen gegenüber, die sich maßgeblich für den erfolgreichen Bildungsweg unserer Kinder und Jugendlichen – oft mit viel Herzblut und persönlichem Einsatz – engagieren, d.h. gegenüber den Lehrer*innen und der Elternschaft.

Respekt bedeutet für uns ebenso Chancengleichheit im Bildungserwerb für ausnahmelos alle Schülerinnen und Schüler – damit keine/r verloren geht.

In diesem Sinne liegt ein klares Versagen des Krisenmanagements seitens des Kultusministeriums vor. Respekt schaut anders aus.

1.    Wir fordern daher für die Schüler*innen im Freistaat Chancengleichheit:

-       Der Zugang zu digitalem Unterricht muss für alle möglich sein - unabhängig von Wohnort und sozialen Gegebenheiten.

-       Jede Schülerin und jeder Schüler muss die Möglichkeit erhalten, nach einer entsprechenden Leistungsstanderhebung (vgl. Vera-Test), frei zu entscheiden, das Schuljahr 2020/21 zu wiederholen. Um eine Stigmatisierung zu vermeiden, muss auch die Wiederholung im Klassenverband möglich sein.

-       Die bereits jetzt nachweislich vorhandenen Bildungsdefizite und Leistungsrückstände bedürfen dringend eines flächendeckenden und schulartübergreifenden Angebots an Förderung und Intensivierung. An allen Schulen, gerade in den Real- und Mittelschulen muss das schulische Ausbildungsniveau und die berufliche Qualifizierung zwingend gewährleistet sein. Die Schulhaus-externen Angebote an Berufsorientierung, sowohl von Seiten der Wirtschaft als auch der Agentur für Arbeit, sind in den allermeisten Fällen ausgefallen. Das Gleiche gilt für die verpflichtenden, im Lehrplan enthaltenden, und die freiwilligen berufsqualifizierenden Praktika.

-       Für eine qualitativ äquivalente Umsetzung der erforderlichen Förderangebote bedarf es der zusätzlichen Rekrutierung von Lehrpersonal zur Unterstützung für das laufende und für kommende Schuljahre (siehe Angebot aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung). Wir fordern in diesem Sinne eine zügige und bedarfsgerechte Umsetzung für den Freistaat Bayern.

 

2.    Wir fordern ebenso Respekt gegenüber Lehrerinnen und Lehrern ein.

Den bayerischen Lehrerinnen und Lehrern wird im Rahmen der Krisenbewältigung u.a. Präsenzunterricht für die Übertritts- und Abschlussklassen zugemutet. Ungeschützt unterrichten sie derzeit ungetestete Schülerinnen und Schüler. Das verletzt in vielerlei Hinsicht vorsätzlich die Fürsorgepflicht des Dienstherrn gegenüber seinen Mitarbeitern. Der Staat muss hier in Vorbildfunktion agieren.

-       Das Angebot von Präsenzunterricht erfordert entsprechenden Gesundheitsschutz für alle Lehrerinnen und Lehrer. Ein Hochsetzen in der Impfpriorisierung ist dabei unerlässlich. Dabei sollte frei entschieden werden dürfen, ob sich die Lehrerinnen und Lehrer dem Impfen bei Präsenzpflicht unterziehen. Eine durchgängige Testung der Schülerschaft ist dann unabdingbar. 

-       Wir fordern Vertrauen in die Entscheidungskompetenz des hochqualifizierten Lehrpersonals. Wenn Onlineunterricht als probates Mittel erscheint und zu gleicher Qualität angeboten werden kann, dann sollte dies die Schule für sich entscheiden dürfen. Dazu gehört natürlich auch, dass die Lehrkräfte und die Schulen in die Lage versetzt werden, einen qualitativ hochwertigen Distanzunterricht durchzuführen.

 

3.    Auch den Eltern, als wichtigem Mitglied der Schulfamilie, gebührt hier zwingend Respekt!

Die Eltern leisten seit mehr als 12 Monaten Unterstützung weit jenseits ihrer Belastungsgrenze, ganz besonders in Einheit mit Home Office. Ihr Engagement wurde bisher kaum gewürdigt.

Die Umsetzung der oben angeführten Maßnahmen wird maßgeblich zur Entlastung und Stabilisierung der Familien beitragen.

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