TUNNEL UNTER MOLLDIETE - WÜRDE ZU EINER NIETE !!

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Die Unterzeichner*innen dieser Petition sprechen sich gegen den Bau des geplanten Ravensburger Molldietetunnels aus und favorisieren stattdessen vielmehr a) eine umgehende Überlandlösung zur Entlastung der Stadt Ravensburg und eine Implementierung von Kreiverkehren an den entscheidenden Verkehrsknoten in der Stadt Ravensburg. Das "Vabanquespiel Molldietetunnel", wo wirklich alles aufs Spiel gesetzt wird, lehnen wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition  ab.

DAS IM FOLGENDEN VORGETRAGENE  "BÜNDEL VON ARGUMENTEN" DARF VON DEN VERANTWORTLICHEN IN STUTTGART, TÜBINGEN UND RAVENSBURG NICHT LÄNGER IGNORIERT WERDEN!

DESWEGEN: UNTERSCHREIBEN AUCH SIE BITTE DIESE PETITION! DANKE!!

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Guten Tag,

vor 30 Monaten hatte ich diese Petition gestartet. Ich habe meine Meinung zu diesem Moloch, der 110 Millionen Euro und mehr verschlingen wird, nicht geändert. Im Gegenteil - je mehr Zeit ins Land geht, um so deutlicher wird, dass der Molldietetunnel wider jede Vernunft ist, wider die moderne Mobilitätsent-wicklung spricht und die Stadt Ravensburg vom Rest der zukünftigen Welt abhängen wird.

Was die finanlen Kosten anbetrifft, sind einige unsichere Wirtschatsdaten, die jährlichen Inflationsraten und vor allem die geotechnische Daten nicht berücksichtigt. Allein aber schon aufgrund der typischen diskrepanz zwischen der "Ravensburger Kostenschätzungen für Projekte" einerseits und der tatsächlichen Kosten nach Fertigstellung der Projekte in den  vergangenen Jahre muss davon ausgegangen werden, dass das Tunnelprojekt "Molldiete" schon allein deshalb am Ende mindestens 160 Millionen Euro [plus der verteuernden unsicheren Daten, siehe oben = 200 bis 300 Millionen] kosten wird. Und gleichgültig, wer die Kosten trägt (Land und/oder Kommune), es sind Steuergelder!!

Stefan Weinert, 4. September 2019

Ein Tunnelmeter kostet das 20-fache eines Bundesstrassenmeters.

Der geplante zweispurige Autotunnel unter der Ravensburger Molldiete wird nach aktuellen offiziellen Schätzungen 110 Millionen Euro kosten. Fertig gestellt wird er sein - so hieß es ursprünglich - im Jahre 2042 oder auch erst 2045. Vorausgesetzt, die aktuellen Wirtschaftsdaten bleiben in den kommenden Jahren so wie dato. Neuerdings wird jedoch davon gesprochen, dass der Tunnel auch schon 2035 fertig gestellt sein könnte, da der Beginn des Planungsverfahren um ein paar Jahre auf Ende 2019 vorgezogen wurde.  Der Molldietetunnel in einer Länge von cirka 3600 Metern soll die Stadt Ravensburg vor allem vom Durchgangsverkehr von Friedrichshafen/Tettnang; Biberach, Wilhemsdorf und Markdorf kommend auf die B 32 nach Wangen (A 96/A 7) und umgekehrt entlasten. Der Beginn des Tunnels liegt geplant beim "Möbelhaus Rundel" am südwestlichen Rand der Stadt Ravensburg und soll oberhalb vom Knollengraben (Osten) auf die B 32 nach Wangen stoßen.

Die Schwäbische Zeitung berichtete folgendes: >>Wie lange würde der Bau dauern? Das lässt sich schwer sagen. Baubürgermeister Dirk Bastin geht von vier bis fünf Jahren aus. Ein Problem: Niemand kennt den Untergrund. Da es sich um eine Eiszeitmoräne handelt, rechnet man mit einem hohen Anteil von Geröll in den oberen Schichten und weicheren Ton- oder Sandsteinschichten darunter. Dass man auf Granit stößt, hält Bastin für sehr unwahrscheinlich. Die porösen oder weichen Schichten haben Vor- und Nachteile. Einerseits komme man mit einer bergmännischen Baumaschine gut durch, andererseits sei eine aufwändige Hangsicherung notwendig, um Einstürze und Rutschungen zu vermeiden. Leidvolle Erfahrungen haben die Anwohner im Ravensburger Süden bereits bei der Erweiterung des Möbelhauses Rundel 1999 gemacht. Damals kam es zu erheblichen Schäden an manchen Häusern im umliegenden Wohngebiet." (13.4.16) Seit dem gibt es diesbezüglich keine neuen bzw. günstigere Erkenntnisse.

Der geplante Molldietetunnel soll wie gesagt 3,6 Kilometer lang sein.  Aufgrund der Tatsache der Bodenbeschaffenheit "unter Tage" wird man nur sehr langsam voran kommen: zehn Meter bohren und zehn Meter absichern, bevor es weiter geht. Sollte von beiden Seiten gebohrt werden, wird sich zwar die Bauzeit halbieren, die Kosten aber werden sich bei zwei gleichwertig ausgerüsteten und mit Personal besetzten Teams zuumindest gleich hoch sein. --- Zwar mag der Tunnel nach etwa vier bis sechs (2-3) Jahren gebohrt sein, doch es wird noch einmal  Jahre dauern, bis die ersten Autos von A nach B rollen können.

Die Baukosten würden sich übrigens durch die aufwändigen Kosten zur Absicherung mindestens noch einmal verdoppeln, wenn nicht gar verdreifachen. Dann wären wir schon bei 330 Millionen Euro. Dabei weiß niemand, wieviele Meter eine bergmännische Baumaschine pro Tag schaffen wird. Wie gesagt hängt das von der Beschaffenheit des Abraums ab. Die Tunnelbohrmaschine "SUSE"  (TBM S-738) beim Projekt "Stuttgart 21" schafft 45 Meter pro 24-Stunden-Tag. Sie wird elektrisch betriebene, ist 120 Meter lang und 5700-PS stark und umfasst auch eine Förderschnecke für den Abraum. Die aus mehreren zehntausend Teilen zusammengesetzte Bohrmaschine  kostet zwischen 30 und 100 Millionen Euro in der Herstellung.  Nach vier bis fünf Jahren Bohrzeit ist ihre Lebensdauer ausgereizt  Eine solche  TBM S-738 wird für Ravensburg wegen ihrer Größe nicht in Frage kommen. Und nicht zu vergessen die Sauerstoffzufuhr für das Bauteam und die hohen Stromkosten, die Wartungskosten  für die Maschine.

Stattdessen favorisieren die Unterzeichner dieser Petition eine Überlandlösung, die wesentlich kostengünstiger und berechenbarer sein wird. Der Neu-Bau  von einem  (1) Meter zweispurige  Überlandstraße  kostet derzeit cirka 1.000 Euro. Bei der  gedachten Überlandlösung mit einer Gesamtlänge von maximal 35 Kilometer, kämen auf den Steuerzahler Kosten von 35 bis 40 Millionen Euro zu. Selbst wenn an bestimmten Stellen Lärmschutz installiert werden müsste, blieben die Kosten immer noch unter 50 Millionen Euro.

Natürlich müsste die Stadt Ravensburg in Stuttgart einen neuen Antrag stellen, damit die Überlandlösung in den nächsten Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird,  und gleichzeitig den jetzigen Plan fallen lassen bzw. zurück ziehen. Bei einer möglichen Einsparung von 100 bis 200 Millionen Euro öffentlicher Steuergelder, kann auch ein Verkehrsminister nicht den Kopf in den Sand stecken.

Sollte der Tunnel tatsächlich 2042/45 [2035] eröffnet werden, gibt es dann kaum noch einen PKW, einen Bus und einen LKW, der mit fossilen Brennstoffen betrieben wird. Insofern ist der Molldietetunnel ein Projekt, dass ins Leere läuft, weil das Abgasargument pro Tunnel entfallen sein wird. Außerdem werden Tesla und Co. bereits ab Ende der 2020er Jahre ihre PKW-tragenden Drohnen anbieten, die die Autos unserer Enkelkinder von West nach Ost und Nord und Süd kostengünstig ÜBER die Molldiete befördern werden. Das sind  keine "hirnlose Utopien" oder Spinnereien,  sondern bereits heute in Teilen der Welt Realität und Fakt bzw. in der erfolgreichen Erprobungsphase! Man schaue sich auch die aktuelle Autowerbung in der BRD an, die jetzt schon mit der KI (Künstlichen Intelligenz) liebäugelt.

Natürlich wird auch die Umsetzung der vorgeschlagenen Überlandlösungen einige Jahre benötigen. Deswegen ist es notwendig, den sofortigen Bau von Kreisverkehren an den Ravensburgern Hauptverkehrsknoten in die Wege zu leiten und dann auch in absehbarer Zeit zu implementieren. 

die Kreisverkehre haben vier (4) Vorteile gegenüber den mehrarmigen Ampelanlagen:1) Der Straßenverkehxr wird insgesamt wesentlich flüssiger und damit leiser und ärmer an NOx/CO².  2) Kreisverkehre generieren etwa zehnmal weniger Unfälle, als Ampelanlagen. 3) Durch die Kreisel werden  teurer "Flüster- und/oder der lärmoptimierter Asphalt"  überflüssig. 4) Durch die weggefallenen Ampeln und den nicht mehr notwendigen Steuerungscomputer samt Bedienungspersonal werden nicht nur Energie, sondern auch erhebliche Kosten gespart.

(c) Stefan Weinert, Ravensburg - 4. September  2019