Zeit für einen Systemwechsel!

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Täglich leisten viele Arbeiter*innen im Gesundheitswesen essentielle Arbeit, unter viel Druck und zu schlechten Löhnen. Klatschen reicht nicht. Wir fordern mehr Lohn, Zeit und Respekt vor den Menschen, die unsere Gesellschaft am Leben erhalten. Es ist Zeit für einen Systemwechsel.

Nicht erst seit Corona steckt unser Gesundheitswesen in einer Krise. Der Drang nach Profit treibt das Personal in unseren Spitälern und Pflegeinrichtungen an die Belastungsgrenzen und darüber hinaus. Menschen sind in unserem Gesundheitswesen zu blossen Objekten der Wirtschaft geworden, von denen möglichst viele möglichst schnell abgefertigt werden müssen, damit das System einen Gewinn für Aktionär*innen, Chefärzt*innen und Verwaltungsrät*innen abwirft. Das zum Leitragen der Patient*innen und Pflegebedürftigen, denn für sie bleibt immer weniger Zeit. Um diesen herrschenden Notstand zu überwinden, braucht es einen Systemwechsel. Die Arbeit in unserem Gesundheitswesen muss dringend aufgewertet werden. Zudem muss die Profitgier bekämpft werden.

1. Gesundheit ist keine Ware, an der sich Aktionär*innen eine goldige Nase verdienen dürfen! Wir fordern ein Verbot von sämtlichen Privatisierungen im Gesundheitswesen in der Kantonsverfassung zu verankern. Auch von geplanten Umwandlungen von Spitälern, Alterszentren und Pflegeinrichtungen in Aktiengesellschaften ist Abstand zu nehmen, damit die demokratische Kontrolle über unser Gesundheitswesen gewahrt bleibt.

2. Wer im Gesundheitswesen arbeitet, leisten einen enormen Beitrag für unsere Gesellschaft. Dieser Einsatz muss besser bezahlt werden. Aber nicht nur für Pfleger*innen, sondern auch für Putzkräfte, Köch*innen und alle anderen Berufe die von uns oftmals vergessen werden. Wir schlagen daher vor, dass die Monatslöhne für alle Mitarbeitenden im Gesundheitswesen um 20 Prozent zu erhöhen sind.

3. Oft sind im Gesundheitswesen 50 Stunden-Wochen oder mehr Realität. Das muss sich dringend ändern. Wir fordern daher die Einführung einer 35 Stunden-Woche.

4. Um die Mitarbeitenden zu entlasten und um mehr Zeit für die einzelnen Patient*innen und Pflegebedürftigen zu schaffen, müssen dringend mehr Stellen geschaffen werden! Es müssen zudem bessere Ansätze geschaffen werden, damit sich mehr Menschen für eine Ausbildung im Gesundheitswesen entscheiden!