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Nikotinkinder - Gegen die Ausbeutung von Kindern durch die Tabakindustrie!

Mehr als 200 Millionen Kinder müssen weltweit für ihren Unterhalt unter ausbeuterischen Umständen arbeiten. Besonders gefährlich ist die Arbeit auf Tabakplantagen. Die Tabakindustrie sagt selbst, dass zwei Drittel dieser Kinder Schwerstarbeit auf dem Feld leisten, ohne jede Freizeit, sogar in Sklaverei. Extreme Armut ist die Hauptursache für ihr Elend.

 

Das haben wir, die Aktivgruppe PEACEMAKERS (SchülerInnen der Klasse 7c, Realschule Kerpen), herausgefunden. Wir sind empört darüber, dass sich niemand für diese Kinder einsetzt. Deswegen fordern wir einen weltweiten Protest gegen diese Zustände.


Mit dieser Petition sprechen wir die in Deutschland ansässigen wichtigsten Tabakkonzerne an: Philip Morris International (PMI), British American Tobacco (BAT), Japan Tobacco International (JTI) und Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH. Mit ihren Marken wie Marlboro (PMI), Pall Mall (BAT) Camel (JTI) und West (Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH) verkaufen sie mit jeder Zigarette auch ein Stück Lebensqualität der Kinder, die unter gefährlichen Bedingungen arbeiten.


Zwar geben Tabakkonzerne an, sich gegen Kinderarbeit und für Schulbildung einzusetzen, jedoch sieht die Realität ganz anders aus! Die Tabakindustrie versucht, die Verantwortung auf die Zulieferer vor Ort abzuschieben. Die beiden größten Zulieferer sind Universal Corporation und Alliance One International, die beide zugeben, dass sie von den großen Zigarettenfirmen (PMI, JTI, Imperial) abhängig sind.


Aus diesem Grund wenden wir uns an alle einflussreichen und großen Tabakproduzenten mit Produktions- und Geschäftsstellen in Deutschland, um an den bisherigen Zuständen auf Tabakfeldern etwas zu verändern! Denn mit über 180 Milliarden Zigaretten pro Jahr ist Deutschland der weltgrößte Exporteur von Zigaretten.

 


Fakt ist:


+ Die Kinder arbeiten bis zu 12 Stunden an durchschnittlich 211 Tagen im Jahr auf den Tabakfeldern oder bei der Verarbeitung des Rohtabaks. In Deutschland gehen Kinder und Jugendliche bis zu 8 Stunden an durchschnittlich 184 Tagen pro Jahr zur Schule.


+ Sie nehmen während der Erntezeit über die Haut bis zu 54 Milligramm Nikotin pro Tag auf – dies entspricht dem Inhalt von etwa 60 Zigaretten.

+ Sie erleiden dadurch typische Symptome einer Nikotinvergiftung: starke Kopf- und Bauchschmerzen, Muskelschwäche, Husten, Atemnot, Depressionen und bleibende Gehirnschäden. Hinzu kommen Erkrankungen durch den direkten Kontakt mit Pestiziden. Schutzmaßnahmen oder eine ausreichende Gesundheitsfürsorge gibt es nicht.


+ Sie erhalten dafür durchschnittlich 1 Cent pro Stunde, während die angesprochenen Tabakkonzerne in 2012 einen Jahresumsatz von mehr als 30 Mrd. Euro gemacht haben.


Wir fordern:


+ Ausbeuterische Kinderarbeit darf nicht toleriert werden.


+ Die Tabakindustrie muss ihren Einfluss nutzen, dass die Erwachsenen genug verdienen und nicht durch Knebelverträge und sinkende Löhne der Armut ausgeliefert werden. Dann brauchen die Kinder nicht zu arbeiten und können zur Schule gehen.


+ Die Tabakindustrie muss die Arbeitsbedingungen für die Erwachsenen so gestalten, dass sie menschenwürdig und gesundheitsschonend sind. Eine medizinische Vorsorge und Betreuung ist besonders wichtig.


+ Durch umfassende und unabhängige Kontrollen auf den Tabakplantagen, organisiert von einer internationalen Institution wie z.B. der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und finanziert durch die Tabakindustrie, müssen diese Forderungen eingehalten werden.


+ Die Bundesregierung hat angesichts der jährlichen Einnahmen aus der Tabaksteuer in Höhe von 14 Mrd. Euro die Verpflichtung, Ihren Einfluss auf die Tabakindustrie zu nutzen.
 


||| Unterstützen Sie unsere Petition.


||| Verbreiten Sie die Information.


||| Jede Stimme zählt.

Die Aktivgruppe PEACEMAKERS von FRIEDENSBAND ist die Klasse 7c der Städt. Realschule Kerpen.

||| Aktionswebseite: nikotinkinder.friedensband.de

 

Facebook: Nikotinkinder


 
Quellen:
Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.):
Umweltrisiko Tabak – von der Pflanze zur Kippe
Heidelberg, 2009
www.unfairtobacco.org
www.plan-international.org
www.tobaccoatlas.org

This petition was delivered to:
  • Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer, British American Tobacco Germany
    Adrianus Schenk
  • Leitung, JT International Germany GmbH
    Robert Standworth
  • Specher, Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH
    Richard Gretler
  • General Manager, Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH
    Marcus T.R. Schmidt
  • f6 Cigarettenfabrik GmbH & Co. KG
    Joerg Dettmer
  • Manager Communication and Contribution, Philip Morris GmbH
    Claudia Oeking
  • Philip Morris GmbH
    Andrea Klink
  • Pressekontakt, British American Tobacco Germany
    Ulf Bauer
  • Corporate and Regulative Affairs, British American Tobacco Germany
    Ralf Leinweber
  • Vorsitzender der Geschäftsführung, Philip Morris GmbH
    Jacek Olczak,
  • Leitung, JT International Germany GmbH
    Jürgen Rademacher


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