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Ohne Kinderbetreuung können wir nicht arbeiten! – SüdtirolerInnen fordern Maßnahmen

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Seit dem 05.März sind sämtliche Betreuungs- und Bildungseinrichtungen in Südtirol aufgrund der Corona-Verordnung geschlossen. Seither sind die Familien mit der Betreuung und Bildung ihrer Kinder auf sich alleine gestellt. Zahlreiche Eltern haben ihren Urlaub bereits aufgebraucht, die Sonder- Elternzeit „congedo parentale Covid19“ von 15 Kalendertagen mit 50% Entlohnung ist nicht ausreichend um viele Monate damit abdecken zu können.

Wir nähern uns nun der Phase 2, der Lockerung des lockdown. Bereits in den letzten Wochen haben immer mehr Betriebe ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Die Eltern stehen vor einem großen Problem: Wie sollen sie zurück an ihren Arbeitsplatz, wenn es keine Möglichkeit der Kinderbetreuung gibt? Ohne Betreuung können viele nicht arbeiten – und wenn die Arbeitskräfte fehlen, kann die Wirtschaft nicht wieder hochgefahren werden. Es besteht also dringender Handlungsbedarf.

Wir fordern daher:

1.       die zeitnahe Wiederaufnahme von Notbetreuungs- und Bildungsangeboten in angepasster Form (u.a. Kleingruppen), um die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Südtirol zeichnet sich durch ein vielfältiges Betreuungs- und Bildungsangebot aus und es gibt Möglichkeiten, um eine Wiederaufnahme in kleinen Gruppen mit Schutzmaßnahmen im Rahmen des Möglichen zu gewährleisten. Wir fordern eine kindgerechte kontinuierliche Betreuung zum Wohle der Kinder, der Eltern und der Wirtschaft. Die Erarbeitung der Umsetzungsschritte sollte durch einen lokalen Krisenstab erfolgen. Die Detailplanung sollte dann in entsprechenden Arbeitsgruppen unter Einbezug von einschlägigen Fachpersonen aus dem Betreuung-und Bildungsbereich, der Verwaltung, der Landes- und Gemeindepolitik sowie den Familienvertretern stattfinden.

2.       die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer zusätzlichen Sonder-Elternzeit mit einer Entlohnung von 80% und einer figurativen Rentenabsicherung bis zur regulären Wiedereröffnung der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. Diese muss tageweise und halbtags ermöglicht werden und von beiden Eltern genutzt werden können. Dadurch können Wirtschaft und Eltern gemeinsam gute Lösungen finden, damit wichtige Arbeitskräfte nicht völlig wegfallen.

3.       eine angemessene und unbürokratische finanzielle Unterstützung für alle Familien (auch Eltern im Homeoffice), die einen persönlichen Babysitter- oder Betreuungsdienst beanspruchen wollen/müssen. Für diese Dienste sollte auch vorhandenes Personal wie zB. Tagesmütter oder anderes Fachpersonal Familien eingesetzt werden dürfen.

Ein Hochfahren der Wirtschaft, ohne die Bedürfnisse und Probleme der Familien bzgl. der Kinderbetreuung zu lösen, ist nicht möglich. Wir fordern daher eine schnelle Planung und Umsetzung von Notbetreuungs- und Bildungsangeboten.

Mit dieser Petition möchten wir auch unsere Landespolitik unterstützen, indem wir die Notwendigkeit unserer Forderungen verdeutlichen wollen, sodass die Schaffung des nötigen Handlungsspielraums zur Umsetzung der Maßnahmen auf nationaler oder regionaler Ebene ermöglicht werden kann.



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