Bitte geben sie VandaRose eine Zukunft.

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Unser einziger Wunsch ist, hier bleiben zu dürfen, damit unsere Tochter eine Chance für ihre Zukunft bekommt.

Niki und Masoud Ahmadi sind in einer verzweifelten Lage. Masoud Ahmadi hat einen Universitätsabschluss als Buchhalter, spricht schon recht gut Deutsch, seine Frau Niki ist Lehrerin für Englisch und Französisch. Die Familie stammt aus Teheran im Iran und sie hat fünfjährige Zwillinge, die zu früh geboren wurden.

VandaRose leidet seit ihrer Geburt an spastischer tetraplegischer Zerebralparese. Außerdem „war sie von den 'Frühförderprozessen' im Iran, die Therapie mit Druck bedeuten, sehr traumatisiert,“ so ihre deutsche Therapeutin. Mit einem Visum für 90 Tage reiste Familie Ahmadi im Januar 2017 nach Überlingen, um eine aus den USA stammende Therapie zu erhalten. In die USA konnten sie nicht einreisen, da für den Iran und weitere vier islamische Länder ein Einreiseverbot besteht. In Deutschland gibt es Therapeuten, die mit dieser Methode arbeiten. VandaRose machte erhebliche Fortschritte.

Doch nachdem das Visum abgelaufen und die Familie wieder nach Teheran zurückgekehrt war, verweigerten die iranischen Behörden eine erneute Ausreise. Mit einer Zeitverzögerung von nahezu einem Jahr flog die Familie im Januar 2018 nach Finnland. „Ich hatte einen Termin mit einem Kunden vereinbart, der dann leider ausgefallen ist,“ so Masoud Ahmadi. „Wir waren nur einen Tag in Finnland.“ Die Familie reiste weiter nach Überlingen. Im April 2018 konnte dort die Therapie erfolgreich fortgesetzt werden.

Aus politischen Gründen kann die Familie nicht in den Iran zurückkehren und so hat sie Asyl in Deutschland beantragt. Da jedoch die Einreise über Finnland erfolgte, hat das Verwaltungsgericht Sigmaringen wegen der Abschiebungsanordnung „Dublin“ die Rückführung der Familie nach Finnland beschlossen. In Finnland gibt es aber keine entsprechende Behandlungsmethode für VandaRose.

Obwohl ein Anwalt eingeschaltet wurde und der Kinderarzt sowie die Therapeutin in einem Attest bestätigt haben, dass eine Beendigung der Therapie bei VandaRose eine gefährliche Depression auslösen kann, bekommt Familie Ahmadi keine Chance, in Deutschland bleiben zu dürfen. „Depressive Menschen gehen hilflos und passiv durchs Leben, 10.000 vollenden jährlich einen Selbstmord,“ so Prof. Dr. Sabine Herpertz vom Universitätsklinikum Heidelberg in einem Interview.

Dass es sich bei Familie Ahmadi um ein Einzelschicksal handelt und dass viele Menschen, die Asyl suchen, verzweifelt sind, ist richtig. Aber es geht hier um die Zukunft eines fünfjährigen Mädchens und Niki und Masoud haben immer noch einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass es eine andere Lösung als Abschiebung geben könnte.

Zur Lage im Iran:

Quelle: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)

Der Iran ist ein undemokratischer Staat, der Menschenrechte missachtet. Religiöser Faschismus bekommt das Land mehr und mehr in seinen Griff. Das Regime toleriert keine religiösen oder ethnischen Minderheiten, keine religiöse oder ethnische Pluralität im Iran. Es wird ein Iran angestrebt, der Nord-Korea gleicht in Uniformität, wo es keine abweichende Meinung geben darf, geschweige denn politische Vielfalt. Jeder Bürger soll sich der Führung von Ali Khamenei beugen, nicht nur als gehorsamer Untertan, sondern als inbrünstiger Anhänger. Die Ideologen des Regimes wollen Ali Khamenei zum Imam erheben, einem absoluten religiösen Führer. In diesem faschistischen System bleibt kein Raum für andere Weltanschauungen, andere Meinungen oder andere Religionen. Es drohen willkürliche Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse, lange Gefängnisaufenthalte mit Misshandlungen und Hinrichtungen.