Festverträge und faire Bezahlung für Schulbegleitungen / Inklusionskräfte in Bayern

Festverträge und faire Bezahlung für Schulbegleitungen / Inklusionskräfte in Bayern

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Bei 500 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Empfehlungen gelistet!
Melanie Christine Adelheit hat diese Petition an Ministerpräsident Dr. Markus Söder und gestartet.

Die Bezirke und Jugendämter in Bayern ordnen die Schulbegleitungen / Inklusionskräfte als Hilfskräfte ein und selten nach Qualifikation. Das ist nicht richtig! 

Durch die Pandemie sind fast alle Kräfte schon im Frühjahr in der Kurzarbeit gelandet, weil die Schulen keinen normalen Unterricht anbieten durften. Nun ist es Winter und wir stehen vor der gleichen Problematik. Das heißt: die Schulbegleitungen / Inklusionskräfte, die eh schon nur den Mindestlohn beziehen, haben kaum noch etwas zum Leben.

Hinzu kommt, dass die Träger ihren Mitarbeitern nach den Sommerferien oft keine neuen Verträge mehr anbieten können, da die Bewilligungen der Bezirke und Jugendämter immer mit dem letzten Schultag vor den Sommerferien beendet werden und für das neue Schuljahr erst geprüft wird, ob die Leistung noch notwendig ist. 

Dabei ist die Unterstützung keine "Kann-Leistung", sondern ein Rechtsanspruch. Außerdem kann ein Anbieter für die Schulbegleitung nur jene Zeiten mit den Leistungsträgern abrechnen, die auch tatsächlich erbracht wurden. Ist also das Kind längere Zeit krank, fällt die Schule aus oder wird wie jetzt nur wenig Unterricht durchgeführt, gibt es noch weniger Vergütung bis überhaupt keine. Dabei sind die Stundensätze, die hier gezahlt werden, ohnehin niedrig.


Im Klartext heißt das: sollte der Schulbetrieb weiterhin nicht normal durchgeführt werden können, sind hunderte Schulbegleitungen arbeitslos und die Kinder sowie Schulen stehen ohne Unterstützung da. Viele Kinder schaffen den normalen Schulalltag aber ohne ihre Helfer nicht. Von Chancengleichheit kann man hier wohl kaum sprechen. 


Ich möchte Sie eindringlich bitten, uns Schulbegleitungen / Inklusionshelfer nicht mehr als "nicht relevant" anzusehen, denn wir helfen Kindern mit Behinderung sich im "normalen" Schulalltag zurechtzufinden und begleiten sie, wenn nötig unterstützend auf ihrer gesamten schulischen Laufbahn… Kinder sind unsere Zukunft!


Wir Schulbegleitungen haben keine Sicherheiten, bekommen immer nur Jahresverträge und sind schlecht bezahlt, das muss sich ändern.


Es ist ein nicht zu akzeptierender Zustand, dass im Moment die Bezirke und Jugendämter das einfach so handhaben wie ihre Kasse es gerade zulässt. Bildung ist wichtig und darf nicht daran scheitern, weil Inklusionskräfte als nicht relevant angesehen werden.


Seit Jahren wird die Weiterentwicklung der "Schulbegleitungen / Inklusionshelfer" zu "schulischen Assistenzkräfte" verhindert, da man sich nicht festlegen will, wer die Finanzierung dafür übernehmen soll.


Ganz besonders der Freistaat Bayern drückt sich davor die Verantwortung für den Bereich zu übernehmen, weil dieser dann in den Bildungsbereich fallen würde und dadurch der Staatshaushalt belastet wird. Aber so geht die Belastung auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft und es werden Kämpfe auf Kinderrücken ausgetragen.

 

Bitte unterstützen Sie diese Petition, denn sonst wird sich nie etwas ändern und nach den Sommerferien 2021 werden Hunderte von Schulbegleitungen arbeitslos sein und Hunderte von Kindern werden auf sich alleine gestellt sein. 


Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! 


Melanie Adelheit

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