Schwerer Behandlungsfehler bei Säuglingen - Die Arzthaftung muss greifen!

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Mein Sohn Simon (14 Jahre) musste in seinem Leben bereits 79 Operationen über sich ergehen lassen. Durch einen grob fahrlässigen Behandlungsfehler im Jahre 2007 erlitt er im Alter von 15 Monaten eine schwere Meningokokken Sepsis.

Als wir mit unserem schwer kranken, hochfiebrigen Sohn ins Krankenhaus kamen wurden wir wieder nach Hause geschickt-obwohl die damalige behandelnde Ärztin den klaren Verdacht auf eine Meningokokken Sepsis hatte. Sie hat es versäumt, Simon, damals 15 Monate alt, in die eine Etage tiefer gelegene Notfallzentrale zu schicken, um dort die dringend notwendige Abklärung zu veranlassen. Auch die Möglichkeit, ihn zur Beobachtung einweisen zu lassen, nahm sie nicht war. Dazu ist wichtig zu sagen, dass man bei einen verdacht auf eine Meningokokken Sepsis immer von einen Notfall spricht und dennoch wurden wir wieder nach Hause geschickt und klare Vorgaben wurden ignoriert.

Der Zustand von Simon hat sich in den folgenden Stunden stark verschlechtert, weshalb wir einige Stunden später wieder ins Krankenhaus fuhren. Die Diagnose: Meningokokken Sepsis. Es war nicht klar, ob Simon die Nacht überlebt, zweimal musste er reanimiert werden. Schließlich musste sein linker Fuß amputiert und zahlreiche Hautareale mit Spalthaut vom Kopf abgedeckt werden. Über 50 Prozent seines Hautbildes besteht aus Narbengewebe.

Es gibt drei Gutachten, die uns Recht geben, aber das reichte dem Landgericht Erfurt und dem Oberlandesgericht Jena nicht aus, um zu einem klaren Schuldspruch zu kommen. Simons Leid wurde als schicksalhaft dargestellt. Unterlagen verschwanden und notwendige Zeugen verschwanden oder wurden nicht gehört. Das OLG Jena legte sogar fest, dass die Verfahrenskosten uns auferlegt werden. Der Weg zum Bundesgerichtshof und somit die letzte Möglichkeit blieb uns verwehrt, da der PKH Antrag, zu unserer Nichtzulassungsbeschwerde, die der einzige mögliche Weg zum BGH gewesen wäre, abgelehnt wurde.

DAS MACHT MICH ALS VATER UNENDLICH WÜTEND UND TRAURIG. SIMON STEHT GERECHTIGKEIT ZU.

Wir fordern, dass die Arzthaftung in seinem Fall greift! Darüber hinaus fordern wir die Eröffnung eines neuen Verfahrens und die Aufklärung der Rechtsfehler in einer öffentlichen Arbeitsgruppe.

Unser Rechtssystem schützt mehr die Ärzte als den geschädigten Patienten. Wir als Eltern ersticken in einen unglaublichen Sumpf von Kosten, denn eine Prozesskostenhilfe deckt nur eigene Rechtskosten. Verliert man das verfahren, die nicht mutwillig getätigt werden, muss man die Kosten der Gegenseite tragen.

Bitte unterstützt meinen Sohn und unsere Familie, indem Ihr die Petition unterschreibt und teilt!

Vielen Dank,
Sven Seyfarth


Mehr zu Simon erfahrt ihr auf seinem Instagramm-Account @simonseyfarth und in diesem Video mit dem MDR:  https://www.facebook.com/watch/?v=695127044282342

Näheres zu Simon ist auch auf Facebook zu finden unter: https://www.facebook.com/Simon-Seyfarth-Erfurts-tapferster-K%C3%A4mpfer-2359446224342608