Olivenzweige statt Bomben für Afrin - Angriff auf Unschuldige stoppen!

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Der NATO-Partner Türkei muss ermahnt werden, die völkerrechtswidrigen und menschenrechtsverletztenden Angriffe auf Afrin umgehend zu stoppen. Dazu bedient dieser sich auch deutschen Waffen, die gegen Zivilisten eingesetzt werden. Neben Kurden leben in Afrin Christen, Aleviten und merhrere Tausend Eziden.

Afrin ist eine sehr bunte Region - hier ist ein Miteinander der unterschiedlichen Ethnien und Glaubensgruppen seit Jahrhunderten möglich. Auch leben neben Muslimen Minderheiten wie Christen, Aleviten und Tausende Eziden in Afrin. Bisher war die Stadt von dem syrischen Bürgerkrieg weitgehend verschont geblieben. Menschen flüchteten aus anderen Gebieten Syriens und auch aus türkischen Dörfern der Grenzregion nach Afrin, um dort Schutz zu suchen. Zivilisten müssen nun erneut Schutz suchen - in Kellern, in den Höhlen und Bergen Afrins und der Umgebung. Es bahnt sich eine humanitäre Katastrophe an; täglich verlieren dutzende Zivilisten, darunter viele Kinder, ihr Leben, Wasser und Medikamente werden in der Region immer knapper, die Zivilbevölkerung verlässt ihr Zuhause und macht sich auf die Flucht.

Eziden und andere Minderheiten werden ein weiteres Mal gezielt Opfer der Gewalt durch politisch-motivierten Terror und müssen um ihre Existenz fürchten. Wieder sind die Eziden Bombardierungen und Geschossen hilflos ausgeliefert. Wieder müssen unschuldige Zivilisten ihre Häuser verlassen, ihre Familienmitglieder verlieren und dieses Elend über sich ergehen lassen - ganz offiziell durch das NATO-Mitglied Türkei.

Stoppen Sie die Unterstützung für die Türkei! Stoppen Sie die Tötung und Vertreibung unschuldiger Zivilisten! Bewahren Sie die Menschen Afrins vor einer humanitären Katastrophe!

Weitere Informationen:
Der Frieden in Syrien war in Vorbereitung der Friedensgespräche, angeführt durch Russland, seit dem „Arabischen Frühling“ 2011 zum ersten Mal zum Greifen nahe. Insbesondre im Norden Syriens, der überwiegend von Kurden besiedelt ist, wurden und werden Hoffnungen auf ein neues, demokratisches und damit lebenswertes Leben für die dort lebende Zivilbevölkerung gesetzt.

Unzählige Gruppierungen haben sich im Zuge der Destabilisierung der Region gebildet, um ihre meist politisch-motivierten Interessen durchzusetzen. Während der wiederholten Angriffe durch den sogenannten „Islamischen Staat“ und anderen radikal-islamistischen Truppen in den vergangen Jahren auf Syrien, waren es allen voran die kurdischen Verteidigungskräfte der YPG, die mit Hilfe amerikanischer Luftangriffe den IS zurückdrängen konnten.

Während die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), die vor allem durch die Kämpferinnen und Kämpfer der YPG (Volksverteidigungseinheit) vertreten werden, den Terror durch verschiedene radikal-islamistische Gruppierungen bekämpfen, greift der türkische Staat mit Hilfe ebendieser Gruppierungen, die unter dem Deckmantel der „Freien Syrischen Armee“ agieren, seit dem 20.01.2018 die Stadt Afrin mit Kampfflugzeugen und Bodentruppen an. Die türkische Regierung legitimiert ihren Angriff damit, dass sie unter anderem terroristische Banden wie den IS bekämpfen würde, obwohl dieser in Afrin nicht existent ist. Es ist das Ziel der Türkei, die Kurden Syriens an der Aufrechterhaltung der autonomen „Demokratischen Föderation Nordsyrien – Rojava“ zu behindern, wozu die drei Kantone Afrin, Kobane und Cizire gehören.

Während die kurdischen Kämpferinnen und Kämpfer der YPG, unter denen auch viele Eziden sind, in den letzten Jahren regelrecht als Helden gefeiert wurden, werden sie heute im Stich gelassen.

Auch wir fordern ein Einschreiten der westlichen Welt, vor allem Deutschlands, um die Türkei klar und deutlich zu ermahnen, den völkerrechtswidrigen Angriff auf Afrin umgehend zu stoppen und die unschuldige Zivilbevölkerung zu schonen.



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