Erfolg

Verhindern Sie das Auseinanderreißen einer jungen Familie durch Abschiebung!

Diese Petition war mit 314 Unterstützer/innen auf Change.org erfolgreich!


Die Flüchtlingspaten Dortmund e.V. wenden sich heute an Sie, da wir in größter Sorge sind, dass eine junge albanische Familie  in Dortmund auseinandergerissen und damit der Mutter und dem Kind schwerster Schaden zugefügt wird. Es handelt sich um Aurel Kuka (24 Jahre), Aida Gjinaj (23 Jahre) und ihre vier Monate alte Tochter Amaris.

Dem Familienvater wird laut Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) eine Duldung für den Verbleib in Deutschland ausgesprochen, da er einen Ausbildungsvertrag als KFZ-Mechatroniker abschließen konnte. Die Ausländerbehörde droht nun der Mutter und dem Baby die sofortige Abschiebung nach Albanien an.


Zum Hintergrund:


Das junge Paar reiste im Juni 2015 nach seiner Flucht aus Albanien in Deutschland ein. Als  Paar mit verschiedener religiöser Zugehörigkeit (er muslimisch, sie streng katholisch) mussten sie vor angedrohten Rachemaßnahmen der jeweiligen Familien fliehen. Der weitere Aufenthalt in Deutschland gestaltete sich dramatisch. Aida wurde im Flüchtlingsheim schwanger und verlor ihr Baby nach sexuellen Übergriffen in den Waschräumen der Einrichtung. Durch die Fluchtursachen, die Flucht und die Fehlgeburt traumatisiert, bescheinigte ihr  Anfang 2016 ein psychiatrisches Gutachten schwere posttraumatische Störungen und deswegen keine Reisefähigkeit.


Im Frühjahr 2016 wurde Aida erneut schwanger und konnte das Kind, trotz anfänglicher Komplikationen, im September 2016 gesund zu Welt bringen.


Mit großer Willenskraft und dem Wunsch, sich in Deutschland zu integrieren, gelang es den beiden innerhalb kürzester Zeit gut Deutsch zu lernen, so dass Aurel zum 01.08. 2016 den Ausbildungsvertrag unterschreiben konnte.


Mit Unterstützung der Flüchtlingspaten Dortmund konnten die beiden im Sommer 2016 im Dortmunder Standesamt  heiraten, was in ihrem Heimatland unmöglich gewesen wäre.


Nachdem Albanien  zum sicheren Herkunftsland erklärt wurde, hatte die junge Familie keine Chance mehr als Asylbewerber anerkannt zu werden. Dass in Albanien zwischen verfeindeten Familien die Blutrache herrscht, findet in den neuen Bestimmungen keine Beachtung mehr.


Eine neue Regelung des Aufenthaltsgesetzes, auch Integrationsgesetz genannt, sieht vor, dass die Abschiebung ausgesetzt werden kann (§60 a), wenn der "Ausländer" eine qualifizierte Berufsausbildung wahrnehmen kann. Diese Möglichkeit kann Aurel nutzen.


Der Ausbildungsbetrieb, der Aurel angeworben hat, ist sehr begeistert von den Fähigkeiten des jungen Mannes und hat deswegen erneut den Ausbildungsvertrag nun ab 01.08.2017 ausgestellt.


Die Dortmunder Ausländerbehörde, welche zunächst die Mutterschutzzeit für Aida und Amaris bis Mitte November 2016 berücksichtigte, besteht nun darauf, dass die Mutter mit dem Kind ggf. mit Polizeigewalt nach Albanien abgeschoben werden soll.


Als Aurel am 16.01. 2017 den neu datierten Ausbildungsvertrag zur Genehmigung vorlegte, äußerte sich der „neue“ Sachbearbeiter Herr Ebel, das könne er machen, doch dann stünden sofort Polizisten vor seiner Wohnung und würden Aida und Amaris abschieben.


Die Flüchtlingspaten unterstützen die Familie seit über einem Jahr persönlich und mit einem im Asylrecht kundigen Anwalt. Wir versuchen alle rechtlichen und amtlichen Wege zu nutzen um dieses drohende Unrecht zu verhindern.


Auch wenn Mitarbeiter der Dortmunder Ausländerbehörde uns gegenüber vorschlugen, dass Mutter und Kind nach Albanien ausreisen um dann per Familienzusammenführung wieder nach Dortmund zurückzukommen, haben unsere Nachfragen beim deutschen Konsulat in Tirana ergeben, dass nur Aurel, nicht aber Aida und Amaris ein Visum zur Einreise nach Deutschland erhalten würden. Das heißt, die Familie würde auf unabsehbare Zeit zerrissen, die psychischen und sozialen Folgen für Mutter und Kind wären katastrophal.

Die entsprechende Ausführungsbestimmung des AufenthG § 60a sieht keinen Familiennachzug für Angehörige des Auszubildenden vor. Im Auslanderamt wurde uns gesagt, dass die Eltern von minderjährigen Auszubildenen betreffe. Für den von uns geschilderten Fall scheine es eine Gesetzeslücke zu geben.

Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass für die junge Mutter und ihr Baby das Bleiberecht verlängert wird, solange ihr Ehemann die Ausbildung in Dortmund absolvieren wird.



Heute: Flüchtlingspaten Dortmund e.V. verlässt sich auf Sie

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