Grundrente 1300 € ab sofort keine unmenschliche Altersarmut mit Grundsicherung

Es wäre wirklich ein Wunder gewesen, wenn diese Regierung eine gerechte Grundrente geschaffen hätte.
Grundrenten-Kompromiss mit Einkommensprüfung vom 11.11.2019 bedeutet: „Viele gucken in die Röhre“ !Die GroKo hat sich endlich auf einen Kompromiss bei der Grundrente geeinigt. Doch viele Ostdeutsche und auch Westdeutsche– gerade Frauen - kommen nicht in den Genuss einer höheren Rente. Auf Grund ihrer gebrochenen Erwerbsbiografien kommen sie oft nicht auf die notwendigen 35 Berufsjahre.
Und außerdem besteht noch viel Infobedarf bei der Grundrente!

Jeder, der 35 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat und trotzdem zu wenig Rente bekommt um davon zu leben, soll die Grundrente bekommen. Das ist kurz zusammengefasst der Kompromiss von CDU, CSU und SPD in Berlin. Die Grundrente soll auch niemand extra beantragen müssen. Wer sie bekommt, das sollen Rentenversicherung und Finanzämter abgleichen. Wie das genau passiert, ist aber noch nicht klar!
Vielen reicht das Geld im Alter nicht, hautnah bekommen das Essenstafeln im Lande mit! Z.B.Die Essener Tafel sieht immer mehr Nachfrage durch Rentner!

Auch zur Essener Tafel kommen immer mehr ältere Menschen, die auf die Lebensmittel von dort angewiesen sind. Hier machen die Mitarbeiter aber ebenfalls die Erfahrung, dass sich viele Menschen für ihr weniges Geld schämen. Dabei haben sie oft jahrelang gearbeitet, nur leider zu wenig Geld verdient und damit auch nur wenig in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen können. Nach den Erfahrungen bei der Tafel betrifft das oft Frauen, die nur schlecht bezahlte Berufe hatten und Kinder groß gezogen und später noch die Eltern gepflegt haben. Sie haben zwar viel geleistet, werden dafür aber im Alter nur gering bezahlt.
Die beschlossene Einkommensprüfung ist ein Kompromiss, der weit von dem SPD-Anspruch einer Grundrente ohne Bedarfsprüfung entfernt ist!
Aus der Idee der Grundrente ist eine Willkürrente geworden: Es fließt Steuergeld, wo im Einzelfall gar keine Bedürftigkeit vorliegt. Wer weniger als 35 Jahre gearbeitet hat, fällt durch den Rost.
Bei dieser Grundrente schaut die Koalition ins Portemonnaie der Rentner, die jahrzehntelang eingezahlt haben. Das ist schlichtweg eine Unverschämtheit und trifft vor allem die Frauen.Besonders für die Frauen ist der Kompromiss enttäuschend. Selbst wenn sie bei niedriger Bezahlung 35 Jahre gearbeitet hätten, könnten sie aufgrund der Einkünfte ihres Ehepartners keine eigene Grundrente bekommen. Bei der Mütterrente ist doch auch nie die Rede von einer Einkommensprüfung gewesen.
In Deutschland gelten fast zwanzig Prozent aller Rentnerhaushalte als armutsgefährdet und leben im Monat von weniger als tausend Euro.
Gebt den 3,2 Millionen Rentnerinnen und Rentner endlich eine Perspektive!

Anita Kanitz, Stuttgart, Germany
1 year ago
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