Offener Brief an die Kommunalpolitiker Mönchengladbachs

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Ein offener Brief an alle Kommunalpolitiker Mönchengladbachs zum Thema Klimanotstand in Mönchengladbach


Sehr geehrte Politiker*innen, Presse, alle Bürger*innen aus dem Raum Mönchengladbach und Interessenten,

 

wir, die Mitglieder von der internationalen Bewegung "Fridays for Future" aus Mönchengladbach, hatten (erfolgreich) zu einer Petition zur Ausrufung des Klimanotstandes gestimmt.

In diesem offenen Brief werden wir Ihnen erklären was der Klimanotstand ist, was das für Konsequenzen mit sich bringt als auch welche Auswirkungen dies für Mönchengladbach hätte.


(Bei Fragen wenden Sie sich an unsere sozialen Netzwerke oder unsere E- Mail: moenchengladbach@fridaysforfuture.de)


Der Klimanotstand beschreibt einen Beschluss von Parlamenten oder Verwaltungen, mit dem sie festhalten, dass es eine Klimakrise gibt und, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen diese einzugrenzen.


Wir fordern dieses klare Statement und diese klare Einsicht dazu. Denn was sollte uns sonst eine Ablehnung des Klimanotstands sagen? Dass sie davon ausgehen, dass die Klimakrise nicht existieren würde? Dass sie davon ausgehen, dass die Maßnahmen, die bisher getroffen worden ausreichen? Denn dann müssten 35.000 Wissenschaftler in Deutschland und wir sie enttäuschen. Es reicht noch lange nicht. Und wir fordern diese Benennung.


"Mit dem Beschluss werden Regierung und Verwaltungen beauftragt, Maßnahmen auszuarbeiten, die über den derzeitigen Stand hinausgehen" Sollte dieser Part sie abschrecken können wir sie beruhigen. Denn die Ortsgruppe Mönchengladbach hat sich schon einige Maßnahmen und Forderungen überlegt die unsere Stadt in die richtige Richtung rücken könnte.


Zunächst möchten wir ein schöneres und klimafreundlicheres Stadtbild erschaffen und haben uns dazu folgendes überlegt:

Wir fordern mehr Grünflächen und pflanzliche Ausgestaltung von Grünstreifen und Verkehrsinseln. FFF Mönchengladbach bietet an, ein Projekt zu starten, indem wir bei der Bepflanzung derer unterstützen, denn nicht nur erfreut sich die Bevölkerung am Anblick, sondern es bietet auch einen Lebensraum für Insekten. In den letzten Jahren sind die Bestände der heimischen Insekten um über 80 Prozent zurückgegangen – unter anderem durch intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden. Durch den großen Verlust gerät das Wunderwerk Natur ins Wanken: Der Großteil der Pflanzen ist auf Insekten als Bestäuber angewiesen, vielen Tieren dienen sie als Nahrung, zum Beispiel den Vögeln.

Als Gärtner können wir unseren Teil dafür tun, diese Entwicklung zu stoppen. Nimmt man alle Privatgärten Deutschlands zusammen, ergibt sich eine Fläche, die in etwa halb so groß ist wie alle Schutzgebiete Deutschlands. Das ist enorm und zeigt, wie groß das Potential ist, das in unseren Gärten steckt und wie viel wir erreichen können, wenn wir unser eigenes Stück Grün naturnah gestalten. Und das ist auch gar nicht schwer.

Aus den selben Gründen fordern wir eine Ausweitung der Begrünung von Flachdächern. Angefangen bei den Gebäuden der Stadt Mönchengladbach.

Wir fordern das Verbot, oder zumindest die Einschränkung von Steingärten. Es darf keine neuen Steingärten mehr in Mönchengladbach geben. Viele Städte in NRW haben diese Einschränkungen und Verbote schon längst gegeben und für uns wird es höchste Zeit, denn Steingärten bringen einige Probleme mit sich: Nicht nur dass das eben genannte Potential auf Lebensraum einfach verschenkt wird, auch heizen Steingärten die Stadt zusätzlich auf und es ergeben sich Problematiken in Sachen Grundwasser. Soviel zu den Problemen, Potentialen und Lebensräumen direkt vor unserer Haustüre. Und nun dazu was wir wollen wenn wir von diesem Ort weggehen. Also der Transport hier in Mönchengladbach.

Wir fordern einen Ausbau von Fahrradwegen in Menge und Qualität,um das Verkehrsmittel angenehmer und möglicher zu machen, denn momentan sind Fahrradstrecken in Mönchengladbach entweder nicht möglich, oder sehr sehr unangenehm. Dem Verkehrsmittel Fahrrad wieder einen gewissen Reiz zu verleihen, führt zu weniger Autoverkehr. Da das Verkehrsmittel Fahrrad in Mönchengladbach relativ schwierig ist, versucht man also öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Wir fordern den Ausbau des ÖPNV und mehr Kommunikation mit den Konsumenten dieser, damit öffentliche Verkehrsmittel kein Privileg mehr sein müssen. Beispiele für diesen Ausbau: Mehr Nachtbusse. Sowohl häufigere Fahrten, als auch ein größeres Streckenangebot.Eine günstige Direktverbindung von Rheydt HBF nach Mönchengladbach HBF.Eine verbesserte Verbindung mit dem Umland.

Eine ausgeprägte Kommunikation mit den Konsumenten würde unteranderem zeigen, welche Verbindungen noch nötig wären, um öffentliche Verkehrsmittel für alle möglich zu machen. Des weiteren sollte Mönchengladbach mit einem guten Beispiel voran gehen. Von den Bürgern Besserung fordern funktioniert nicht wenn die Stadt selbst keine Vorbilder setzt:  RWE ist ein Konzern der nicht weiter unterstützt werden darf. Und daher fordern wir die sofortige Abgabe von RWE-Aktien und stattdessen eine Unterstützung von erneuerbaren Energien und nachhaltigen Alternativen. Die NEW sollte ihren Strom von Ökostrom-Anbietern beziehen. Außerdem sollte ein nachhaltiges Leben möglich und attraktiv für die Bürger sein wir fordern also eine Unterstützung Gladbacher Bürger beim Bau von Solarsystemen auf den eigenen Dächern und den Ausbau der Gebäude der Stadtverwaltung Mönchengladbach. Außerdem eine Verpflichtung von Solarsystemen bei Neubauten.


Wir erkennen die positiven Fortschritte die Mönchengladbach gemacht hat und schätzen diese wie beispielsweise die AST, die immer mehr begrünten Verkehrsinseln, etc. Doch es kann und darf noch nicht alles sein.


Der Ausruf des Klimanotstandes betont die Wichtigkeit und ihre Einsicht und Benennung der Probleme als Kommunalpolitiker. Tun sie es zahlreichen Städten in Deutschland gleich: Rufen Sie den Klimanotstand aus!