Musikeinblendungen im Fernsehen zu laut. Einzigartiger Verbesserungsvorschlag. Weltneuheit

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Ein Hilferuf wegen zu lauter Filmmusik im Fernsehen. Die Durchsetzung des Verbesserungsvorschlags wäre eine Weltneuheit !!! Technisch kein Problem!

Ich setze mich seit Jahren für alle Fernsehzuschauer ein, um Fernsehen wieder genießen zu können. Bitte, bitte lesen Sie mein Schreiben bis zum Ende. Ich habe nur die wichtigsten Informationen in diese Begründung für meine Petition aufgenommen. Bitte helfen Sie mir meinen Vorschlag umzusetzen.

Übersicht 
a) Schilderung der Problematik

b) Verbesserungsvorschlag (einzigartig)

c) Bisherige Aktivitäten

d) Nur Gewinner, keine Verlierer

e) Antworten Regisseure

f) Antworten Fernsehanstalten

g) Antwort Fernsehhersteller

h) Antworten Tonstudio

i) Umsetzung der neuen Technik

j) Meinungsforschungsinstitut

k) Personen die zufrieden sind mit dem heutigen Zustand

l) Vielleicht die letzte Chance?

Die Qualität der Filme und Unterhaltungssendungen des Fernsehens  hat sich mit den Jahren aufgrund der viel zu lauten Musik- und Geräuscheinblendungen wesentlich verschlechtert. Das kann ich mit diesem Schreiben definitiv untermauern.

Mit einem Dezibel-Messgerät konnte ich eine Überschreitung der Musiklautstärke  im Vergleich zu den Sprachdialogen um bis zu 25 Db ermitteln. Zusätzlich kommt das ganz individuelle Lautstärkeempfinden. Die Musik und viele Geräusche werden aufgrund der hohen Frequenzdichte lauter empfunden als der Dialog. Auch undeutliche Aussprache von einigen Schauspielern verstärkt noch das Problem.

Seit Jahren beschweren sich die Fernsehzuschauer darüber bei den Fernsehsendern und Zeitschriftenverlagen.  Ich kenne viele Personen, die sich schon diverse Male bei den Fernsehsendern nach einem Film beschwert und auf Verbesserung gehofft haben. Was nützt ein qualitativ sehr guter Film mit sehr guten Schauspielern, wenn dieser einem durch die viel zu lauten Musik- und Geräuscheinblendungen (z. B. schräge Geigentöne, helle Klaviertöne, Trommelgeräusche, rollende Bassgeräusche, Beifall klatschen in Unterhaltungssendungen)  die letzten Nerven raubt.

Die Zeitschrift „auf einen Blick“ hatte bereits mehrmals über diese Probleme geschrieben und sogar alle Fernsehsender mit Telefonnummern angegeben, damit die Zuschauer bei der Beschwerdestellte anrufen können. Außer der Reduzierung der Lautstärke in den Werbeblöcken hat sich leider absolut noch nichts bewegt.

Es  gibt es bundesweit ca. 15 Millionen Schwerhörige und ca. 3 Millionen Tinnituskranke. Bei diesen Personenkreisen wirkt sich die viel zu laute Filmmusik besonders problematisch aus. Aber auch die Mehrzahl der übrigen Fernsehzuschauer ist über diesen Zustand sehr verärgert.

Anstelle sich abends vor dem Fernsehen zu entspannen, hat man nur noch die Fernbedienung in der Hand, um die plötzlich einsetzende laute Filmmusik sofort leiser und beim Dialog wieder lauter zu stellen. Erfolgt der Dialog zeitgleich mit  der nervigen Musik, muss man so leise stellen, dass man auch den Dialog nicht mehr versteht. Bei einigen Filmen muss ich bis zu 40-mal die Lautstärke verändern. Das gelingt leider auch nur mit etwas zeitlicher Verzögerung.  Aber wo ist da die Entspannung?   Irgendwann ist man so genervt, dass man am liebsten die Fernbedienung gegen den Fernseher schmeißen könnte. 

Meine Frau ist schwerhörig und hat mit diesen Musikeinblendungen massive  Probleme, die man kaum beschreiben kann. Seit sehr langer Zeit sehen wir uns gemeinsam nur noch die Tagesschau an (keine  Lautstärkenschwankungen, super Qualität).  Ab und zu sehen wir uns mal den Beginn eines Filmes an, verzichtet dann aber auf den Film und beschäftigen uns mit anderen Dingen. Der Ärger über die zu lauten Musikeinblendungen macht definitiv auch psychisch  krank. Ich kann noch sehr gut hören und den Dialog verstehen. Trotzdem nervt mich die viel zu laute Musik massiv.

Wie aus dem Antwortschreiben des Bayerischen Rundfunks hervorgeht, bezieht sich das Problem auf die Mehrheit der Bevölkerung (siehe unten). Nach dem Ergebnis der  Langzeitstudie ist davon auszugehen, dass von meinem Vorschlag definitiv 60  % der Fernsehzuschauer profitieren würden.

b) Verbesserungsvorschlag (einzigartig)

"PIO`s Vorschlag"

Die Fernseher und Fernbedienungen so zu konstruieren, dass jede Person individuell die überlaute Filmmusik und sonstigen Geräuscheinblendungen unabhängig von dem gesprochenen Dialog beliebig reduzieren kann (z.B. um  bis zu 80 %). Dann würde man die störende Musik nur zu 20 % hören, was sicherlich sehr angenehm wäre. Also würde man mit der Fernbedienung  zu Beginn eines Films die Lautstärke der Filmmusik um einen individuellen Prozentsatz nach unten drosseln. Diese Lautstärke würde so lange bleiben, bis man sie wieder selbst verändert.

Alle bisherigen Lautstärkenprobleme für Fernsehzuschauer wären damit – durch individuelle Einstellungen – vom Tisch!!!

Erforderlich wäre, dass ein weiterer Kanal eingerichtet wird, mit dem dann die Musik-  und Geräuscheinblendungen gesendet und individuell einstellbar sind. Veränderungen in Fernsehgeräten und Fernsteuerung wären notwendig.

Die Stellungnahme eines Fernsehherstellers bestätigt die Umsetzbarkeit:

Die TV-Sendeanstalten sind der entscheidende Faktor. Würden diese die Tonbereiche „Sprache, Musik und Geräusche“ separat auf drei unterschiedlichen Kanälen ausstrahlen, könnte man mit entsprechend ausgerüsteten Fernsehgeräten auch individuell die Lautstärke dieser drei Tonbereiche regeln.

c) Bisherige Aktivitäten

Ich habe mich schriftlich und telefonisch mit Regisseuren, Fernsehanstalten, Tonstudios, Fernsehhersteller, Zeitungsverlagen usw. in Verbindung gesetzt.

Allen ist die Problematik bekannt. Im Internet, Zeitschriften usw. wird heftig darüber diskutiert, was die Ursachen für diese Misere sind. Aber es gibt keine Aktivitäten bisher, diesen Zustand zu verändern. Wahrscheinlich kamen bisher keine Fernsehzuschauer auf die Idee, dass eine grundlegende Veränderung tatsächlich möglich ist.

Die Beteiligten an der Entstehung des Filmes geben sich gegenseitig die Schuld.

Ich bin eindeutig zu dem Ergebnis gekommen, dass die öffentlich rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten letztendlich keine Veränderung akzeptieren werden. Sie möchten nur das komplette Gesamtpaket haben. Da hilft nur dieser massiver Druck der Fernsehzuschauer.

In Langzeitstudien, die unter anderem auch von dem Forschungs- und Entwicklungsinstitut, dem Institut für Rundfunktechnik des Bayerischer Rundfunks, durchgeführt werden, ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass ein für einen 35-jährigen Hörer lautstärkemäßig gut ausgesteuertes Programm, bei dem die von ihm bevorzugten Pegel berücksichtigt sind, für einen 65-jährigen unbefriedigend bleiben muss. Daraus kann man schließen, dass die Pegel für eine bestimmte Altersgruppe eingestellt werden. Wenn diese also optimal zu 100 % für 30jährige Fernsehzuschauer eingestellt worden sind, bedeutet es, dass alle Altersgruppen über 30 Jahre somit nicht mehr in den Genuss einer optimalen Einstellung kommen. Je älter die Personen sind und ungünstiges individuelles Hörempfinden vorliegt, je katastrophaler ist dann das Ergebnis. Alle Diskussionen um die richtige Aussteuerung nach einem Mittelmaß können somit nur ins Leere führen.

Die einzig richtige Lösung, um alle Fernsehzuschauer jeden Alters optimal Fernsehen genießen zu lassen, wäre mein Vorschlag.

d) Nur Gewinner, keine Verlierer,
Nach Umsetzung des Verbesserungsvorschlags würden meiner Einschätzung nach etwa 60 % der Fernsehzuschauer profitieren. Absolut  hätte keiner einen Nachteil, weil es jedem selbst überlassen bleibt, ob er die „Standarteinstellung“ lassen möchte ohne den Lärm zu reduzieren.

Der Verbesserungsvorschlag würde eine 100 % genaue individuelle Einstellung für die Fernsehzuschauer aller Altersgruppen bedeuten. Insbesondere würde dann auch das ganz persönliche individuelle Lautstärkeempfinden - ohne Rücksicht auf die tatsächlich gemessene Lautstärke – berücksichtigt werden können. Keine andere Technik kann das bewerkstelligen.

Die Qualität des Fernsehens würde dadurch wesentlich steigen „Endlich mal wieder entspannt fernsehen“.

 

e) Antworten der von mir angeschriebenen Regisseure

Der besseren Übersicht halber und wegen des Umfanges der Antwortschreiben, hier die wichtigsten Passagen daraus.

e) 1. Stellungnahme Regisseur Ed Herzog

„auch wenn ich mich nicht direkt angesprochen fühle, - ich versuche, bei meinen Filmen den Musikanteil nicht zu groß und nicht zu laut zu halten, bin ich dankbar für ihre Anregung und werde sie beherzigen.“

e) 2.  Stellungnahme Regisseur Markus Imboden

„auch ich ärgere mich meist über zu laute, und vor allem über zu viel Musik in einem Film. Dies wird meist vom Fernsehsender gewünscht und verlangt. Da hat man als Regisseur wenig Chancen.

Sie sollten sich an die Fernsehredaktionen vom ZDF und ARD wenden. Sie werden aber kaum was erreichen können. Zu sehr versuchen diese Redaktionen schlechte Filme mit Musik „aufzuwerten“.

e) 3. Stellungnahme Regisseur Helmut Metzger

„bei mir rennen Sie offene Türen ein mit ihrer Beschwerde. Wenn ich in die sog. Tonmischung gehe, ist das erste, was ich sage, dass die Musik nicht die Sprache erschlagen darf. Zur genauen Beurteilung werden die meisten Szenen dann auch auf einem kleinen Bildschirm abgehört, mit normalen Lautsprechern. Und dennoch habe ich bei der Sendung meiner Filme oft das Gefühl, dass die Musik wieder zu laut ist. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie frustrierend das ist.

Bei der nächsten Tonmischung nehme ich mir einmal mehr vor, die Musik wieder ganz besonders kritisch anzuhören.

Also von meiner Seite aus, gebe ich mir alle Mühe.

Ihren Vorschlag, die Musik auf getrennten Spuren zu senden, ist ein interessanter Ansatz. Ich fürchte aber, dass das von den Sendern nicht gerne gesehen wird. Sie wollen das fertige Werk sicherlich als ein Ganzes sehen, ohne Einflussmöglichkeiten des Zuschauers“

e) 4. Stellungnahme Regisseur Dieter Kehler

„Sie rennen bei mir offene Türen ein.

Ich möchte Ihnen gerne mitteilen, dass mir das angesprochene Problem weitgehend bekannt ist und ich mich immer bei der Mischung meiner Filme bemühe, ein angenehmes Verhältnis zwischen Sprache und Musik zu schaffen. Musik soll schließlich die Szene unterstützen und nicht erschlagen“

e) 5. Stellungnahme Regisseur Hartwig van Neut

„Ich verstehe gut, dass Ihnen das Mischungsverhältnis zwischen Dialog und Musik in vielen Fernsehformaten problematisch erscheint. Mir geht es mitunter ähnlich.

Leider kann ich Ihnen kaum Hoffnung machen, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird. Auch wir Regisseure sind in der Gestaltung der Tonebene an die Vorgaben der Sender gebunden und werden von diesen veranlasst, die Musiklevel besonders hoch anzusetzen. Insbesondere bei Programmen, die sich eher an jüngere Zuschauer richten, hofft man so, eine erhöhte Aufmerksamkeit zu erzielen“

e) 6. Stellungnahme Regisseur Till Müller-Edenborn

Sehr geehrter Herr Pietrowski,

„Ich habe sehr oft Ausstrahlungen über mich ergehen lassen müssen, die nicht mehr viel mit meinem abgelieferten Endergebnis zu tun hatten.

Wer da teilweise "rumpegelt", um technische Normen zu erfüllen, das kann kein Regisseur mehr kontrollieren!

Tut mir leid. Die "Macht der Regisseure" ist SEHR begrenzt und das ist auch von den Sendeverantwortlichen so gewünscht !!!!

Vielleicht haben "große" Namen andere Hebel, Serienregisseure aber nicht“

e) 7. Stellungnahme Regisseur Heinz Schirk

„immer wieder habe ich bei meinen eigenen Filmen feststellen müssen, dass die Tonmischung bei der Sendung ganz anders rüberkam, als ich sie im Tonstudio vorbereitet hatte. Erklären konnte mir das niemand“

e) 8. Stellungnahme Regisseur F. Schaller

„Ich hoffe nicht, dass es Ihr letzter Hilferuf ist.....

Ich kann Ihnen versichern, dass ich diese Unart von Geräusch- und "Musikteppich" laut Ihrer Beschreibung auch unerträglich finde“.

e) 9. Stellungnahme Regisseur A. Kannengießer

„Eine weitere Lösung wäre, für Menschen, denen das TV Signal zu krachig ist, alternative Mischzwischenergebnisse im Internet zur Verfügung zu stellen.

Dort ist die technische Umsetzung leichter. Und schon heute schauen z.B. viele ihren Tatort sowieso im Netz in der Mediathek. Man braucht doch gar keinen

Fernseher mehr. Und neuere Modelle haben eingebauten Internetzugriff“.

e) 10. Stellungnahme Regisseur Jochen Richter

Da Sie sich gar so viele Gedanken gemacht haben, will ich gerne kurz reagieren.

Da im Fernsehen Optionskanäle bereitgehalten werden, z.B. Für Untertitel oder Originalversionen, könnte natürlich auch einer mit getrennten Stereokanälen gesendet werden. Z.B. Musik & Effekte links, Sprache rechts. Wenn Sie dann über regelbare Boxen verfügen, könnten Sie auf einer Box die Musik herunterziehen.

Auch ich finde die Musik grauenvoll. Zu laut zu viel zu unprofessionell.

e) 11. Stellungnahme Regisseur Axel Sand

tut mir leid, dass Sie und viele andere die (laute) Musik in den Filmen stört. Ich bin leider die falsche Adresse für Ihre Beschwerde, da ich ein großer Fan lauter Musik in Filmen bin. Mir können Filme quasi gar nicht nervenaufreibend genug sein. Aber ich weiß, das ist Geschmacksache.

e) 12. Stellungnahme Regisseur Bodo Schwarz

Auch mir und meinen Kollegen sind die Beschwerden von Fernsehzuschauern zu diesem Problem seit langem bekannt und wir achten sehr genau auf eine verträgliche Abstimmung von Musik, Geräuschen und Sprache. Aber leider habe ich es auch erlebt, dass einige Teile meiner Serienfolgen nachher bei der Sendung unverständlicher Weise ein anderes Lautstärken-Verhältnis aufwiesen, als  ich es selbst in der Mischabnahme vorher gehört habe. Auf Nachfrage beim Sender kam die Antwort, dass niemand etwas verändert hat. Ich kann es mir also nicht erklären.

Pietrowski: Diese Stellungnahmen habe ich hier aufgenommen, um Ihnen  deutlich zu machen, dass sogar die Regisseure machtlos sind gegen die Handlungsweise der öffentlich rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten.

f) Antworten der von mir angeschriebenen Fernsehanstalten:

f) 1. Stellungnahme BR

Bayerischer Rundfunk 80335 München, Rundfunkplatz 1

Mirijam Trunk, Technische Information, HA Planung und Technik.

Die "richtige" Aussteuerung ist tatsächlich ein Problem, das im Grunde so alt ist wie der Rundfunk selbst. Prinzipiell gilt, dass laut und leise relativ und subjektiv empfunden werden.

Langzeitstudien – die unter anderem auch von unserem Forschungs- und Entwicklungsinstitut, dem Institut für Rundfunktechnik, durchgeführt werden – belegen, dass es keine eindeutige, nicht individuelle Betrachtung dieses Phänomens der Psychoakustik gibt. Dabei spielt nicht zuletzt auch das Alter eine ganz entscheidende Rolle gerade bezüglich des Hörvermögens von Sprache und Musik.

Tatsache ist, dass ein für einen 35-jährigen Hörer lautstärkemäßig gut ausgesteuertes Programm, bei dem die von ihm bevorzugten Pegel berücksichtigt sind, für einen 65-jährigen unbefriedigend bleiben muss. Untersuchungen haben ergeben, dass eine unterschiedliche Aussteuerung vorgenommen werden müsste, je nachdem wie laut das zu Ende gehende Musikstück ist und je nach Zuhörerkreis. Es gibt leider kein Optimum für alle Hörer.

Anmerkung Pietrowski:

Zu der Langzeitstudie der Fernsehsender passt auch die vom Schwerhörigenbund e.V. 2005 veröffentlichen Zahlen.

Danach steigt in zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit von einer Hörbeeinträchtigungen betroffen zu sein:

14 - 19 Jahre: 1 %
20 - 29 Jahre: 2 %
30 - 39 Jahre: 5 %
40 - 49 Jahre: 6 %
50 - 59 Jahre: 25 %d
60 - 69 Jahre: 37 %
70 Jahre und älter: 54 % 
Sehr erstaunt war ich, dass sogar die 50 – 59 Jährigen eine Hörminderung um 25 % haben . Die 40 – 59 Jährigen sind danach bereits „mittelgradig“ schwerhörig.

f) 2. Stellungnahme NDR

Norddeutscher RundfunkMarkenkommunikation | Hörer- und Zuschauerservice
Rothenbaumchaussee 132 | 20149 Hamburg

Es ist richtig, dass jeder von uns die Mischung aus Musik und Sprache - je nach Alter - unterschiedlich wahrnimmt. Die NDR Tonabteilung beschäftigt sich mit dem Thema "Lautheit" seit längerer Zeit, denn es ist uns wichtig, dass unsere Zuschauer einen gleichbleibenden Hörgenuss beim Fernsehen haben. Dies ist auch der Grund, warum die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zurzeit an einer europäischen Norm für die entsprechende tonliche Anpassung arbeiten.
Der NDR hat als einer der ersten Sender für das NDR Fernsehen ein Qualitätsmanagement eingeführt, mit dem wir die Fernsehsendungen, die bei uns im Haus produziert werden, schon jetzt auf diesen Standard hin überprüfen können.

 
Sollte Ihnen also bei uns im Programm eine Sendung auffallen, bei der Sie den Eindruck haben, dass das Musik/Sprachverhältnis nicht richtig gemischt ist, dann teilen Sie uns das gerne möglichst unter Angabe der Sendung, des Datums und der Uhrzeit mit. Die Kollegen werden die Sendung dann noch einmal auf unsere Anforderung hin prüfen.


Anmerkung Pietrowski:

Aufgrund meiner gesammelten Kenntnisse will mich der NDR mit diesem Angebot beruhigen. Es soll der Eindruck erweckt werden, dass alles für den Zuschauer, der Probleme mitteilt, individuell geprüft wird.

f) 3. Stellungnahme WDR

Westdeutscher Rundfunk Köln Marketing, Markenkommunikation Online 50600 Köln

Silvia Rogmann Die unterschiedliche Wahrnehmung von Musik und Sprache bei gleicher Lautstärkeregelung nennt man Lautheit. Diese ist stark subjektiv geprägt und daher schwierig so einzustellen, dass alle Teilnehmer die Lautstärke als angenehm empfinden und dennoch sowohl Musik als auch Sprache wahrnehmen. Wir wissen, dass unsere Zuschauer eine Optimierung dieser Lautstärkeunterschiede wünschen und sind dabei, eine zufriedenstellendere Lösung zu finden.

f) 4. Stellungnahme ARD

Erstes Deutsches Fernsehen Programmdirektion

Zuschauerredaktion Das Erste 80006 München, Postfach 200665

Florence Kluge

„Uns ist nicht bekannt, dass die Tonmischungen von Beiträgen zukünftig aufgesplittet übertragen werden sollen, um Musik und Sprache in ihrer Lautstärke getrennt beeinflussen zu können. Zudem ist es von den Produzierenden oft so gewollt. Da wird mit musikalischen Elementen gespielt – Sprache bewusst in den Hintergrund gedrängt. Das ist dann bewusst so geschehen. Die Zusatz-Tonspuren für Audiodeskription und Dolby-E / Dolby Digital (Mehrkanalton) sind etabliert und werden sich zeitnah auch nicht ändern. Tonspurbelegungen werden in Arbeitsgruppen von EBU, ARD, ZDF, etc. festgelegt und sind normiert. Da können einzelne Zuschauervorschläge leider nicht berücksichtigt werden.“

f) 5. Stellungnahme ZDF

Jeanette Wild-Klein - Zuschauerredaktion

„Die Tongestaltung beim ZDF ist durch sogenannte Technische Richtlinien geregelt, die vor vielen Jahren von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland gemeinsam erarbeitet und festgeschrieben wurden und deren Einhaltung von uns jederzeit auch kontrolliert wird.

Für die entsprechende Tongestaltung eines Sendebeitrages sind Regisseur und Tonmeister verantwortlich, die zusammen bei der Herstellung des Filmes, Fernsehspieles oder ähnlichem ihre künstlerischen Vorstellungen verwirklichen. Dies ist natürlich eine persönliche Entscheidung, die möglicherweise nicht immer und nicht von allen Zuschauern geteilt wird, zumal die unterschiedlichen Altersgruppen der Zuschauer äußerst unterschiedliche Vorstellungen vom Lautstärkeverhältnis Sprache-Musik-Geräusch haben. Diese sehr verschiedenen Erwartungen können einfach nicht alle gleichzeitig erfüllt werden. Dies betrifft über die rein technischen Fragen hinaus aber noch gravierender die künstlerische Entscheidung eines Regisseurs, seine Schauspieler in bestimmter Art und Weise reden zu lassen – etwa absichtlich zu flüstern, zu nuscheln, Dialekt zu sprechen oder zu schreien.

Jedenfalls sind uns gravierende Eingriffe in die Tonaufnahme und Tonmischung von in sich geschlossenen Produktionen im Nachhinein nicht möglich, da diese letztlich die persönliche Handschrift des Regisseurs beziehungsweise des Tonmeisters tragen, aber die Produktionen müssen sich immer im Rahmen der Technischen Richtlinien von ARD und ZDF bewegen.

Trotzdem ist der am Sendetag in der Tonregie verantwortliche Ingenieur immer bemüht, sendetechnisch bedingte Schwankungen zu verhindern und auszugleichen.

Hinweis Pietrowski:

Das ZDF….

schiebt die Verantwortung auf die Regisseure und Tonmeister, bestätigt, dass die unterschiedlichen Erwartungen der Fernsehzuschauer einfach nicht alle gleichzeitig erfüllt werden können, behauptet, dass gravierende Eingriffe in die Tonaufnahme und Tonmischung im Nachhinein nicht möglich sind (Regisseure sehen das jedoch völlig anders), und bestätigt, dass am Sendetag trotzdem von der Tonregie noch Veränderungen vorgenommen werden!!!

Pietrowski: Aus dieser Stellungnahme hat sich das ZDF quasi dazu bekannt, dass die Tonqualität im Fernsehen für die Mehrheit der Zuschauer miserabel ist!

Mit dem vorliegenden Vorschlag wären alle Probleme gelöst.

Ich sehe das Problem, dass die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten massiv an dem bisherigen Verfahren festhalten werden. Als Begründung wird „das fertige Gesamtpaket“ genannt. Sie sollten jedoch nicht vergessen, dass der Zuschauer die Zeche zahlt. Hier ist massiver Einsatz gegen „die Sturheit“ diese Fernsehsender erforderlich. Das Interesse der Zuschauer wird mit Füßen getreten. Ich habe nach einem Tatort einen Kommentar abgegeben, dass die Musikeinblendung viel zu laut war. Dieser wurde später gelöscht und nur positive Kommentare veröffentlicht.

g) Antwort Fernsehhersteller

Stellungnahme Telefunken Licenses GmbH

60325 Frankfurt am Main, Brockheimer Landstraße 101

Herr Burkhard Schier – Produkt Management

In der Tat ist die Erhöhung der Lautstärke bei Werbeeinblendungen bzw. die Abmischung der verschiedenen Tonbereiche für Filme, aber auch Live-Sendungen ein Ärgernis für viele Menschen. Wir möchten Ihnen gern erklären, warum es höchstwahrscheinlich auch in der Zukunft bei dieser Situation bleiben wird.

Die Hersteller von Fernsehgeräten können die von Ihnen vorgeschlagene Lösung durch gezielte Regelung der Lautstärke für Musik, Geräusche und Sprache technisch umsetzen, aber da die eben angesprochene Tonbereich nicht separat vom Sender ausgestrahlt werden, sondern als sogenannter Stereo-Downmix oder als digitales 5.1 Dolby Digital für Heimkinoklang, ist es derzeitig nicht möglich.

Sie haben ja bereits mit einem Tonstudio gesprochen, innerhalb der Produktion können natürlich die einzelnen Wohnbereiche individuell in der Lautstärke GEREGELT WERDEN: Aber dann wird der Ton am Ende auf zwei Kanäle (Stereo) zusammen gemischt oder als 5.1 Signal, aber dann sind die einzelnen Tonbereiche nicht mehr veränderbar.

Sie spreche an, dass man die Tonstudios und Filmproduzenten ansprechen sollte, nur ist das zunächst die falsche Adresse. Die TV-Sendeanstalten sind der entscheidende Faktor: würden diese die Tonbereiche „Sprache, Musik und Geräusche“ separat auf drei unterschiedlichen KNÄLWEN AUSSTARHLEN; KÖNNTE MAN MIT ENTSPRECHEND AUSGERÜSTETEN Fernsehgeräten auch individuell zu Hause die Lautstärke dieser drei Tonbereiche regeln. Würden die Sendeanstalten also diesen _Service bereitstellen, würden sich Tonstudios und Filmproduktionen auch darauf einstellen.

Nur …die Wahrscheinlichkeit, dass die Sendeanstalten diese so umsetzen ist gleich Null, denn der Aufwand wäre immens. Dazu kommt, das die Übertragung dieser separaten Tonkanäle auch die zu Verfügung stehende Bandbreite innerhalb der Übertragung der Sendungen erheblich beeinflussen würde, somit wären dann wieder Einschränkungen in der Bildqualität zu erwarten (bei HD Betrieb).

Leider können wir somit ihr Problem auch in absehbarer Zeit nicht lösen, dazu wären sehr große Veränderungen notwendig. Wir wollen nicht ausschließen, dass es vielleicht in ein oder zwei Jahrzehnten möglich sein wird, denn die demografische Veränderung zeigt für die Zukunft einen sehr hohen Anteil von älteren Menschen in Europa.

h). Antwort Tonstudio

Nobeo GmbH, 50354 Hürth, Kalscheurener Str. 89

Rene Steinbusch, Leiter Organisation / Head of Organisation Prokurist

Ihr angesprochener Sachverhalt ist für uns sehr gut nachvollziehbar. Leider ist es so, dass wir als technischer Dienstleister für TV-Shows weder Einfluss auf die unterschiedlichen Lautstärken haben noch die Menge der untermalenden Musik beeinflussen können. Wir sitzen zwar an den Reglern, doch ist der Soundmix im Verantwortungsbereich der "Kreativen". Der finale Sound entspricht somit exakt den Wünschen unserer Auftraggeber. Somit sehe ich den Ansatzpunkt für Sie bei den Produzenten und TV-Sendern.

Aus Sicht des technischen Dienstleisters kann ich Ihnen versichern, dass wir bei unseren TV-Shows die entsprechende EBU-Empfehlungen (z.B. Loudness R128) umsetzen.

i) Umsetzung der neuen Technik

Da ich kein Techniker bin, kann ich nur erwähnen, wie ich mir die Umsetzung vorstellen könnte. Die Hersteller von Fernsehgeräten müssten somit in neuen Geräten die Technik herstellen, bei der der Empfang auch über einen zusätzlichen Kanals mit Musik- und Geräuscheinblendungen möglich ist. Entsprechend müsste dann über die Fernbedienung die Möglichkeit bestehen, diese Musik- und Geräuscheinblendungen individuell zu verändern. 

j) Meinungsforschungsinstitut

Da Fernsehanstalten niemals tatsächlich Zahlen bekannt geben werden, wie viele Beschwerden hinsichtlich der zu lauten Musik- und Geräuscheinblendungen eingegangen sind, wäre es, falls notwendig angebracht, ein repräsentatives Umfrageergebnis von einem unabhängigen Meinungsforschungsinstitut einzuholen. Auftraggeber sollten keinesfalls ein Fernsehsender sein, sondern die Bundesregierung.

Äußerst wichtig sind m. E. dann auch die Fragestellungen. Ich könnte mir folgende Fragen vorstellen. Die Bewertung sollte nach Schulnoten 1 – 6 erfolgen.

Einleitung:

Als Grund für die Umfrage sollte erfragt werden, wie  die Fernsehzuschauer mit der Tonqualität von Fernsehfilmen und Unterhaltungssendungen zufrieden sind und insbesondere die Lautstärke der Musik- und Geräuscheinblendungen beurteilen.

Bitte beantworten Sie die Fragen nach dem System für Schulnoten (1 = sehr gut bis 6 = sehr schlecht)

Ich bin insgesamt mit der gesamten Tonqualität zufrieden 1 – 6


Die Musik- und Geräuscheinblendungen (auch Beifall klatschen)  empfinde ich als zu laut (1 = etwas zu laut bis 6 = viel zu laut) in
 
Liebesfilmen 1 – 6
Tatorte 1 - 6
Krimiserien 1 - 6
Quizshows 1 - 6
Castingshows 1 - 6
Krimiserien 1 - 6
Komödien 1 – 6
Live Shows (Beifall, Musik) 1 – 6
Wer wird Millionär 1 – 6
Würden Sie es wünschen, wenn Sie mit einer veränderten Technik am Fernsehen mit Betätigung der Fernsteuerung nur die Musik- und Geräuscheinblendungen gegenüber dem Dialog leiser stellen könnten, damit der Dialog dann besser verstanden werden kann? (Diese Frage sollte nur mit ja oder nein beantwortet werden).


Frage nach aktuellem Alter und Geschlecht.
 

k) Apell an Personen die zufrieden sind mit dem heutigen Zustand

Auch Sie möchte ich bitten, sich dieser Petition anzuschließen. Evtl. sind Sie noch relativ jung. Fragen Sie doch mal Ihr Eltern oder Großeltern, ob diese zufrieden sind. Irgendwann kommt die Zeit, in der Sie sich vielleicht an diese Petition erinnern, falls dieser Vorschlag nicht umgesetzt werden kann.

Die Fernsehanstalten werden ohne entsprechenden Druck auch in 50 Jahren keine Änderung vornehmen. Sie haben ja persönlich keine Nachteile mit dieser Veränderung, hätten aber bei Bedarf die Möglichkeit der getrennten Lautstärkenregelung.

l) Vielleicht die letzte Chance?

Durch meine Vorgehensweise liegen uns sehr wichtige Informationen vor. Die ehrlichen Antworten von Regisseuren haben mich sehr erfreut, weil dadurch betätigt wurde, dass die Fernsehanstalten letztendlich die Höhe der Lautstärke einseitig bestimmen. Die Mailadressen konnte ich bei den Verbänden der Regisseure unter den jeweiligen Namen der Regisseure ermitteln. Kurze Zeit später haben die Verbände die Mailadressen nicht mehr sichtbar gemacht. Sie verlangen, dass nicht Regisseure direkt angeschrieben werden, sondern nur noch über die Verbände. Die Schreiben werden dann angeblich an die Regisseure geleitet???

Auch die Stellungnahme des BR, wonach Langzeitstudien erstellt worden, sollten wahrscheinlich nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Davon gehe ich jedenfalls aus.

Wie sollte man somit zukünftig Änderung durchsetzen, wenn man noch nicht einmal an ehrliche Aussagen von Regisseuren und Fernsehanstalten gelangen kann?

Fazit

Meine Bitte an Sie wäre, sich an dieser Petition zu beteiligen, damit die seit Jahrzehnten überfälligen Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung für jede Altersgruppe umgesetzt werden. Es darf einfach nicht sein, dass wir im Zeitalter der selbstfahrenden Autos, Computer die ständig leistungsfähiger werden und wir  wahrscheinlich in Zukunft ohne die Hände einzusetzen mit unseren Gedanken schreiben können, jedoch bei der Qualität des Fernsehtons man seit 30  Jahren auf der Stelle tritt?  Warum können wir nicht die beste Tonqualität – Dialog und Musik – jedem Menschen unabhängig vom Alter bereitstellen?

Es geht m. E. nicht an erster Stelle um technische Probleme und Geld, sondern um Entschlossenheit zu Veränderungen.

Hier geht es auch um eine Verletzung der Grundrechte des Menschen (Artikel 3 des Grundgesetztes). Alle Altersgruppen haben das Recht, die Tonqualität zu haben, die auch für jüngere Menschen zur Verfügung gestellt wird.

Außerdem macht dieser miserabler Zustand psychisch krank.

 

Noch eine Riesenbitte !

Es wäre auch sehr, sehr wichtig, dass Sie versuchen, mindestens an 10 Personen im Freundes- und Bekanntenkreis meine (oder eine eigene) eMail mit dem Link (unten) und Ihrer Empfehlung weiterzuleiten. Um ein Mail weiterzuleiten, müsste das Fenster mit der rechten Maustaste geöffnet werden und dann auf "Weiterleiten" klicken. Für jede weitergeleitete eMail sage ich schon jetzt mein recht herzliches Dankeschön dafür.

Auch weitere Personen in Ihrem  Haushalt könnten meine Petition unterstützen. Wenn also PC, Laptop und Smartphone vorhanden sind, wären 3 Unterstützer möglich. Jedes Gerät hat eine eigene IP-Adresse. Es müssen dann auch verschiedene Mailadresen vorhanden sein.

Wenn Sie diese Petition auf Facebook veröffentlichen, können Ihre Freunde diese noch nicht sehen, erst wenn sie diese an einen Freund weiterleiten, hat er sie sichtbar auf seiner Seite. Mann kann auch bis zu 20 Freunde als Serie einfacher diese Petition übersenden.

Ich bin davon überzeugt, dass wir diese längst  überfällige Verbesserung der Qualität des Fernsehtons erreichen werden, wenn auch Sie dahinter stehen und auch andere Personen überzeugen.

Liebe Grüße 

Georg Pietrowski

Mit einem Klick auf diesen Link öffnet  sich meine Petition. Kopieren können Sie diesen Link, wenn Sie mit dem Curser von links oben nach links unten diesen Link markieren und dann kopieren. Es darf aber nicht ein Buchstabe fehlen.

https://www.change.org/p/pietrowski-musikeinblendungen-im-fernsehen-viel-zu-laut?recruiter=716323331&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=share_email_responsive

 

 



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