Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg für Die medizinische Brigade Henry Reeve

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Petition

Die internationale medizinische Ärztebrigade genannt Henry Reeve aus Kuba – Warum ist Sie wohlverdiente Kandidatin für die Verleihung des Menschenrechtspreises  der Stadt Nürnberg ?!

Während die Covid-19-Pandemie die Welt in Atem hält und keine nationalen Grenzen kennt, derweil Gesundheitssysteme an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, gibt ein Inselstaat in der Karibik Anlass zur Hoffnung und Nachahmung. Ärzte und medizinisches Personal aus Kuba werden von immer mehr Staaten um Hilfe gebeten. Die kubanische „Henry Reeve International Medical Brigade“ ist derzeit mit 26 Arbeitsgruppen in 24 Ländern gegen das Virus im Einsatz. Egal ob Andorra, Nicaragua, Honduras, Mosambik oder Italien.

Es sind über 1.500 Ärzte, Krankenschwestern und Techniker aus kubanischen Brigaden in verschiedenen Ländern - zum ersten Mal auch in Europa. Sie schreiben in diesen Zeiten von COVID -19 Seiten der Solidarität und des Altruismus, welche den Aufruf und die Verfechtung der Verleihung dieser angesehenen Auszeichnung schon fast bedingen. Dieser Preis ist Einzelpersonen oder Gruppen geschuldet, welche sich in vorbildlicher Weise und unter hohem persönlichem Risiko für die Wahrung der Menschenrechte einsetzen.

Italien bat die internationale Gemeinschaft um Hilfe Als erstes Land bot Kuba seine Hilfe an und entsendete Ärzte und Krankenpflegerinnen in die vom Coronavirus bedrohte Lombardei in Norditalien, um dort im Auftrag des kubanischen Gesundheitsministeriums zu helfen. In Turin im norditalienischen Piemont landeten weitere Mediziner der Brigade. Dieses Kontingent von medizinischem Personal das auf Katastrophensituationen und schwere Epidemien spezialisiert und ausgebildet ist, handelt unter hohem selbstlosem persönlichem Risiko ganz nach dem Motto: „Wir teilen nicht was wir übrig haben, sondern wir teilen was wir haben, auch wenn wir dabei unser eigenes Leben riskieren.“ Diese gelebte Solidarität begründet sich auf gegenseitiger Hilfe und Zusammenarbeit zwischen den Völkern und Nationen, ungeachtet der Unterschiede zwischen ihren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Systemen oder ihrem Entwicklungsstand. Sie gründet auf Toleranz, die Achtung ihrer Traditionen und Ihrer Kultur und die Förderung des Friedens.

Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hat die Henry Reeve Brigade Tausende von Leben in von Erdbeben, Hurrikanen, Überschwemmungen und Epidemien heimgesuchten Gebieten Afrikas, Lateinamerikas, der Karibik und Asiens behandelt. Jetzt kommt auch noch Europa hinzu. In Zahlen ausgedrückt haben bis August 2020 mehr als 9000 medizinisch qualifizierte Kubaner in 46 Nationen über 4 Mio. Personen medizinisch behandelt. Dadurch wurden mehr als 89.000 Menschenleben gerettet.

Eine weitere Brigade mit Intensivmedizinern, Epidemiologen und Krankenschwestern landete in Togo, um die Ausweitung der Covid-19 Pandemie in Afrika verstärkt zu bekämpfen. Kubanische Ärzte trafen in Nicaragua mit nationalen Fachkräften zusammen um ihre Erfahrungen im Rahmen der Strategie der Prävention und Eindämmung der globalen Pandemie durch Covid-19 auszutauschen.

Kurz nach seiner Gründung 2005 gingen 688 medizinische Fachkräfte nach Guatemala um der von den Überschwemmungen im Oktober 2005 betroffenen Bevölkerung zu helfen. Sie besuchten mehr als 477.000 Menschen und retteten mehr als 1.300 Leben.

Es waren 40 kubanischen Ärzte, die im März 2019 nach Mosambik geflogen waren, um der Bevölkerung nach dem Durchzug des Hurrikan qualifizierte Hilfe zukommen zu lassen.

Die Brigade half z. B. 2005 im pakistanischen Kaschmir, das von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde. 2014-2015 waren mehr als 400 Ärzte und Gesundheitsspezialisten gegen die Ebola-Pandemie in Westafrika im Einsatz.

Es gab unter anderem Behandlungen ab März 1990 von Kindern, die von dem schweren Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine betroffen waren und nach Kuba ausgeflogen wurden. Brasilien hat Kuba parallel zum Tschernobyl-Programm die Behandlung einer großen Gruppe von Kindern anvertraut, die ebenfalls von einem radioaktiven Unfall betroffen waren. Dank der Professionalität und Erfahrung der Ärzte und des medizinischen Personals wurden diese von ihren durch Radioaktivität verursachten Krankheiten geheilt.

Die Brigade Henry Reeve ist Teil des kubanischen Gesundheitssystems, das bisher mehr medizinisches Fachpersonal ins Ausland entsandt hat als die gesamte Weltgesundheitsorganisation. Allein 2019 waren es 28.000 kubanische Gesundheitshelfer in 61 Ländern. Die Teilnahme ist und bleibt auf freiwilliger Basis.

Diese zahlreichen aktuellen und historischen Fakten begründen die Petition den Nürnberger Menschenrechtspreis der Henry Reeve Brigade zu verleihen. Diese humanistische und weitreichende Geste würde die kubanische Medizin als Ganzes in Anerkennung ihrer immer solidarischen, internationalistischen Dienste an der menschlichen Gesundheit, verdienen.

„Wir“ als Zusammenschluss von Einzelpersonen, über Kubaurlauber bis zu Organisationen wie Netzwerk Kuba, Cuba Sí , Die Linke sowie der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba und viele andere, wollen der Petition zur Verleihung des Menschenrechtspreises den nötigen Ehrerbieten Nachdruck verleihen, damit er im Jahre 2021 in Hände derer gereicht wird welche sich längst und in ungezählter Weise für ihn verdient gemacht haben. Das menschliche Recht auf Gesundheit sollte auch als gesundes Menschrecht erhalten und gepflegt werden.

Video unter

-https://youtu.be/F7NyAJrO1Uw 

und 

https://youtu.be/_pNBp0n08ak