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Petition FÜR eine lebensbejahende Weinproduktion GEGEN Zwangsspritzungen

Petition für eine selbstbestimmte, lebensbejahende, enkeltaugliche Weinproduktion, gegen die behördliche Verordnung von Zwangsspritzungen z.B der Amerikanischen Rebzikade

ZUM NACHSCHAUEN - DER REPORT vom 31.5.2016
"Gegen Gift im Weinbau" - Triebaumers auf den Barrikaden!
https://youtu.be/HIGBbNEPhIE

Das Ende der Demokratie ist gekommen, wenn die Industrie ein Problem selbst definiert und gleich die Lösung dazu anbietet, um sie alsdann gesetzlich zu verankern.
Vandana Shiva

Mit der Verordnung von Zwangsspritzungen hat eine völlig neue Ära der Abzocke und Entmündigung der Bevölkerung durch Konzerne und ihre Institutionen begonnen. „Unsere“ Vertreter würden so nicht agieren.

Wir sind an einen Punkt angekommen, wo man entweder nicht darf oder muss und das wird jeweils durch eine Scheuklappen -Expertokratie willkürlich festgelegt und als alternativlos dargestellt. Experten wissen fast alles von fast nichts. Die kreativen, vielfältigen und differenzierten Lösungsansätze die wir für eine Welt im Wandel brauchen wird man so nichtbekommen. Mit Demokratie, Selbstverantwortung und Handlungsfreiheit hat das nichts zu tun. Ein solches Leben ist geprägt von Angst und unerträglichen Abhängigkeiten, es ist eines Menschen unwürdig.

Wir werfen den zuständigen österreichischen Behörden Untätigkeit vor. Seitdem national und international besetzten Vortrag mit den Referenten Ing. Josef Finster, Univ Prof. Dr. Helmut Redl, Ing. FH Christian Linder und DI Florian Sinn des RWB im Jahre 2011 zum Thema der Rebzikaden wussten die Verantwortlichen um die ausländischen Erfahrungen und Vorgehensweisen:

1. Die Heißwasserbehandlung der Pflanzreben um ein Einschleppen und Verbreiten von Flavescence doree zu verhindern deren Vektor die Zikade ist.

2. Schulung der Weinbauernschaft in Sachen Symptomatik und phythosanitärer Maßnahmen in den Weingärten durch Entfernen und Verbrennen von befallenen Stöcken.

3. Erst als letzter Ausweg, kleinflächige Spritzungen mitspezifischen Wirkstoffen rund um Befallsherde, wo Zikaden und FD gemeinsam vorkommen. Selbst in diesem Fall muss es eine Schadschwelle geben, man kann nicht 250 ha wegen 16 Zikaden mit Insektizid behandeln, das wäre mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Die einzige Stoßrichtung, die wir bis jetzt bei den offiziellen Stellen beobachten konnten, ist die Vorbereitung von immer währenden großflächigen Zwangsspritzungen, wobei das erprobte Mittel der Wahl erst jetzt langsam in der Diskussion auftaucht, und die Weinbauern in diese Diskussion nichteingebunden werden.

Der Marschbefehl dazu wird letztendlich vom verlängerten Arm der Industriegegeben. Die Alarmglocken müssen läuten, wenn die Gewaltenteilung vollkommen fehlt und die gleichen Institutionen die das Monitoring durchführen, die Entscheidungen treffen und den Kriegszustand mit der chemischen Keule verhängen. Wie diese Leute befangen sind, kann sich jeder auf der Internetseite ÖAIP Österr. Arbeitsgemeinschaft integrierter Pflanzenschutz, die eine Plattform für die IGP Industriegruppe Pflanzenschutz ist, ansehen.

Nicht Insektizide, sondern genau der Verzicht darauf und die darauffolgende Nützlingsförderung stellt die dauerhafte und kostengünstige Lösung unserer Probleme dar. Nicht Sterilität und Monokultur sondern vielfältige, strukturierte Landschaften und überquellendes Leben, ist der bewährte Ansatz der Natur.

 

WIR RUSTER WEINBAUERN haben das empirisch bewiesen, indem wir seit 11Jahren gemeinschaftlich auf Insektizide verzichten, und seitdem keine Probleme mit tierischen Schädlingen mehr haben. Unsere mit verschiedenen Biotoptypen durchzogene Landschaft ist besetzt mit unspezifischen Fressfeinden und Nahrungskonkurrenten, das beweisen die niedrigen Fangzahlen der Amerikanischen Rebzikade Scaphoideus titanus in den letzten Jahren. Dadurch entging der Industrie min. 800.000 Euro an Umsatz, so wird deutlich warum der Druck so hoch ist. Dieses Gleichgewicht werden wir uns jetzt nicht zerstören lassen, durch den befohlenen Einsatz von Insektiziden, deren Schwächen und Nebenwirkungen bewusst ignoriert oder falsch dargestellt werden.

Bis jetzt konnten noch nie Neobiota an ihrer Verbreitung gehindert werden. Eine historische Auflistung fehlgeschlagener Versuche, samt ihrer katastrophalen Nebenwirkungen findet man bei Rachel Carson in ihrem legendären Werk „Der Stumme Frühling“ von 1962. Die Instabilisierung ökologisch ausgeglichener Landschaften durch Chemieeinsätze setzt sich in unzähligen Beispielen bis in unsere Zeit fort.

Auch bei uns gelang es nicht die Reblaus, Kastanienminiermotte, Buchsbaumzünsler oder in letzter Zeit den Maiswurzelbohrer aufzuhalten. Der verlorene Kampf dagegen kostete wie allgemein bekannt dem Großteil unserer Bienen das Leben, um den Maiswurzelbohrer jetzt als einheimisch zu erklären und ihm mit der Jahrtausende alten Tradition des Fruchtwechsels zu begegnen.

Die Aussterberate von Tieren und Pflanzen hat sich seit Beginn des Anthropozän ver-1000 facht und ist somit unser größtes Ressourcenproblem. Die dargelegte Argumentation wird Jeden davon überzeugt haben, dass es sich hier um ein Geschäftsmodell der Zerstörungsindustrie handelt.

Durch die Zwangsspritzung offenbart sich die strukturelle Gewalt des Unrechtsystems. Mit der Dezimierung der Gegenspieler wird eine Epidemie erst ermöglicht. Die obligatorischen Folgen dieses stereotypen Machbarkeitswahns müssen wir Bauern dann wieder alleine tragen.

Gegen dieses Unrecht wird Widerstand zur Pflicht. Wir richten uns nach dem kategorischen Imperativ von Immanuel Kant und bauen an einer Welt, die das Schöne und Gute befördert und das Gemeinwohl über Partikularinteressen und Sachzwänge stellt.

Die Definition von Wahnsinn ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen das sich etwas ändert.
A. Einstein

Rust am 30.3.2016           Herbert Triebaumer

 

This petition was delivered to:
  • Bundesminister für Land-, Forst-, Umwelt und Wasserwirtschaft
    Andrä Rupprechter
  • Landesrätin
    Verena Dunst


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