Teilerlass der Ertragsteuern für 2019 als Soforthilfe für Unternehmen in Corona-Not!

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Sehr geehrte Damen und Herren,

es wird sehr viel über das gesundheitliche Ausmaß des Corona-Virus berichtet, was sehr, sehr wichtig ist.

Als Steuerberater habe ich selbst sehr viel mit Menschen zu tun und wir haben uns wie viele andere Unternehmen auch, insbesondere darum gekümmert, dass Hygienevorschriften am Arbeitsplatz eingehalten und Heimarbeitsplätze eingerichtet werden.

Jetzt erreicht uns jedoch eine neue Welle an Aufgaben, die nicht nur uns Sorgen bereitet. In unserer Mandantschaft und im ganzen Land gibt es sehr viele Unternehmen, die durch das Corona-Virus insolvenzgefährdet sind, bzw. die vor schweren wirtschaftlichen Problemen stehen oder sie bereits haben. Deshalb beschäftige ich mich jetzt mit Stundungsanträgen und sehr kurzfristig mit Anpassungen der Steuervorauszahlungen.

In den Medien wird berichtet, dass die Gesellschaft zusammenhalten soll und gemeinsam auf Veranstaltungen verzichten und die Kinder nicht in den Kindergarten bzw. in die Schule schicken sollen. Das ist das Worst-Case-Szenario für Unternehmen. Es gibt sicherlich keine Alternative dafür, aber ……

Wo fängt der Zusammenhalt an und wo hört er auf?

Warum wird nicht oder nur marginal darüber berichtet, dass viele Unternehmer in große Not geraten und die entgangene Arbeitszeit / Umsätze / Deckungsbeiträge bis zum Ende des Jahres nicht mehr aufholen können? Der wirtschaftliche Verlust muss von der Gesellschaft massiv mitgetragen werden, sonst droht eine katastrophale Insolvenzwelle und neue Arbeitslosigkeit bei einer sich anbahnenden Rezession. In guten Zeiten erhält der Staat hohe Steuereinnahmen. Das war in den letzten Jahren der Fall. Es wurden Überschüsse erzielt. In diesem Jahr, in einer sehr schlechten Phase muss etwas zurückfließen. Die Regelung hinsichtlich der Kurzarbeit und der kurzfristigen Kredite ist ein Anfang, jedoch löst es das wesentliche Problem nicht. Viele Unternehmer werden diese Kredite ohne Hilfe nie zurückzahlen können.

Es wird vielen Unternehmern auch nicht helfen, wenn temporär die Steuersätze für die Einkommensteuer und Körperschaftsteuer gesenkt werden, weil die Besteuerungsgrundlagen, die Gewinne in diesem Jahr ausbleiben werden. Ohne Überschüsse, kann es keine Steuerzahlungen geben. Deshalb hilft auch keine temporäre Steuersatzsenkung.

Mein Vorschlag zur Verringerung des Problems:

Der Staat sollte als Soforthilfe auf einen Teil der Einkommen- und Körperschaftsteuer 2019 verzichten (nicht stunden) und sie an die bedürftigen Unternehmen als Soforthilfe auszahlen (insbesondere Gastronomie, Veranstaltungs- und Hotelbranche). Das kann je nach Unternehmensgröße gestaffelt sein, aber es muss so schnell wie nur möglich erfolgen.

Kredite der Regierung helfen nur bedingt, die Gesellschaft muss sich am Schaden beteiligen. Denn momentan wird die finanzielle Hauptlast nur durch die Unternehmen getragen.

Bitte unterschreiben und teilen Sie diese Petition, wenn Sie verstanden haben, dass unsere gemeinsame Zukunft, die Arbeitsplätze, künftige Steuereinnahmen und die Infrastruktur von dem Erhalt der Unternehmen abhängig sind. Herzlichen Dank.

Mit herzlichen Grüßen

Otto Schulz
Steuerberater aus Potsdam