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Jakobskreuzkraut (senecio jacobea)
In den letzten Jahren ist es zu einer explosionsartigen
Massenvermehrung der stark giftigen Pflanze gekommen.
Alle auf Freiwilligkeit basierende Maßnahmen, haben die
Massenverbreitung der Pflanze nicht aufhalten können.
Pferde, Rinder, Schafe und Ziegen vergiften sich durch
die direkte Aufnahme der Pflanze oder durch verunreinigtes Futter.
(www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau/gruenland/jakobskreuzkraut.htm)
Die in der Pflanze enthaltenden Gifte (Pyrrolizidinalkaloide), können über Lebensmittel auch in die menschliche Nahrungskette gelangen. (www.bfr.bund.de, Fragen u. Antworten zu PA in Lebensmitteln). In anderen europäischen Staaten, wie z.B. Großbritannien, Irland und der
Schweiz wird bereits gehandelt. Dort gibt es gesetzliche Bekämpfungsgebote!
Hinweise zur nachhaltigen Bekämpfung, angepasst an die Flächennutzung, können beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (www.llur.schleswig.holstein.de “Umgang mit Jakobskreuzkraut “ Meiden – Dulden - Bekämpfen ) eingeholt werden.
Wir fordern für das giftige Jakobskreuzkraut
ein Melde– und Bekämpfungsgebot um die Pflanze auf ein verträgliches Maß zu reduzieren, damit nicht noch mehr Tiere folgenden schrecklichen Tod sterben müssen:
Oft schon habe ich über dieses Thema geschrieben. Immer wieder denke ich, dass jetzt doch endlich jemand der es liest wach wird und nicht auf irgendwelchen Sprüchen herumeiert. Ein zuständiger Mensch, der dieses tödliche Unkraut ernst nimmt, es aus unserer Tierhaltung verbannt. Ich kann schon gar nicht mehr sagen, wieviel Stunden ich recherchiert habe, um eine Antwort, eine Lösung zu finden.
Das Pflanzenschutzamt in Schleswig beantwortete mir die Frage - woher stammt denn dieses Kraut eigentlich. Es ist so modern als Giftpflanze, dass es noch nicht mal in allen Lehrbüchern steht - folgendermaßen:
Es ist doch ein wunderhübsches Pflänzchen, die Saat war mal beigefügt in der Straßenrandbegrünung. Aber wir haben es schon wieder herausgenommen … Warum wohl?
Aha, jetzt wissen wir also, dass unsere Tiere aus Hübschigkeitsgründen elendig verrecken. Und: “Ach”, wusste die Dame noch zu berichten, “So schlimm kann es ja gar nicht sein, es dauert sehr lange, bis aus dem getrockneten Heu die letale Dosis erreicht ist!” Mir schien, sie wusste nicht wirklich um die Giftigkeit und wie das elendige Zeug funktioniert. Es lagert sich, einmal gefressen, in der Leber und in den Fettzellen ab und kann nicht abgebaut werden. Es gibt kein Enzym, dass es spaltet, entfernt, unschädlich macht. Es bleibt! Und zwar so lange, bis der tödliche Spiegel um Körper erreicht wird. Dann zeigt das Gift seine volle Wirkung. Gut zu wissen ist auch noch, dass die Tiere es bei Bodenfrost, im Schnee, im Heu und im Silo nicht als giftig erkennen und es dann doch fressen. Alles an der Pflanze ist giftig. Von der Wurzel über die Stiele und Blätter bis zur Blüte und der Saat.
Bei Erreichen der tödlichen Dosis geschieht Folgendes: Das Pferd bekommt Bauchweh - zuerst denkt man an Kolik. Wir haben es selbst erlebt! Der Tierarzt kam damals zu unserer Stute Denara. Er fand krampfhafte Bauchschmerzen vor und spritzte ein Schmerzmittel. Wir warteten ab. Bei der nächsten Schmerzmittelgabe nahm er Blut ab und prüfte die Leberwerte. Sie waren stark erhöht. Der Verfall unserer Stute nahm in großen Schritten seinen Lauf. Sie fraß nicht mehr, trank nichts, wälzte sich, trocknet ein, entkräftet total. Das ganze dauerte bis zu diesem Zeitpunkt 48 Stunden. Inzwischen stiegen die Leberwerte aufs Tausendfache. Das ist entsetzlich findet Ihr? Nein, das Entsetzliche kam erst noch. Jetzt war nämlich der Zeitpunkt erreicht, an dem das Schmerzmittel - egal welches - nicht mehr wirkte. Die Organe des Tieres versagten, die Leber war bereits zerstört, Denara vor Schmerzen wahnsinnig. Einschläfern, jetzt, sofort. Aber auch das gestaltete sich schwierig. Ich war dabei, als sie erlöst werden sollte. Sie bekam das Euthanasiemittel injiziert, ich nahm ihr das Halfter ab damit sie frei, so wie sie geboren wurde, sterben konnte. Doch sie fiel nicht. Nein. Sie schleppte sich - Schritt für Schritt über das Gras in unsere Strohscheune und begann zu fressen. Erst acht Minuten später brach sie zusammen. Blut lief aus ihren Körperöffnungen und das Entsetzen um diesen dramatischen Tod löste ein Meer der Tränen aus. Trauer um das geliebte Tier.
Ein einziges Kilo einer frischen Pflanze tötet ein Pferd, eine Kuh, ein Zebra ….. Ziegen und Schafe vertragen ein wenig mehr. Menschen? Viel weniger. Es gibt keine Hilfe gegen die Vergiftung. Es laufen Untersuchungen und Forschungen, das sagte mir ein Arzneihersteller, der sich mit Medikamenten zur Leberreinigung beschäftigt ...



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