Für eine qualitätsorientierte medikamentöse Versorgung.

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Worum geht es?
Mit Entsetzen habe ich erfahren, dass das Blutdruckmedikament Valsartan, vertrieben von verschiedenen Generika-Arzneimittelfirmen, seit 2012 mit einem oder mehreren potentiell krebserregenden Stoffen verunreinigt war. Der Wirkstoff wurde in China produziert.[1]
Sämtliche staatliche Kontrollen zur Verhinderung dieses Skandals haben versagt! In Deutschland sind ca. 900 000 Menschen betroffen. Aber auch die Bedingungen, unter denen Wirkstoffe von Medikamenten in China und Indien produziert werden, entsprechen oft nicht europäischen Standards.[2]Mittlerweile sind erste Klagen gegen Arzneimittelhersteller eingereicht.[3]Kein Patient, kein Arzt und kein Apotheker ist heute in der Lage, anhand der Verpackung eines Medikaments festzustellen, wo die Wirk- und Zusatzstoffe eines Medikaments produziert werden. Damit entfällt aber auch jegliche Möglichkeit, eine Auswahl nach Qualitätskriterien vorzunehmen. Ausschlaggebend für die Auswahl des Medikaments ist ausschließlich der Preis. Durch die Möglichkeit der Pharmaindustrie, Medikamente im Ausland, überwiegend in China und Indien, billig produzieren zu können, sind offensichtlich wichtige Qualitätsstandards verlorengegangen.
 
Dabei achten wir zum Beispiel beim Kauf von Lebensmitteln auf deren Herkunft. Wurde die Milch tatsächlich durch die angegebene Molkerei verarbeitet oder wurde diese dort nur abgefüllt? Stammt das Ei aus der Käfighaltung oder aus Freilandhaltung? Stammt der Kaffee aus fairer Produktion? Dies sind Fragen, die wir uns täglich bei Lebensmitteln berechtigterweise stellen. Und das soll bei Medikamenten keine Rolle spielen?
 
Was ist zu tun?
Zu fordern sind eine Transparenz hinsichtlich der Produktion/Vertriebswege und zwingend regelmäßige staatliche Kontrollen!
 
Dies ist möglich durch eine verschärfte Deklarationspflicht, indem alle Arzneimittelfirmen auf der Verpackung angeben müssen, durch welche Firma aus welchem Land Wirk- und Zusatzstoffe produziert wurden. Jeder Patient sollte anhand dieser Angaben die Möglichkeit haben zu entscheiden, von welchem Hersteller er sich sein Medikament verschreiben lässt. Ich sehe dies als wichtiges Ziel an, dem sich auch die behandelnden Ärzte und Apotheker sicherlich nicht verschließen werden. Die vom Gesundheitsminister geplante Reform geht zwar in die richtige Richtung, überlässt das Spielfeld aber nach wie vor den Krankenkassen und der Industrie[4]. Zu fordern sind zwingende regelmäßige staatliche Kontrollen der Produktionsstätten und die Einführung eines staatlichen Prüfsiegels. Jedes Auto muss alle 2 Jahre zum TÜV. Medikamente nicht!
 
Ziel dieser Petition ist es, eine breite öffentliche Diskussion über die Arzneimittelsicherheit in Deutschland zu starten und eine Änderung der aktuellen Gesetzgebung über den Petitionsausschuss des Bundestags zu erwirken.
 
 P.S. Soeben erfahre ich, dass ein weiteres Blutdruckmittel, diesmal mit dem Wirkstoff Irbesartan aus indischer Produktion, mit einem krebserregenden Stoff verunreinigt ist. Zeit zum Handeln!


[1]„Die Welt“ vom 14.09.2018 https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/article181527394/Riesige-Giftkueche.html
[2]Die Täuschung in der Packungsbeilage“ ARD vom 06.05.2017 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/intransparenz-medikamente-101.html
[3]http://mediathek.daserste.de/FAKT/FAKT/Video?bcastId=310854&documentId=57923040
[4]Deutsches Ärzteblatt Heft 47 vom 23.11.2018 S A2156ff



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