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Kaum verebbt der Skandal um Pferdefleisch, wird deutlich, dass Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland auch beim Eierkauf in großen Stil systematisch getäuscht wurden. Über 150 Eiererzeuger in Niedersachsen stehen im Verdacht, zu viele Tiere in ihren Ställen gehalten zu haben – das ist jeder fünfte Betrieb in diesem Bundesland. Aber auch Betriebe in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, den Niederlanden und Belgien scheinen sich am Betrug beteiligt zu haben.

Noch ist unklar, um welche Betriebe es sich handelt und in welchem Umfang neben konventionellen Haltern auch Bio-Erzeuger betroffen sind. Anders als bei Fleisch gibt es bei Eiern eine klare Kennzeichnung, die es VerbraucherInnen ermöglichen soll, gezielt Eier aus guter Haltung zu kaufen. Seit die Kennzeichnung 2004 eingeführt wurde, zeigen VerbraucherInnen, dass sie Eier aus tierquälerischer Produktion ablehnen. Über 95 Prozent der VerbraucherInnen lassen das Ei mit der 3 (der Ziffer für Käfighaltung) im Regal liegen und greifen zu den tierfreundlicheren Alternativen.

Es ist nicht akzeptabel, dass das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in diese Kennzeichnung und das verantwortungsbewusste Kaufverhalten der KonsumentInnen durch systematisch kriminelles Verhalten mit Füßen getreten werden.

Niedersachsen ist das Agrar-Land Nummer 1, hier gibt es auch die meisten Massentierhaltungsanlagen. Der neue Landwirtschaftsminister in Niedersachsen, Christian Meyer (Grüne), kann jetzt beweisen, dass es ihm mit einer Agrarwende in seinem Bundesland ernst ist.

Der BUND fordert daher:

+ Überführte Betriebe müssen hart bestraft werden. Ihnen muss umgehend die Betriebserlaubnis entzogen werden. Verbrauchertäuschung und Gesetzesverstöße dürfen sich nicht - wie derzeit - lohnen.

+ Staatliche Kontrollen müssen verschärft werden. Zudem müssen gezielte Kontrollen auf „Überbelegung“ auch auf andere Tierhaltungen (z.B. Masthuhnbetriebe) ausgedehnt werden.

+ Die Namen der überführten Betriebe und der betroffenen Handelsmarken müssen umgehend veröffentlich werden.

Herr Meyer, mit unserer Unterschrift unterstützen wir Sie in Ihrem Wunsch, die Agrarpolitik so auszurichten, dass sie Verbraucher, Tiere und Natur besser schützt. Bitte setzen Sie ein Zeichen zur Agrarwende und beenden Sie die systematische Verbrauchertäuschung.

Letter to
Landwirtschaftsminister Niedersachsen (Bündnis 90/ Grüne) Christian Meyer (Landwirtschaftsminister, Niedersachsen)
Sehr geehrter Herr Meyer,

kaum verebbt der Skandal um Pferdefleisch, wird deutlich, dass VerbraucherInnen in Deutschland auch beim Eierkauf in großen Stil systematisch getäuscht wurden. Über 150 Eiererzeuger in Niedersachsen stehen im Verdacht, zu viele Tiere in ihren Ställen gehalten zu haben – das ist jeder fünfte Betrieb in diesem Bundesland. Aber auch Betriebe in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, den Niederlanden und Belgien scheinen sich am Betrug beteiligt zu haben.

Noch ist unklar, um welche Betriebe es sich handelt und in welchem Umfang neben konventionellen Haltern auch Bio-Erzeuger betroffen sind. Anders als bei Fleisch gibt es bei Eiern eine klare Kennzeichnung, die es VerbraucherInnen ermöglichen soll, gezielt Eier aus guter Haltung zu kaufen. Seit die Kennzeichnung 2004 eingeführt wurde, zeigen VerbraucherInnen, dass sie Eier aus tierquälerischer Produktion ablehnen. Über 95 Prozent der VerbraucherInnen lassen das Ei mit der 3 (der Ziffer für Käfighaltung) im Regal liegen und greifen zu den tierfreundlicheren Alternativen.

Es ist nicht akzeptabel, dass das Vertrauen der BürgerInnen in diese Kennzeichnung und das verantwortungsbewusste Kaufverhalten der KonsumentInnen durch systematisch kriminelles Verhalten mit Füßen getreten werden.

Niedersachsen ist das Agrar-Land Nummer 1, hier gibt es auch die meisten Massentierhaltungsanlagen. Der neue Landwirtschaftsminister in Niedersachsen, Christian Meyer (Grüne), kann jetzt beweisen, dass es ihm mit einer Agrarwende in seinem Bundesland ernst ist.

Ich fordere daher zusammen mit dem BUND e.V.:

- Überführte Betriebe müssen hart bestraft werden. Ihnen muss umgehend die Betriebserlaubnis entzogen werden. Verbrauchertäuschung und Gesetzesverstöße dürfen sich nicht - wie derzeit - lohnen.

- Staatliche Kontrollen müssen verschärft werden. Zudem müssen gezielte Kontrollen auf „Überbelegung“ auch auf andere Tierhaltungen (z.B. Masthuhnbetriebe) ausgedehnt werden.

- Die Namen der überführten Betriebe und der betroffenen Handelsmarken müssen umgehend veröffentlich werden.

Herr Meyer, mit unserer Unterschrift unterstützen wir Sie in Ihrem Wunsch, die Agrarpolitik so auszurichten, dass sie Verbraucher, Tiere und Natur besser schützt. Bitte setzen Sie ein Zeichen zur Agrarwende und beenden Sie die systematische Verbrauchertäuschung.