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Unzumutbare Missstände in Puma-Zulieferer in El Salvador – Der Sportartikelkonzern soll Verantwortung übernehmen statt sich aus dem Staub zu machen!

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Kürzlich berichtete der Spiegel (Nr. 27/2014, S. 65) auf der Grundlage von Recherchen der Christlichen Initiative Romero über massive Arbeitsrechtsverletzungen in der salvadorianischen Fabrik Industrias Florenzi, in der unter anderem Puma Sportbekleidung produzieren lässt. Eine Gewerkschaft in El Salvador hatte gezielt die Öffentlichkeit gesucht, um Druck auf den herzogenauracher Konzern auszuüben.


Während Puma die Fußball-WM in Brasilien für einen Werbefeldzug nutzt und acht Nationalteams ausrüstet, herrscht bei der Produktion von Puma-Shirts in der Fabrik Industrias Florenzi in El Salvador alles andere als "Fair-Play". Eine Partnerorganisation der Christlichen Initiative Romero berichtet über extremen Arbeitsdruck, gestückelte Lohnzahlungen und dass die Beiträge für die Sozialversicherung und die Krankenkasse den ArbeiterInnen zwar vom Lohn abgezogen, jedoch nicht abgeführt würden. Den ArbeiterInnen wird deswegen die medizinische Versorgung verweigert. Die zuständige Gewerkschaft beklagt zudem offen liegende Kabel an den Maschinen, von denen die NäherInnen Stromschläge bekommen.


Vom Spiegel mit den Missständen konfrontiert antwortete das Unternehmen, dass es die Geschäftsbeziehungen mit der Fabrik Florenzi umgehend beenden würde. Die Fabrik sei nie von Puma als offizieller Zulieferer autorisiert worden. Es ist aber offensichtlich, dass hinter der weiteren Produktionsauslagerung von offiziell anerkannten Fabriken an sog. Subzulieferer eine Systematik steckt und dass Bekleidungsunternehmen von dieser Praxis profitieren. In diesen Fabriken bekommen die ArbeiterInnen nämlich häufig noch weniger bezahlt als die ohnehin skandalös niedrigen Mindestlöhne in den Produktionsländern Zentralamerikas und Asiens. Zudem stehen Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen in solchen „sweatshops“ wie in der Fabrik Florenzi an der Tagesordnung.


Die Reaktion von Puma, sich feige aus der Affäre zu ziehen, ist völlig inakzeptabel! Die CIR ist zutiefst darüber empört, dass ein europäischer Konzern, der sich mit schön klingenden Formulierungen im Verhaltenskodex angeblich für das Wohl der ArbeiterInnen einsetzt, diese in Wirklichkeit auf derart dreiste Weise im Stich lässt. Diese Petition richtet sich an den Puma-Vorstandsvorsitzenden Björen Gulden und soll Druck auf den Konzern ausüben, damit er sich mit der Fabrikgewerkschaft Seccional por Empresa Industrias Florenzi in Verbindung setzt und für die Einhaltung der Arbeitsrechte und des eigenen Verhaltenskodex sorgt. Dazu ist es auch nötig, dass sich Herr Gulden gegenüber der Fabrikleitung verpflichtet, weiterhin in Florenzi produzieren zu lassen!


Der Fall steht stellvertretend für die Ausbeutung in der weltweiten Bekleidungsindustrie, derer sich nicht nur Billigmarken wie Primark schuldig machen, sondern auch Sportartikelproduzenten wie Adidas und Puma.
Bitte unterstützt diese Petition, denn mit den Menschenrechtsverbrechen in den Zulieferfabriken des Südens muss endlich Schluss sein!

Hier geht’s zum kürzeren Online-Artikel des Spiegel.

Weitere Infos gibt es auch auf der Seite der CIR

 



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