Umkehr der Beweislast für Behandlungsfehler

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Persönlich kämpfe ich, wie sehr viele unserer Bürger, insbesondere aber ehemalige, geschädigte Patienten, um die Anerkennung eines ärztlich verursachten Behandlungsfehlers. Ich stelle die Frage, wie soll ich, als ein zu 100 % behinderter Mensch, mit dem besonderen Merkmal "G", dem Pflegerad 4, seitdem an einer posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) leidend, einen sehr aufwendigen, der Depressionen fördernden Kampf um den Nachweis eines Behandlungsfehlers erbringen und führen? Um noch deutlicher die Notwendigkeit der zeitnahen Umkehr der Beweislast für Behandlungsfehler hervorzuheben, ergänzend folgende Tatsachen.
Innerhalb von zwei Jahren im zu verhandelnden medizinischen Zeitraum, meine Hölle in 82 Tagen auf einer ITS, anfänglich 22 OP’s und Eingriffe und durchlebte ich 17 lebensbedrohliche Situationen. In Folge wurden zur Rettung meines Lebens und zur Wiederherstellung der Funktionen von Organen (Anus Praeter, zwei Harnleiterhautfisteln mit Schienen), in einer anderen Klinik, weitere 20 OP’s und Eingriffe, mit mindestens einer lebensbedrohlichen Situation, ausgeführt.
In dieser Lebenssituation kann ich, ohne meine Gesundheit in ihrer Instabilität noch weiter zu schädigen, einen durchaus anspruchsvollen, psychisch wie physisch bis an die Grenzen gehenden Kampf für die Gerechtigkeit der Anerkennung eines Behandlungsfehlers, nicht führen. Ich bin glücklich verheiratet. Meine Frau war in dieser gesamten Zeit stets an meinem Krankenbett. Jetzt pflegt sie mich. 

So, wie ich meinen Fall geschildert habe, so müssen sehr viele Mitleidende um ein Recht kämpfen, welches Sie durch die Anerkennung dieser Pedition und somit das Gesetz einer Änderung unterziehen. Die Umkehr der Beweislast bei Behandlungsfehlern wäre ein Erfolg und ein positives Signal unserer Rechtsstaatlichkeit.

Ich bedanke mich bereits im voraus im Namen der Unterzeichnenden und der vielen um ihr Recht kämpfenden Menschen.

Wolfgang W. Ladewig