Ausgleichsmaßnahmen aufgrund der eingeführten Maskenpflicht in den Prüfungen

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Die aktuelle Corona-Situation hat uns alle hart getroffen. Sowohl die Studierenden als auch die Lehrenden sind mit der Lage überfordert, die Unsicherheit wächst. Im Tagestakt werden die Regelungen eingeführt, angepasst und wieder aufgehoben. Einige davon sind nachvollziehbar, die anderen eher zweifelhaft. Trotzdem gelten sie für uns alle. Die erweiterte Maskenpflicht bei Veranstaltungen, insbesondere bei Prüfungen, stellt nun eine neue Herausforderung dar. Die Gründe dafür werden im Folgenden beschrieben.

Das für uns ungewohnte Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes würde voraussichtlich zu einer spürbaren Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit während der Prüfung führen, was in einer allgemein schlechteren Leistung resultieren würde. Die Auffassung, das Tragen einer Maske führe zu Konzentrationsschwierigkeiten, wurde vom Verwaltungsgericht Göttingen bereits Anfang Juni bestätigt. 

Außerdem empfinden viele Personen Atemnot nach längerer Zeit unter der Gesichtsmaske. Auch wenn es sich dabei um ein subjektives Empfinden handelt und kein Gesundheitsrisiko darstellt, kann dies in einer Stresssituation (wie eine Prüfung) zur deutlichen Verschlechterung der Prüfungsleistung führen. 

Von der neuen Regelung sind außerdem die meisten Brillenträger betroffen. Die Gläser beschlagen bei jedem Atemzug, die Sicht wird vernebelt, die Person kann ihre Aufgaben nicht mehr lösen. Das ständige Abwischen ist dabei sowohl nervenaufreibend als auch zeitaufwendig.

Aus Gründen der Fairness ist die Maskenpflicht in den Veranstaltungen ebenfalls fragwürdig. Im vergangenen Prüfungszeitraum hatten die Studierenden nicht mit den für uns entstandenen Nachteilen zu kämpfen, hatten jedoch genauso viel Zeit und das selbe Schwierigkeitsniveau der Klausuren.

Uns, Studierenden, ist bewusst, dass die Universität keinen Einfluss auf die Einführung neuer Maßnahmen hat. Allerdings hat die Universitätsleitung die Möglichkeit, unser Leben etwas einfacher zu machen. Mit dieser Petition möchten wir die Einführung einheitlicher Ausgleichsmaßnahmen für die Maskenpflicht in den Prüfungen erreichen. Beispielsweise könnte es sich um eine Schreibzeitverlängerung handeln, denn die Prüfungsaufgaben sind häufig so ausgelegt, dass die Studierenden keine Minute zum Nachdenken haben, geschweige denn zum Toilettengang (wo man die Maske eventuell kurz absetzen könnte). 

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und Entgegenkommen in dieser schwierigen Zeit!