Es wird Zeit für Ihren Rücktritt, Herr Piazolo!

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Am 15. Dezember 2020 lässt der bayerische Bildungsminister Prof. Dr. Michael Piazolo verkünden, dass der geplante Distanzunterricht für Bayern ausgesetzt wird. Dieser Umstand ist dem geschuldet, dass offensichtlich von Seiten des Ministers die Vorbereitungsarbeit zur Sicherstellung des Unterrichts während einer möglichen zweiten Welle nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit betrieben wurde. Es darf nicht passieren, dass Schüler*innen nun die Zeche für dieses staatliche Versagen bezahlen. Ebenso wie Schüler*innen ihrer Schulpflicht nachkommen müssen, hat der Staat die Pflicht einen Unterricht und eine angemessene Betreuung sicherzustellen. Bereits in der ersten Welle zeigte der bayerische Kultusminister, dass er den Aufgaben eines Ressortchefs nicht gewachsen ist. Ungeregelte Verhältnisse in den Schulen, schlechte Ausstattung an den Schulen, langwierige Ausschreibungen, fehlende Unterstützung und Fortbildung der Lehrkräfte führten dazu, dass viele Schüler*innen erhebliche Nachteile erlitten. Von einem Konzept zum Homeschooling konnte man nur träumen. 

Schule, Bildung und Bildungsgerechtigkeit sind viel zu wichtig, als dass sie in die Hände eines drittklassigen Ministers gelegt werden können. Der Bildungserfolg der aktuellen Schülergenerationen ist somit noch stärker vom Elternhaus und der Möglichkeit der Eltern den fehlenden und mangelhaften Unterricht abzufangen abhängig. Für uns JuLis Oberbayern ein untragbarer Zustand. Im Sinne aller bayerischen Schüler*innen fordern wir daher Herrn Minister Prof. Dr. Piazolo zu seinem sofortigen Rücktritt auf! Damit 2020 nicht zur Abwärtsspirale für Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern wird, fordern wir weiter Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder dazu auf, die Stelle des Kultusministers in seinem Kabinett durch eine*n Expertin oder Experten auf dem Bereich der Schule und Bildung zu besetzen und parteipolitische Interessen hier nicht im Vordergrund stehen zu lassen.

Foto steht im Eigentum des Ministeriums für Unterricht und Kultur. Quelle: © StMUK