Erfolg

Schwimmhalle für Jena

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Dr. Gerd Busch, Dr. Jörg Fuchs, Initiativgruppe „Schwimmhalle für Jena“, Jena, 25. Januar 2018

Offener Brief zum Projekt „50m-Schwimmhalle für Jena“

Seit der Abstimmung zum Bürgerhaushalt der Stadt Jena im Jahr 2013 steht das Projekt einer neuen Schwimmhalle zur Deckung des Bedarfs an ganzjährig nutzbaren Schwimmflächen zur Diskussion. In den letzten Jahren wurde der Bevölkerungswunsch zu deren Bau, der mit einer überwältigenden Mehrheit bei der Bürgerhaushaltsumfrage zum Ausdruck gebracht wurde, nur mit geringer Priorität behandelt. Die intensive Diskussion zum aktuellen Sportentwicklungsplan der Stadt Jena auf der Basis von belastbaren Umfragedaten hat gezeigt, dass Jena bezüglich der verfügbaren Schwimmfläche pro Einwohner deutlich unterversorgt ist. Im Vergleich mit anderen Städten Thüringens, die über eigene Schwimmhallen verfügen, zählt Jena zu den absoluten Schlusslichtern.

Wie soll das mit dem Anspruch der Stadt Jena als innovativster Standort Thüringens zusammen passen? Für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Industriebetriebe und wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt werden in großer Zahl hoch qualifizierte Mitarbeiter benötigt. Für viele der national und international umworbenen Fachkräfte spielen neben den wichtigen Faktoren Bezahlung, angemessener Wohnraum und Schulbildungsmöglichkeiten für die Kinder insbesondere die Freizeitangebote für alle Familienmitglieder eine große Rolle. Nicht zu unterschätzen ist dabei das ganzjährig mögliche Schwimmen. Dieser Sport ermöglicht ein intensives Kreislauftraining bei schonender Belastung des Stützapparates und der Gelenke und dient damit in herausragender Weise der Gesunderhaltung. Weiterhin bietet Schwimmen als Reha-Sport vielfältige Möglichkeiten zur Wiederherstellung der persönlichen Leistungsfähigkeit nach Unfällen oder Krankheiten. Nicht zu vergessen ist, dass im Rahmen der schulischen Ausbildung unserer Kinder Schwimmunterricht eine wichtige Rolle spielen muss. Im Durchschnitt der Bundesrepublik Deutschland ist die Schwimmfähigkeit von Grundschulkindern in den letzten 28 Jahren schlechter geworden. Ein Hauptgrund ist die fehlende Kapazität an ganzjährig verfügbaren Wasserflächen zur Schwimmausbildung. Die ursprünglich im Lehrplan vorgesehenen Verbesserungen der Schwimmfähigkeit in höheren Klassenstufen werden aufgrund dessen kaum noch umgesetzt. Eine Rolle spielt aber auch die Ausbildung von Sportlehrern mit Schwimmen als Schwerpunktsportart. Ohne ausreichende Schwimmhallenkapazität ist eine Verbesserung der Studentenausbildung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena nicht umzusetzen. Eine Folge der schlechten Schwimmfähigkeit der Bevölkerung ist die hohe Zahl an Ertrinkungstoten in Deutschland. Die Zahlen bewegen sich seit Jahren in der Größenordnung von 500 Personen pro Jahr ohne spezifische Aufschlüsselung nach Alter und Geschlecht.

Nach fünf Jahren Diskussion ist es dringend erforderlich, das Projekt „Schwimmhalle für Jena“ unverzüglich umzusetzen. Die notwendigen Vorarbeiten wurden mit der Erstellung des Sportentwicklungsplanes und fundierten Standortuntersuchungen geleistet. Als Standort ist die Erweiterung des Freizeitbades GalaxSea sinnvoll, weil dort ausreichend Fläche zur Realisierung eines wirtschaftlich tragbaren Konzeptes zur Verfügung steht. Die Anbindung an den ÖPNV ist gegeben, für den Individualverkehr kann ausreichend Parkraum gestellt werden. Die Kombination von bereits vorhandenen Angeboten im GalaxSea mit einem 50m-Schwimmbecken mit 8 Bahnen schafft einen in Thüringen und darüber hinaus einmaligen Standort hoher Attraktivität für die ganze Bevölkerung. Die Ausstrahlung wird weit über die Stadtgrenzen hinausgehen. Es ist das für die Stadt Jena günstigste Konzept mit dem geringsten Personal- und Kostenaufwand.



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