Valsartan-Skandal: Krebserregende Stoffe in Medikamenten verhindern!

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Im Sommer 2018 habe ich per Zufall erfahren, dass das von mir seit Mitte 2015 eingenommene Blutdruckmedikament Valsartan plus, vertrieben von einer Generika-Arzneimittelfirma, seit 2012 mit einem oder mehreren potentiell krebserregenden Stoffen verunreinigt ist. Der Wirkstoff wurde in China produziert.

Mein Internist und mein Kardiologe wussten beide von dieser Problematik, hatten aber auch keine weiteren Informationen. In dieser Situation fühlte ich mich verunsichert und begann selbst zu recherchieren. Dabei stellte sich heraus, dass nicht nur das von mir eingenommene Medikament, sondern auch die von vielen anderen Generikafirmen vertriebenen Valsartan-Präparate verunreinigt sind. (z.B. weiteres Blutdruckmittel mit Wirkstoff „Irbesartan“ aus indischer Produktion)

Sämtliche staatlichen Kontrollen zur Verhinderung dieses Skandals haben versagt! In Deutschland sind ca. 900 000 Menschen betroffen. Die Bedingungen, unter denen Wirkstoffe von Medikamenten in China und Indien produziert werden, entsprechen oft nicht europäischen Standards. Mittlerweile sind erste Klagen gegen Arzneimittelhersteller eingereicht. Kein Patient, kein Arzt und kein Apotheker ist heute in der Lage, anhand der Verpackung eines Medikaments festzustellen, wo die Wirk- und Zusatzstoffe eines Medikaments produziert werden. Damit entfällt aber auch jegliche Möglichkeit, eine Auswahl nach Qualitätskriterien vorzunehmen. Ausschlaggebend für die Auswahl des Medikaments ist ausschließlich der Preis.

Ich bin noch immer schockiert über diese Verhältnisse und habe deshalb diese Petition gestartet. Ich fordere den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf, sich für eine qualitätsorientierte medikamentöse Versorgung einzusetzen.

  • Dies ist möglich durch eine verschärfte Deklarationspflicht, indem alle Arzneimittelfirmen auf der Verpackung angeben müssen, durch welche Firma aus welchem Land Wirk- und Zusatzstoffe produziert wurden. Jeder Patient sollte anhand dieser Angaben die Möglichkeit haben zu entscheiden, von welchem Hersteller er sich sein Medikament verschreiben lässt. Die vom Bundesgesundheitsminister geplante Reform geht zwar in die richtige Richtung, überlässt das Spielfeld aber nach wie vor den Krankenkassen und der Industrie.
  • Außerdem sind zwingende regelmäßige staatliche Kontrollen der Produktionsstätten und die Einführung eines staatlichen Prüfsiegels zu fordern. Jedes Auto muss alle 2 Jahre zum TÜV. Medikamente nicht!

Ziel dieser Petition ist es, eine breite öffentliche Diskussion über die Arzneimittelsicherheit in Deutschland zu starten und eine Änderung der aktuellen Gesetzgebung zu erwirken. 

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  1. „Die Welt“ vom 14.09.2018 https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/article181527394/Riesige-Giftkueche.html
  2. Die Täuschung in der Packungsbeilage“ ARD vom 06.05.2017 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/intransparenz-medikamente-101.html
  3. http://mediathek.daserste.de/FAKT/FAKT/Video?bcastId=310854&documentId=57923040
  4. Deutsches Ärzteblatt Heft 47 vom 23.11.2018 S A2156ff