Chance7: Lasst unseren Brecher stehen und die Natur Natur bleiben

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Brechi bleibt 
 
Unter diesem Motto wehren sich engagierte Bürger aus Pleiserhohn und Umgebung gegen die rabiate Umgestaltung des hiesigen Lebensraums. Ohne jede Bürgerbeteiligung geht das Projekt Chance 7 des Rhein-Sieg-Kreises hier zu Werk. 
Nachdem mit der Kettensäge bereits erste Fakten geschaffen wurden, verkündet die Initiative jetzt  auf Ihrer Website www.chance7.org : 
“Optimierung von Lebensräumen im Eisbachtal” 

Wir fragen uns: 

  • Wieso muss eine intakte Natur mit gesunden Mischwaldbeständen, Wiesen, Tieren und Obstbäumen am idyllischen Eisbach jetzt mit Gewalt optimiert werden? 
  • Welche Gefahr geht von ein paar Freizeitanglern aus, die an den beiden Teichen seit vielen Jahren ihrem Hobby nachgehen und auch Ihren Kindern hier die Natur nahebringen? 
    Auch das Gelände mit den Teichen wurde von der Initiative aufgekauft und aktuell machen die Projektverantwortlichen nicht viel Hoffnung, das Angeln zu ihrem Naturschutzkonzept passt, da die Teiche zugeschüttet werden sollen.
  • Der Brecher ist eine Ruine – bis vor kurzem durch Bäume und Büsche gut im Wald versteckt. Für Spaziergänger eine romantische Kulisse, für unsere Kinder ein märchenhafter Ort, ein Abenteuer, für die umliegenden Dörfer ein Wahrzeichen und für Fledermäuse ein Unterschlupf. Er steht seit langer Zeit dort und trägt die Spuren dieser Landschaft. Nun wurde er brutal “bereinigt” – alte Bäume gefällt, Büsche gekappt, und sicherlich viele Tiere und Pflanzen entweder getötet oder vertrieben. Er soll abgerissen werden – wir fragen uns nur, warum? Statt dessen klafft dann im Wald ein riesiges Loch, dass sicherlich 10 Jahre braucht um sich dem Umfeld wieder anzupassen. Was soll das? 
  • Auch die historische Bedeutung des „Brechers“ schein hier nicht bedacht zu sein, dieses Gebäude ist das am stärksten durch Beschuss im zweiten Weltkrieg beschädigte, aber noch erhaltene Gebäude im ganzen Brückenkopf Remagen.
  • Warum spricht man vor einem Vorhaben solcher Tragweite nicht einmal vorher mit den betroffenen Bürgern?  

Wir sind sicher das die Verantwortlichen des Chance7 Projektes hier ein gut überlegtes Ziel verfolgen und möchten das Projekt keinesfalls ins Summe kritisieren.
Das konkrete Vorgehen in diesem Fall können wir aber nicht akzeptieren und ohne vorherigen Dialog, um die Akzeptanz in der Bevölkerung sicherzustellen, macht so eine Maßnahme aus unserer Sicht grundsätzlich wenig Sinn.

Sollte es hier darum gehen, dass ein Unterschlupf für die mehr als 15 Mio € Fördergelder des Bundes gesucht wird? 
 
Lieber Rhein Sieg Kreis dafür hätten wir eine Lösung! 
Wir bieten wir gerne an, dass unsere wunderschöne (und bereits barrierefreie) Bushaltestelle in Pleiserhohn für echten Buslinienverkehr genutzt werden könnte. Nachdem vor Jahren der Busverkehr über Pleiserhohn eingestellt wurde, sind wir mangels gesicherter Fuß- oder Radwege ohne Auto leider aufgeschmissen. Wofür wohnen wir denn auf dem Land, wenn unsere Kinder jetzt als Verkehrsmittel nur das Auto kennenlernen können, demnächst auch die Teiche Tabu sind und die Umgebung von echter Natur zu besserer Natur umfunktioniert wird? 


Deswegen lieber Rhein-Sieg-Kreis, nehmt Euch ein Herz, lasst die Natur Natur bleiben und steckt die Gelder lieber in den ÖPNV um die Natur auch zu schützen.