Neuer Aufschrei zur Situation von Geburten in Deutschland

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Wieder tritt ein Notstand in deutschen Kreißsälen ein:
Das Landkreisklinikum Erding meldet, es könne in den kommenden Sommermonaten Juli, August und September aus Mangel an Beleghebammen, nur von Montag bis Freitag geplante Kaiserschnitte durchführen.
Der Landkreis Erding hat 133 747 Einwohner (aktuellster Stand 2015), 2016 gab es 694 Geburten im Klinikum und der Landkreis wächst schnell und hat eine junge Bevölkerung.
München meldet schon seit 2015 hoffnungslose Überlastung der Kreißsäle:
https://www.welt.de/regionales/bayern/article145385421/Muenchner-Kreisssaele-platzen-aus-allen-Naehten.html

Durch das Schließen der geburtshilflichen Abteilung wird es ab Juli nicht möglich sein, im Klinikum Erding auf natürliche Weise zu gebären. Dies ist für Schwangere aus dem Landkreis unzumutbar und ein gravierender Einschnitt in die individuelle und körperliche Unversehrtheit von Mutter und Kind.
Geburt ist keine Krankheit. Geburt ist ein lebendiger und natürlicher Prozess.
Die heutige Medizin für Notfälle im Hintergrund zu haben, ist ein großer Vorteil.

Hier ein Link wo Sie sehen, wie viele Geburtsstationen allein in bayerischen Kliniken schon geschlossen wurden.
http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/bad-aibling-entbindung-100.html

Diese Entwicklung ist menschenunwürdig und skandalös. Wir Bürger wissen dass genügend Geld da ist, um die Situation zu bereinigen.
Niemand hat das Recht, den natürlichen Prozess der Geburt auf einen medizinisch kontrollierten Eingriff zu reduzieren oder ihn durch eine Operation (Kaiserschnitt) zu ersetzen.

Wir wollen und brauchen genügend Hebammen, die ohne Stress Geburten in ihrem natürlichen Prozess begleiten und zwar in Kliniken, Geburtshäusern und zu Hause.

Grundgesetz Artikel 2 (1): Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

Wir fordern:
1. eine kurzfristige Lösung zur geburtshilflichen Grundversorgung im Kreisklinikum Erding
2. die dringende Verbesserung der Entlohnung für Hebammen
3. die dringende Erleichterung der Versicherungssituation der Hebammen

Beide letztere Punkte sind dafür verantwortlich dass Hebammen sich aus ihrem Beruf zurückziehen
und dass zu wenige Frauen den Beruf der Hebamme ergreifen wollen.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-04/hebammen-krankenhaeuser-geburten-geburtenrate-geburtshilfe

Nachdem schon jahrelang bundesweite Protestaktionen wegen der Situation der Hebammen laufen und anscheinend ignoriert werden, richten wir aus aktuellem Anlass diese Petition an bayerische Ministerien und wiederum an den GVK Spitzenverband.

Wir bitten aber alle Bürger:
Bitte unterstützen Sie uns, damit in Deutschland gesehen wird, dass wir nicht bereit sind, die Geburt kommerziellen Interessen zu opfern!

Sehr geehrte PolitikerInnen,
bitte nehmen Sie die Bedürfnisse Ihrer Bürger endlich wahr!



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