PRO KREISEL

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DAS GEHT UNS ALLE AN !!

Nicht jeder Euro, sondern deine Unterschrift zählt, denn KLIMA [f]vor KAPITAL!

Liebe Freunde, Bekannte und andere ökosensible Mitmenschen,

wussten Sie/ihr, dass die Weltbevölkerung im Jahr 2030 schätzungsweise 8,501 Milliarden betragen wird, und dass es  bis zum Jahr 2099 cirka  11,201 Milliarden Menschen sein werden, die den "Planet e)" bevölkern? Schon heute bräuchten wir 1,75 "Erden", um nachhaltig leben zu können, und bereits Ende Juli 2019 hatten wir Erdmenschen die Ressourcen verbraucht, die für ein ganzes Jahr hätten reichen sollen. Wir leben also auf Pump. Aber irgendwann wird es keinen Kredit mehr von "Mutter Erde" geben - es sei denn, wir denken radikal um.

Nur ein Punkt von vielen, ist die Straßenverkehrsführung in unseren Städten. Experten haben herausgefunden, dass für Straßen mit hohem Kraftfahrzeugaufkommen, der Kreisverkehr als besonders sichere Maßnahme gilt. Er ist die umweltfreundlichste und weniger unfallanfällige Alternative zur Straßenkreuzung mit Ampeln (siehe die Ausführungen unten).

Deshalb: "Wir, die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen dieser Petition treten nachdrücklich dafür ein, dass die Ravensburger Hauptverkehrsstraßen, mit  Kreisverkehren statt Ampelkreuzungen versehen werden."

Daher: "Bitten wir den Oberbürgemeister der Stadt Ravensburg, Herrn Dr. Daniel Rapp, den Ersten Bürgermeister, Herrn Simon Blümcke, und den Baubürgermeister Herrn Dirk Bastin, sowie jedes einzelne Mitglied des neuen Ravensburger  Gemeinderates, darauf hin zu wirken, dass die Vorbereitungen für die Implementierung von Kreisverkehren in Ravensburg ab dem Frühjahr 2020  begonnen und vorangehtrieben werden."

Im Folgenden wird ausführlich auf die Effektivität und Effizienz von Kreisverkehren in Sachen Öko- und Emissionsbilanz hingewiesen. Wir bitten höflich aber auch bestimmt, um Beachtung dieser Ausführungen.

Ravensburg, 20. September 2019,

Im Namen der Mitpetent/innen, Stefan Weinert

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Kreisverkehr

Die Autofahrer haben sich in den Kreisverkehr vorsichtig einzuordnen und müssen entgegen dem Uhrzeigersinn bis zu ihrer gewünschten Ausfahrt fahren. Die Wirkung des Kreisels beruht auf einem psychologischen Effekt; er ist so zu sagen eine innere psychologische Bremse, die aber er nicht zum Anhalten und dann späteren wieder Anfahren zwingt, sondern sie bereitet den Fahrer auf eine  notwendige Geschwindigkeitsreduzierung bzw. - anpassung vor, ohne dass es beispielsweise eine offizielle Tempobeschränkung geben muss..

Wir kennen es von der Autobahn und den berüchtigten Staus, in denen man/frau/kinder "stundenlang" zum Nichtstun und Stillstand verdonnert ist. Wie erlösend und befreiend ist es aber dann, wenn es wieder vorwärts geht - und sei es im "Schneckentempo", weil wir selbst etwas tun können. Genau das ist auch der psychologische Vorteil eines Kreisverkehrs gegenüber einer Ampelkreuzung, bei der wir 100 Meter vorher nicht wissen, ob sie uns Grün oder Rot zeigt. Beim Kreisverkehr weiß der Autofahrer aber bereits vorher, dass es flüssig, wenn auch manchmal langsam, vorwärts geht. Das ist entstressend und von psychologischem Vorteil.

Eine wichtige Maxime im Straßenverkehr war schon immer die Rücksichtnahme und das Achten auf den anderen Verkehrsteilnehmer (den Verhältnissen angepasster Fahrtstil,  Vermeidung von unnötigem und rücksichtslosem Hupen [Ampel, wenn der Vordermann "träumt"], quietschende Reifen beim Anfahren ...) Es ist offensichtlich, dass die Lösung "Kreisverkehre statt Ampeln" dieser Maxime entspricht.

Nachgewiesen ist, dass die eigentliche Lösung für die innerstädtischen Verkehrsprobleme, die Einführung von Kreisverkehren ist, weil sie die intelligenteste Möglichkeit zur Verkehrssteuerung und Verbesserung der Emisisionsbilanz sind. Und das gilt auch für die oberschwäbische Stadt Ravensburg mit ihren Verkehrsknotenpunkten (solange der Molldietetunnel noch nicht geplant, gebohrt und fertig gestellt ist) Hamburg macht es  vor, andere Städte ziehen nach und mit Frankreich tut e eine ganze Nation. Auch für Radfahrer und Fußgänger sind Kreisel kein Hindernis und sie sind möglich.

Sowohl die Lärmbelästigung, als auch die hohen Abgaswerte, werden durch Ampel freie „Strassenzusammenführungen“ (= Kreisel) am effizientesten bekämpft und sind erheblich unanfälliger für Verkehrsunfälle. 

Es ist wesentlich effektiver und effizienter, wenn für die Verkehrsader "Ziegel-, Karl-, Schussen-, Garten- und Wilhelmstrasse" (also die periphere Tangente "Untertor bis Obertor") an den entsprechenden Knoten jeweils ein Kreisverkehr eingeführt wird. Der Verkehr verlangsamt oder beschleunigt sich automatisch, bleibt jedoch immer flüssig. "Stopp und Go" werden zur marginalen Ausnahme. Empirisch erwiesen ist, dass Kreisverkehre wesentlich weniger Unfälle verursachen, als Kreuzungen mit vielen Ampeln und entlasten die Innenstadt von Lärm und CO2.

Kleiner Exkurs: Der Ravensburger Verkehrslenkungscomputer (Anschaffungspreis = 190.000€) und sein Bedienungspersonal (80.000 Euro im Jahr) werden damit obsolet. Ebenso der  Lärm mindernde, offenporige (die Poren verschlucken den Lärm) Flüsterstraßenbelag oder auch der lärmoptimierte Asphalt (LOA). Denn beide sind nicht nur sehr kostenaufwändig, sondern auch unrentabel. Flüsterasphalt muss regelmäßig gereinigt werden, was  Staus verursacht, und er muss zudem alle zehn Jahre erneuert werden, während der normale Asphalt 15-20 Jahre hält. Bei Temperaturen unter Null, kommt es zu erhöhter Glättegefahr, weil das Wasser nicht mehr richtig abfließt und sich ein gefährlicher Eisfilm auf der Fahrbahn bilden kann. LOA vermindert den Lärm um max. 3 db(A) und ist übrigens für LKW (und Busse?) nicht geeignet. 

Die Herausforderungen und die Dilemmata hinsichtlich Kreisel und Fußgänger, Fahrradfahrer, LKW, Busse sind nicht neu, aber zu lösen und zu bewältigen. Der Brautwiesenplatz in Görlitz (1899) gilt als ältester deutscher Kreisverkehr. Kreisel gab es schon am Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts. Prägnante Beispiele sind der Columbus Circle in New York (1904) und der Platz des Arc de Triomphe in Paris (1907). Frankreich besitzt mit 20.000 Kreiseln etwa die Hälfte aller weltweit gebauten Kreisverkehre. Großer Vorteil ist ein besserer Verkehrsfluss sowie eine größere Verkehrssicherheit durch relativ gleichmäßiges Tempo der Fahrzeuge. Kein dauerndes Anhalten, Anfahren, eben kein Stopp and Go = weniger Lärm, weniger NOx.

LKW durch Ravensburgs Innenstadt wird es auch die kommenden 15 Jahre noch geben. Und selbst nach Fertigstellung eines Molldietetunnels werden auch weiterhin darüber hinaus Busse von A nach B durch Ravensburg fahren müssen. In der Tat würde da der so genannte "kleine Kreisel, oder Minikreisel" nicht ausreichen, wenn es dafür nicht auch eine Lösung gäbe.

Ein Kreisverkehr darf nur angeordnet werden, wenn die Mittelinsel von der Kreisfahrbahn abgegrenzt ist. Dies gilt auch, wenn die Insel wegen des geringen Durchmessers des Kreisverkehrs von großen Fahrzeugen überfahren werden muss (Anmerkung: das ist also möglich!). Zeichen 295 als innere Fahrbahnbegrenzung ist in Form eines Breitstrichs auszuführen. VwV-STVO zu Verkehrszeichen 215 "Hinweis auf Kreisverkehr."

Anmerkung: So genannte "Minikreisverkehre" haben einen Durchmesser zwischen 13 und 22 Metern. Da die Kreisinsel von großen Lastwagen oder Bussen wegen deren zu großem Wendekreis nicht umfahren werden kann, muss diese überfahrbar gestaltet sein. In der Regel ist sie aufgepflastert und von einem Niederbord eingefasst oder in Ausnahmefällen nur abmarkiert. Sie sind dazu gedacht, inner Orts und im Bestand an geeigneten Plätzen bestehende Vorfahrtsregelungen oder Lichtsignalanlagen zu ersetzen.

Was die Fußgänger im Straßenverkehr (Fahrradfahrer sind hier Verkehrsteilenehmer, wie auch alle anderen motorisierten Teilnehmer *)) anbetrifft, gibt es zunächst Vorschriften in der StVO (z.B. §§ 25 Abs. 3 und 8 Abs.1, Satz 1). Seit Einführung des "Zebrastreifens" in Deutschland (1952 Berlin) und Überwindung von anfänglichen Schwierigkeiten in den 1950er und 60er Jahren, kommt dieser seit 1964 einer "Ampel auf Grün" für Fußgänger gleich. Zudem heißt es in den "Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen" (R-FGÜ 2001): "Die Sicherheit von Fußgängerüberwegen (FGÜ) kann durch ergänzende bauliche Maßnahmen oder verkehrsrechtliche Anordnungen verbessert werden. Derartige Kombinationen empfehlen sich insbesondere, wenn vorrangig Kinder oder ältere oder behinderte Menschen beim Überqueren einer Straße geschützt werden müssen.

*) Der Fahrradverkehr ist entweder wie der Kraftfahrzeugverkehr auf der Kreisfahrbahn zu führen oder auf einem baulich angelegten Radweg (Zeichen 237, 240, 241)... VwV-STVO zu "Verkehrszeichen 215" (Hinweis auf Kreisverkehr)

Konkret: (Quelle: Anwalt.de)
A) Die Fahrzeuge im Kreisverkehr haben Vorfahrt (§ 8 Absatz 1a Satz 1 StVO), wenn bei der Einfahrt in den Kreisverkehr die Schilder „Kreisverkehr“ und „Vorfahrt gewähren“ installiert sind. Beim Einfahren in den Kreisverkehr darf nicht geblinkt werden (§ 8 Absatz 1a Satz 2 StVO), unmittelbar vor dem Verlassen des Kreisverkehrs muss rechts geblinkt werden (§ 9 Absatz 1a Satz 1 StVO). Weiterhin verboten im Kreisel ist das Halten (außer verkehrsbedingt), das Rückwärtsfahren, „Extra-Runden“ drehen und natürlich, entgegen der Fahrtrichtung unterwegs zu sein.

B) Beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr ist weiterhin besonders auf Fußgänger und Radfahrer zu achten. Die Fußgänger haben hier Vorfahrt, auch wenn sie sich entgegen der Fahrtrichtung bewegen. Im Prinzip ist es so, dass das Fahrzeug aus dem Kreisverkehr abbiegt (den Blinker setzen muss) und sich der Fußgänger weiter in der früheren Fahrtrichtung bewegt. Ist der Kreisverkehr mit einem Zebrastreifen für die Fußgänger versehen, so ist die Vorfahrtsverletzung gegenüber dem Fußgänger sogar recht teuer. Hierfür gibt es einen Punkt ins Flensburg und ein Bußgeld von mindestens 80,00 €. Das gilt natürlich auch für normale Zebrastreifen. Das Vorfahrtsrecht für Fußgänger geht hier sehr weit. Besser ist es, lieber einmal mehr anzuhalten.

Was die so genannten "Zebrastreifen" anbetrifft (also Fußgängerüberwege, die nicht durch Ampelanlagen geregelt sind), ist auf § 26 StVO zu achten: (1) An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den zu Fuß Gehenden sowie Fahrenden von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen (Anm.: Rollis, KBZO), welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warten."

Außerdem ist zu bedenken, was die VwV-StVO zu § 26 Fußgängerüberwege sagt: "Fußgängerüberwege dürfen nur innerhalb geschlossener Ortschaften und nicht auf Straßen angelegt werden, auf denen schneller als 50 km/h gefahren werden darf. Die Anlage von Fußgängerüberwegen kommt in der Regel nur in Frage, wenn auf beiden Straßenseiten Gehwege vorhanden sind. Fußgängerüberwege dürfen nur angelegt werden, wenn nicht mehr als ein Fahrstreifen je Richtung überquert werden muss. Dies gilt nicht an Kreuzungen und Einmündungen in den Straßen mit Wartepflicht." *)

*)Sind aus anderen Gründen Missverständnisse über die Vorfahrt zu befürchten, so muss die Wartepflicht entweder besonders deutlich gemacht werden (z. B. durch Markierung, mehrfach wiederholte Beschilderung), oder es sind Lichtzeichenanlagen anzubringen. Erforderlichenfalls sind bei der Straßenbaubehörde bauliche Maßnahmen anzuregen. (§ 8 12c VwV-StVO)

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Bemerkungen zum Erdüberlastungstag

Aus der ökonomischen Perspektive betrachtet, befindet sich die Menschheit ab dem Earth Overshoot Day (EOD, für das Jahr 2019 war dies der 29. Juli) in einem Ressourcendefizit, weil sie ihr ganzes jährliches Ressourceneinkommen bereits aufgebraucht hat und sich deshalb „Geld von der Bank“ – das heißt der Erde – leihen muss. Dieser Zustand wird mit overshoot bezeichnet. Das Konzept des EOD misst einerseits die menschliche Nachfrage nach und andererseits das globale Angebot an natürlichen Ressourcen. Heute sind schon nach knapp sieben Monaten alle erneuerbaren Ressourcen und CO2-Abgaben eines ganzen Jahres verbraucht.

Während in den vergangenen Jahrzehnten in Sachen Klimaveränderung und ökologischem Fussabdruck „nur“ die CO2-Emmissionen bedacht wurden, muss in der Gegenwart und für die Zukunft auch der E-Fingerabruck (E-Smog) stark berücksichtigt werden. So wird für die Betreibung und Bereitstellung der zukünftig geplanten 5G-Mobilfunktechnik eine enorme Menge an elektrischer Energie benötigt, die erst einmal generiert werden muss. Außerdem trägt der E-Smog und vor allem die neue 5G-Technik per se zur Erhöhung der Lufttemperatur bei (nahe Mikrowellenbereich).

Im Jahr 2019 lag der EOD auf dem  29. Juli(siehe oben). Jeder BAUM, der ab ab diesem Tag gefällt wurde, ist unwiderrulich einer zuviel … Der Trend der letzten 25 Jahre zeigt eine deutliche Vorverlegung zu einem früheren Datum. 2003 wurde der Erdüberlastungstag für den 22. September berechnet, 1993 für den 21. Oktober, wobei es aufgrund inzwischen verfeinerter Methodiken sowie neuer Erkenntnisse zu einer gewissen Schwankungsbreite z. B. aufgrund wetterbedingt unterschiedlicher Emissionen kommt.

Overshoot Day Verbrauch in Erde-Einheiten (1,0)

1961 0,73 (hier ließ die globale jährliche Ressourceninanspruchnahme noch Reserven übrig)…

1971 21. Dezember 1,01 (ab hier übersteigt der jährliche Verbrauch die global zur Verfügung stehenden Ressourcen) …

1987 19. Dezember 1,23   1990 7. Dezember 1,29

1995 21. November 1,32    2000 1. November 1,37

2005 20. Oktober 1,54       2007 26. Oktober 1,62

2008 23. September 1,61    2009 25. September 1,59

2010 21. August 1,66    2011 27. August 1,69

2012 22. August 1,5    2013 20. August 1,7

2014 19. August 1,69     2015 13. August

2016 3. August    2017  2. August 1,7

2018 1. August    2019  29. Juli 1,75

2030 ???   2050   ???   2099 ???

Ravensburg, 27. April 2018 / 13. Juni 2019 / 20. September 2019