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Nein zu Cesar Millan Deutschland Tour 2017

Diese Petition hat 4.068 Unterschriften erreicht


An alle Organisationen, Tierschutzvereine, Tierschutzbeauftragte und Veranstalter

Sehr geehrte Damen und Herren,
am Donnerstag 23-02-2017 bis Samstag 04-03-2017 wird Cesar Millan, der berühmte, aber mittlerweile nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern sehr umstrittene amerikanische „Hundeflüsterer“ mit seiner „Leader of the Pack“- Tour nach Deutschland kommen. Derzeit ist in 6 Städten - Oberhausen, München, Mannheim, Stuttgart, Hamburg, Berlin - ein Auftritt geplant.
Viele der Trainingsmethoden des Herrn Millan verstoßen nicht nur gegen das Deutsche Tierschutzgesetz (Einsatz von Stachel-, Strom- und Würgehalsbänder), sondern basieren auf die längst wissenschaftlich widerlegten Dominanz-/ Alphatiertheorien und üben somit unnötigen physischen Schmerz (durch Strangulieren, Hängen und Fußtritte) und psychischen Druck (durch Bedrängen, Alpharolle, Schnauzengriff) auf die Hunde aus.
Da diese Techniken zur Gefahr von Halter und Tier werden können, sollte dringend verhindert werden, solche überholten und nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen inakzeptablen Trainingsmethoden einem breiten Publikum nahe zu bringen und zum Nachahmen zu animieren.
Zudem werben die Veranstalter in ihren Anzeigen mit einem „Live“-Training, welches gemäß Tierschutzgesetz (TierSchG §3, Satz 6) verboten ist, „sofern damit Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden sind“. Dabei spielt es keine Rolle, ob Herr Millan eigene Hunde auf die strapaziöse Reise mitführt und sie regelmäßig dem Stress einer solchen Veranstaltung aussetzt, oder ob Hunde von Besuchern (die gemäß der Programmvorschau zwar nicht zugelassen sind, Herr Millan jedoch dies in einem jüngst in Österreich stattgefundenen Interview ankündigte) auf der Bühne „trainiert“ werden. Selbst wenn er bei seinen Auftritten nur Show und Entertainment bietet, so steigert es die Popularität dieser Methoden und dadurch auch die Selbstverständlichkeit bei manchen Hundehaltern, seine tierschutzwidrige Trainingsweise zu imitieren.
Wir bitten Sie zum Wohle der Hunde, aber auch deren Besitzer und Familien, diese Veranstaltungen in Deutschland zu untersagen bzw. keine Genehmigung zu erteilen. Es darf nicht sein, dass ein selbsternannter Hundetrainer tierschutzrelevante Methoden an Hunden vorführen oder auch nur in Theorie den Hundebesitzern empfehlen darf!
Mit freundlichen Grüßen

Link zur englischen Petition https://www.change.org/p/youtube-alter-terms-of-service-to-not-allow-animal-abuse-when-training-animals

Auszug: WATCH THIS VIDEO TO 100% UNDERSTAND THIS PETITION
https://www.youtube.com/watch?v=1unZmE-O8sY 

Unterstützer dieser Petition
GEGEN Cesar Millan den "Hundeflüsterer"
Dogpaw.de Berliner mit Herz für Hunde

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Einiges über Cesar Millan unter :http://dogpaw.de/Themen/cesar-millan/index.html

Auszug aus der Petition von 2014
Geführt von der Gruppe : Gegen Cesar Millan den "Hundeflüsterer"

Cesar Millan ist derzeit wohl der populärste Hundetrainer, dessen TV-Serie „Der Hundeflüsterer“ und seine Bücher „Du bist der Rudelführer“ und „Tipps vom Hundeflüsterer“ weltweit bekannt sind.

Allerdings stehen Millan auch sehr viele Kritiker gegenüber, darunter Berufsverbände wie der IBH und der BHV, Verhaltensbiologen und - psychologen wie z.B. die IAABC und die ACVB, Kynologen und Tierschutzorganisationen wie die American Humane Assoc, CumCane familiari, TIR Schweiz und SOS Listenhunde Schweiz, Vier Pfoten Österreich.

Warum werden Cesar Millans Trainingsmethoden als tierschutzrelevant kritisiert?

Millan benutzt beim Training mit Hunden Starkzwangmittel wie Stachelhalsbänder, Stromreizgeräte und Würgeschlingen und wendet körperliche Gewalt wie Würgen, Strangulieren, Leinenruck und Treten an. Doch fügt er den Hunden nicht nur physische Schmerzen zu, vielmehr können solche Erziehungsmaßnahmen auch zu massiven psychischen Problemen führen, diese sind dabei gefährlich für Mensch und Tier.

Nicht selten wandeln sich Hunde, denen solche Trainingsmaßnahmen widerfahren sind, zu tickenden Zeitbomben. Als Folgen solcher aversiver Trainingsmethoden zählen gesteigerte Aggressionen, Depressionen, die „erlernte Hilflosigkeit“ (ein Zustand, den Millan fälschlicherweise als „Entspannung“ deutet) oder schlichtweg ein traumatisierter, gebrochener Hund.

Die genannten aversiven Ausbildungsmethoden verstoßen damit eindeutig gegen das Deutsche Tierschutzgesetz (s. TierSchG §1; §2, Satz 2; §3, Satz 1b, 5, 11).

 

Millans Trainingsweise basiert auf längst widerlegte „Rudelführertheorien“. Entgegen neueren, wissenschaftlich belegten Erkenntnissen zum Thema Rudelverhalten bei Wölfen, empfiehlt er Hundebesitzern, ihren Tieren als Rudelführer zu begegnen und sie in der Rolle des Alphatieres zu dominieren. Hierfür wendet er sehr häufig die sogenannte Alpharolle (den Hund auf den Rücken drehen) an. Auch diese Methode ist völlig veraltet und kann dem verunsicherten Hund den Beginn eines Ernstkampfes vermitteln.

 

Die Hunde, die Millan in seinen Shows angeblich rehabilitiert oder resozialisiert sind keineswegs nur aggressive, von anderen Hundetrainern aufgegebene Hunde. Meist handelt es sich um ängstliche, verunsicherte, frustrierte, unterforderte, ja teils sogar misshandelte Hunde oder Hunde mit häufig auftretenden Verhaltensauffälligkeiten wie z.B. Ressourcenverteidigung oder Leinenaggression. Körperliche Schmerzen oder sonstige gesundheitliche Einschränkungen (z.B. Bandscheibenvorfall, Schilddrüsenunterfunktion) werden nicht vorab geprüft oder ausgeschlossen. Erschreckend oft muss man beobachten, dass Millan die Körpersprache der Hunde gänzlich missachtet und/oder deutliche Zeichen wie die „calming signals“ (Beschwichtigungssignale) fehl deutet.

 

Das PR-Produkt Cesar Millan ist keinesfalls ein professioneller Hundetrainer, sondern vielmehr ein ehemaliger Hundeausführer, der keine entsprechende Ausbildung oder Studium absolviert hat, sondern seine Erkenntnisse lediglich auf Beobachtungen und Erfahrungen mit Hunden aus seiner Kindheit aufgebaut hat und auch anerkannte wissenschaftliche Studien ignoriert.

 

Professionelle Hundetrainer und zigtausende Hundehalter, die belohnungsbasierte Trainingsmethoden wie die positive Verstärkung bei ihren Schützlingen anwenden, erzielen nicht nur langfristig bessere Erfolge, sondern stärken gleichzeitig die Hund-Mensch-Bindung, das Vertrauensverhältnis. Mit gewaltfreien Erziehungsweisen werden hervorragende Ergebnisse auch bei verhaltensauffälligen Hunden erzielt, denn es werden nicht die Symptome unterdrückt, sondern die Ursache erforscht und entsprechend abgebaut.

 

Bitte helfen Sie mit, dass dem Show-„Hundeflüsterer“ Cesar Millan hier in Deutschland keine Bühne geboten wird und diese veralteten, tierschutzrelevanten und teilweise gefährlichen Trainingstechniken nicht zusätzlich durch seine „Leader of the Pack-Tour“ in mehreren deutschen Städten einem großen Publikum zur Nachahmung nahe gebracht werden.

 

Sagen Sie „Nein zu Gewalt in der Hundeerziehung!“ und „Ja zur Einhaltung des Deutschen Tierschutzgesetzes“!



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