

Patriarchale Gewalt bekämpfen - Forderungen an die Uni Freiburg


Patriarchale Gewalt bekämpfen - Forderungen an die Uni Freiburg
Das Problem
Über 800 Frauen wurden über Jahre hinweg durch einen Uni-Mitarbeiter gefilmt.
Nun wurde der Täter verurteilt. In diesem Urteil, aber auch im gesamten Prozess, ergibt sich für uns jedoch viel mehr das Bild des Täterschutzes als des Betroffenenschutzes.
Betroffene wurden trotz explizitem Wunsch teils gar nicht oder nicht ausreichend in den Prozess einbezogen, der Richter nutze absurde Argumente, um die Taten herunterzuspielen.
Und auch die Rolle der Uni lässt bei uns Fragen offen.
Betroffene berichten davon, abgewiesen zu werden, aus „Datenschutzgründen“ nichts über den Täter erfahren zu dürfen und für eine Teilhabe am Prozess bzw. beständige psychologische Unterstützung selbst kämpfen zu müssen.
Wir fordern von der Uni eine externe Aufklärung über den Fall und die Schaffung von Gremien, die das Patriarchat bekämpfen – dem Inhalt nach und auch in Taten.
Dazu braucht es konsequente Standpunkte, die Betroffene stärken:
Wir fordern, dass die Uni die Realität des Patriarchats anerkennt – d.h. sich dazu bekennt, dass (sexualisierte) Übergriffe durch Männer keine Einzelfälle sind und Frauen in jedem Lebensbereich systematisch davon betroffen sind. Ausgehend davon, muss die Uni parteiisch auf der Seite der Betroffenen Personen stehen und Vorwürfen zu patriarchalen Übergriffen glauben.
Im Fall um M. Wenzel, fordern wir eine transparente Aufklärung über Gelder, die die Uni nach Erhalt der Vorwürfe an ihn gezahlt hat. Wir fordern auch eine externe Aufklärung darüber, welche weiteren Maßnahmen im Zeitraum nach Erhalt der Vorwürfe bis heute getroffen wurden, um Betroffene zu unterstützen bzw. zu schützen und inwieweit diese wirksam waren. Wir fordern von der Uni die lückenlose Aufklärung darüber, wo M. Wenzel wann gearbeitet hat. Wir fordern außerdem, dass die Uni eine Ansprechstelle einrichtet, die potentiell Betroffenen Frauen dabei unterstützt, herauszufinden, ob sie betroffen sind.
Wir fordern ein öffentliches Statement zur Unfähigkeit des Staates, die Betroffenen zu schützen und eine eigene ausführliche Selbstkritik.
Wir fordern, dass ein Gremium geschaffen wird, das sich ernsthaft mit Fällen patriarchaler Übergriffe auseinandersetzt. Dieses muss Anlaufstelle für Betroffene sein und nach den obigen Grundsätzen handeln. Es muss Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Betroffenen schaffen, sofern das gewünscht wird.Bei der allgemeinen Gestaltung der Arbeit des Gremiums müssen Beschäftigte und Studierende der Uni Freiburg beteiligt sein.
Durch die Uni müssen offene inhaltliche Seminare zum Thema patriarchale Gewalt organisiert werden. Hierbei sollen Betroffene gestärkt werden, das Bewusstsein über das Patriarchat erhöht, sowie die Möglichkeit geboten werden, das eigene Gewaltschutzkonzept, unter Einbeziehung der Studierenden und Beschäftigte, ständig weiterzuentwickeln. Die genannten Seminare müssen sich insbesondere an Männer richten, mit dem Ziel patriarchales Verhalten im Keim zu ersticken.
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Das Problem
Über 800 Frauen wurden über Jahre hinweg durch einen Uni-Mitarbeiter gefilmt.
Nun wurde der Täter verurteilt. In diesem Urteil, aber auch im gesamten Prozess, ergibt sich für uns jedoch viel mehr das Bild des Täterschutzes als des Betroffenenschutzes.
Betroffene wurden trotz explizitem Wunsch teils gar nicht oder nicht ausreichend in den Prozess einbezogen, der Richter nutze absurde Argumente, um die Taten herunterzuspielen.
Und auch die Rolle der Uni lässt bei uns Fragen offen.
Betroffene berichten davon, abgewiesen zu werden, aus „Datenschutzgründen“ nichts über den Täter erfahren zu dürfen und für eine Teilhabe am Prozess bzw. beständige psychologische Unterstützung selbst kämpfen zu müssen.
Wir fordern von der Uni eine externe Aufklärung über den Fall und die Schaffung von Gremien, die das Patriarchat bekämpfen – dem Inhalt nach und auch in Taten.
Dazu braucht es konsequente Standpunkte, die Betroffene stärken:
Wir fordern, dass die Uni die Realität des Patriarchats anerkennt – d.h. sich dazu bekennt, dass (sexualisierte) Übergriffe durch Männer keine Einzelfälle sind und Frauen in jedem Lebensbereich systematisch davon betroffen sind. Ausgehend davon, muss die Uni parteiisch auf der Seite der Betroffenen Personen stehen und Vorwürfen zu patriarchalen Übergriffen glauben.
Im Fall um M. Wenzel, fordern wir eine transparente Aufklärung über Gelder, die die Uni nach Erhalt der Vorwürfe an ihn gezahlt hat. Wir fordern auch eine externe Aufklärung darüber, welche weiteren Maßnahmen im Zeitraum nach Erhalt der Vorwürfe bis heute getroffen wurden, um Betroffene zu unterstützen bzw. zu schützen und inwieweit diese wirksam waren. Wir fordern von der Uni die lückenlose Aufklärung darüber, wo M. Wenzel wann gearbeitet hat. Wir fordern außerdem, dass die Uni eine Ansprechstelle einrichtet, die potentiell Betroffenen Frauen dabei unterstützt, herauszufinden, ob sie betroffen sind.
Wir fordern ein öffentliches Statement zur Unfähigkeit des Staates, die Betroffenen zu schützen und eine eigene ausführliche Selbstkritik.
Wir fordern, dass ein Gremium geschaffen wird, das sich ernsthaft mit Fällen patriarchaler Übergriffe auseinandersetzt. Dieses muss Anlaufstelle für Betroffene sein und nach den obigen Grundsätzen handeln. Es muss Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Betroffenen schaffen, sofern das gewünscht wird.Bei der allgemeinen Gestaltung der Arbeit des Gremiums müssen Beschäftigte und Studierende der Uni Freiburg beteiligt sein.
Durch die Uni müssen offene inhaltliche Seminare zum Thema patriarchale Gewalt organisiert werden. Hierbei sollen Betroffene gestärkt werden, das Bewusstsein über das Patriarchat erhöht, sowie die Möglichkeit geboten werden, das eigene Gewaltschutzkonzept, unter Einbeziehung der Studierenden und Beschäftigte, ständig weiterzuentwickeln. Die genannten Seminare müssen sich insbesondere an Männer richten, mit dem Ziel patriarchales Verhalten im Keim zu ersticken.
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Petition am 23. März 2026 erstellt