Mindestens 4 Wochen Ankündigungsfrist für coronabedingte Nachschriften an der FAU!

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Am 21.04. veröffentlichte die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg auf ihrer Homepage die Regelung für die Nachholung von Prüfungen, die aufgrund der Coronakrise abgesagt werden mussten (https://www.fau.de/education/beratungs-und-servicestellen/pruefungsaemter/corona-virus-auswirkungen-auf-pruefungen-an-der-fau/#collapse_0 Diese sieht vor, dass Nachholtermine mindestens 14 Tage vor der Prüfung angekündigt werden müssen.  

Zwar werden Fehlversuche dieses Semester nicht gewertet und die Regelstudienzeit für alle Studierenden pauschal um ein Semester verlängert, viele Studierende sind aber dennoch aus verschiedenen Gründen darauf angewiesen, ihre Prüfungen dieses Semester zu bestehen – sei es der Wechsel vom Bachelor in den Master, ein geplanter Berufseinstieg oder auch, der ökonomische Zwang den Eltern nicht länger auf der Tasche liegen zu können oder auch einfach die Tatsache, dass im letzten Semester gelerntes nicht bis Ende des Wintersemesters im Kopf bleiben wird und eine Neubelegung der Lehrveranstaltung in diesem Semester eine zu hohe Arbeitsbelastung bedeuten würde.

Zwei Wochen in der vorlesungsfreien Zeit wären vielleicht genug um bereits Gelerntes für eine Prüfung aufzufrischen. Aktuell läuft jedoch schon wieder Lehrbetrieb, manche Studierende müssen mehr als eine Prüfung nachschreiben und – ach ja ganz nebenbei befinden wir uns auch noch in einer GLOBALEN PANDEMIE, deren Auswirkungen für viele Studierende zu existenziellen Sorgen und starker psychischer Belastung führen.  

Bundesweit protestieren bereits Schüler*innen unter #schulboykottDE dagegen, dass sie nun in die Schulen zurückkehren und Prüfungen schreiben sollen, während gleichzeitig alle nicht wirtschaftlich verwertbaren Bereiche ihres Lebens massiv eingeschränkt werden. Auch wir wollen nicht hinnehmen, dass von uns einfach uneingeschränkt die gleiche Leistungsfähigkeit wie im Normalzustand verlangt wird.

Das Studium ist immer weniger auf Erkenntnisgewinn und immer mehr auf stumpfes Auswendiglernen und Trainieren von Leistungsfähigkeit ausgelegt, um uns optimal verwertbar für den Arbeitsmarkt zu machen. Wir sollen nicht aufmucken und uns vermeintlichen „Sachzwängen“ unterwerfen. Doch spätestens jetzt sollten wir aufhören alles einfach zu schlucken! Das Wohl der Studierenden und die Wahrung fairer Bedingungen muss der wichtigste Aspekt im Umgang der Hochschulen und Wissenschaftsminiserien mit der Ausnahmesituation sein!

Wir fordern die Friedrich-Alexander-Universität daher dazu auf, die Mindestankündigungsfrist für die Nachholung von coronabedingt ausgesetzten Prüfungen auf 4 Wochen zu setzen!