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ErzieherInnen schützen – Betreuung ermöglichen

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Sehr geehrter Herr Kretschmann!

Öffnen die Kitas oder tun sie es nicht – auf was muss ich mich heute einstellen? Geht es bei der aktuellen Diskussion überhaupt noch um den Gesundheitsschutz der ErzieherInnen und um Planbarkeit für die Einrichtungen?

Zunächst möchte ich mich bei den Trägern für die Unterstützung in der Pandemie bedanken, als auch bei den verantwortungsbewussten Eltern.

Dennoch fühle ich mich vom Kultusministerium als steuerndes Organ alleine gelassen, da klare Vorgaben zum Infektionsschutz fehlen bzw. die Anforderungen steigen.                                                 

Wir, die pädagogischen Fachkräfte, arbeiten in stetiger Ungewissheit. Kommen Kinder in die Kita, obwohl Angehörige in Quarantäne sind? Warum werden symptomlose Kinder nicht getestet, obwohl man weiß, dass sie oft asymptomatisch infiziert sind? Warum wird bei Verdacht eines Kindes, z.B. Mutter und Vater positiv, das Kind und die gesamte Gruppe nicht getestet? Überall werden Maßnahmen verschärft, nur in den Kindertageseinrichtungen gibt es immer mehr Lockerungen - das ist schwer nachzuvollziehen!

Es sollte allgemein bekannt sein, in welch engem Kontakt sich ErzieherInnen und Kinder in den Kitas begegnen! Wir halten seit Beginn der Pandemie die Stellung, wir sorgen dafür, dass Eltern ihrer Berufstätigkeit nachgehen können und somit auch unser System und die Wirtschaft stützen. Wir bieten den Kindern ein Stück Normalität. Wir trösten Kinder und nehmen sie auf den Arm - und das alles ohne Maske und ohne Abstand.

Auch wenn die ErzieherInnen mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen täglich in den Einrichtungen für Bildung, Betreuung und Erziehung arbeiten, ist eine offene Kommunikation zu den potentiellen Risiken und die Definition sowie Umsetzung der erforderlichen Schutzmaßnahmen unumgänglich. Wir möchten informiert sein, wenn es um unsere Gesundheit geht! Die psychische Belastung der pädagogischen Fachkräfte und die Angst vor der Ansteckung ist hoch.

Deswegen fordere ich für die Berufsgruppe der ErzieherInnen folgende Schutzmaßnahmen:

  • Der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen findet mit Hilfe eines Wechselmodells mit stabilen kleineren Gruppen statt.
  • Die Notbetreuung muss durch die Unabkömmlichkeitsbescheinigung, basierend auf klar definierte Vorgaben, eindeutig geregelt und die Anzahl der Kinder reduziert werden.
  • Die Ausstattung des pädagogischen Personals mit FFP2-Masken.
  • Der Mindestpersonalschlüssel muss auch in Pandemiezeiten bestehen bleiben.
  • Vorrücken der pädagogischen Fachkräfte in der Impfreihenfolge in Stufe zwei.
  • Die Durchführung von Tests im Verdachtsfall bei Kindern sowie dem Personal innerhalb von 24 h.
  • Die Wiedereinführung der bis 12/2020 vorgeschriebenen Gesundheitsbestätigung durch die Eltern.
  • Regelmäßige ärztliche Untersuchung der ErzieherInnen aus den jeweiligen Risikogruppen.

Wir möchten geschützt arbeiten und somit auch die Allgemeinheit schützen!                                                                   

Bitte unterstützen Sie die Petition! Vielen Dank!

Anke Leistert (Kita-Leitung aus Stuttgart)

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