Abitur 2021: Durchschnittsabi mit freiwilliger Möglichkeit Abschlussprüfungen abzulegen

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Gefordert wird ein Durchschnittsabitur mit der Option freiwillig Abschlussprüfungen abzulegen. Da sich der Abiturschnitt aus den Leistungen der letzten vier Halbjahre berechnet, spiegelt er die Leistungen mindestens genauso gut wieder wie eine Abiturprüfung.

Unsere Gründe dafür sind:

1. Viele Wochen Homeschooling konnten bis jetzt noch nicht vollständig aufgeholt werden
2. Planungslosigkeit durch Corona steigert den Druck bei Lehrkräften und Schülern
3. Erhöhte außerschulische Belastung durch fehlenden Ausgleich und Ablenkung durch Sorge um erkrankte Bekannte
4. Durch Verschiebung der Klausuren ist zusätzlicher Lernaufwand entstanden und Klausuren mussten verändert werden
5. Durch Verschiebung des Abiturs gibt es wenig Zeit sich auf Einstellungstests und Aufnahmeprüfungen vorzubereiten, sowie mögliche studienbedingte Umzüge
6. Vermeidung eines erhöhten Infektionsrisikos während der Prüfungen (überdurchschnittlich viele Menschen in einem Raum)
7. Zeit für Prüfungsvorbereitung könnte genutzt werden, um fehlenden Stoff aufzuholen bzw. Homeschooling-Stoff zu festigen oder möglichen zusätzlichen Stoff zu vermitteln -> höhere Qualität des Abiturs
8. Bereits andere Europäische Staaten haben dies letztes Jahr verwendet und werden es teilweise auch dieses Jahr anwenden (Bsp.: Großbritannien hat bereits angekündigt die Abschlussprüfungen zu streichen)
 

Aufgrund dessen, dass Bildung Ländersache ist, ist dies eine Petition, die sich an das bayrische Kultusministerium richtet. Wir möchten aber andere Schüler aus den anderen Bundesländern dazu ermutigen, ebenfalls Petitionen zu starten, falls sie auch dafür sind. Zusammen haben wir mehr Chance auf Erfolg. Vielen Dank auch an Daniela Dotzel, die bei der Erstellung der Petition beteiligt war.

 

Genauere Erläuterung der Argumente:

Zu 2. + 4. Da nicht endgültig festgelegt werden kann, wann wieder vollständiger Präsenzunterricht möglich ist, werden Klausuren und Abiturprüfungen mehrfach verschoben. Das zerrt massiv an den Nerven der Schüler, die sich immer wieder neu auf die Prüfungen vorbereiten müssen und geplantes Lernen so kaum möglich ist. Die Lehrer können nicht effektiv planen, bis wann sie den Stoff vermittelt haben müssen und Klausuren müssen immer wieder angepasst werden. Das Durchschnittsabitur würde für Planbarkeit sorgen.

 

Zu 3. Die Kompensation des Schulstresses ist durch die Schließung von Freizeiteinrichtungen und  Vereinen, sowie der Kontaktbeschränkungen kaum möglich. Die zusätzliche Sorge um Bekannte, die sich evtl. oder wirklich mit dem Virus infiziert haben, stellt eine zusätzliche Belastung dar.

 

Zu 5. Durch die nach hinten verschobenen Abiturprüfungen haben die Schüler weniger Zeit sich auf danach anstehende Einstellungstests und Aufnahmeprüfungen vorzubereiten. Solche Prüfungen erfordern teilweise einen großen Lernaufwand und finden auch international statt, sodass sie nicht einfach verschoben werden können. Es wäre fatal für manche Schüler, wenn das Abitur weiter verschoben wird, da, beispielsweise, Einstellungstests sich maßgeblich auf die Zukunft der Schüler auswirken.  Ein Durchschnittsabitur würde diesen zusätzlichen Stress überflüssig machen.

 

Zu 6. Die Abiturprüfungen finden meistens in großen Räumlichkeiten, wie Turnhallen oder in der Aula statt. Hier sitzen also deutlich mehr Menschen in einem Raum als üblich. Somit wäre auch das Infektionsrisiko hier größer. Die Hygieneregeln verhindern eine Infektion nicht, sie reduzieren die Gefahr lediglich.

 

Zu 7. Die Zeit, die die Schüler sowohl in der Schule, als auch daheim bekommen, um sich auf die Prüfungen vorzubereiten, könnte bei einem Durchschnittsabitur dafür genutzt werden, um sonst gestrichene Lehrplaninhalte zu unterrichten und Lernstoff aus der Homeschoolingzeit noch einmal aufzugreifen. Dadurch würde den Schülern mehr Wissen vermittelt werden, und somit die Qualität des Abiturs eher steigen. Außerdem sind die letzten Klausuren sowieso schon auf (bzw. nahezu auf) Abiturniveau.