KEINE UMGEHUNGSSTRAßE DURCH DEN WALD UND DAS ODERVORLAND!

KEINE UMGEHUNGSSTRAßE DURCH DEN WALD UND DAS ODERVORLAND!

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Bei 2.500 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit von den lokalen Medien aufgegriffen!

Bürgerinitiative Rettet das Hammerthal hat diese Petition an Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg – Herrn Minister Guido Beermann und gestartet.

Stoppt die Zerstörung des Landschaftsschutzgebietes „Bad Freienwalde (Waldkomplex)“ und des Hammerthals!

Im Kurort Bad Freienwalde ist eine Schnellstraße durch wertvollste Wald- und Naturlandschaften geplant, die mindestens 23,7 Hektar Fläche versiegelt und weitere wichtigste natürliche Ressourcen belastet.

Die der Projektplanung zu Grunde gelegten Fakten und das für die Einstufung in den vordringlichen Bedarf maßgebliche „gute Kosten-Nutzen-Verhältnis“ sind veraltet und überholt sowie ökonomisch und ökologisch nicht mehr vertretbar.

Wir fordern eine neue Projektbewertung des Straßenbauvorhabens B167 / B158 Ortsumgehung Bad Freienwalde West mit dem Fokus auf ein bedarfsgerechtes, zukunftskonformes, gemeinwohlorientiertes Verkehrsnetz sowie den Straßenerhalt vor Straßenneubau.

Vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels, der Flächenkonkurrenz, des Waldsterbens, der Wasserknappheit, des dramatischen Rückgangs der Artenvielfalt und der Generationsverantwortung ist die übliche Begründung „Übergeordnetes öffentliches Interesse“ unbedingt neu zu definieren!

Wie kann ein Straßenneubau von höherem öffentlichem Interesse sein, als die Erhaltung der Natur, also unser aller Lebensgrundlage?

https://rettet-das-hammerthal.de

Durch das Landschaftsschutzgebiet „Bad Freienwalde (Waldkomplex)“ ist eine Ortsumgehung mit einer Gesamtlänge von circa 5,2 Kilometern geplant.

Das Straßenbauprojekt verläuft durch einen naturnahen, unzerschnittenen erosionsgefährdeten Mischwald, der eine hohe ökologische Bedeutung als Immissionsschutz- und Lärmschutzwald hat sowie unter Vertragsnaturschutz steht. Des Weiteren führt die geplante Straße durch ein ehemaliges Bergbaugelände und durch das Überschwemmungsgebiet des Odervorlandes.

Die an die Ortsumgehung angrenzenden Fauna-Flora-Habitat-Gebiete und das Vogelschutzgebiet sowie die Naturdenkmäler werden durch Emissionen möglicherweise nachhaltig beeinträchtigt! Der geplante Straßenneubau würde zwischen zwei FFH-Gebieten verlaufen und mögliche Wege von Wildtieren (Wildwechsel) und ihnen bekannte Routen werden getrennt. Dadurch können Lebensräume von zum Teil stark gefährdeten Arten, wie der Mopsfledermaus, verringert oder gar vernichtet werden!

Eine Erosion der Böden und Täler durch die Rodung einer massiven Anzahl an Bäumen, welche die Hänge befestigen und stabilisieren, kann zukünftig nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten ist nicht abzusehen, welche Folgen dies in Zukunft für die Region hätte! Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen trägt der Wald maßgeblich dazu bei, Überschwemmungen zu vermeiden, indem er große Wassermengen aufnehmen kann.

Das Landschaftsbild und der Charakter des Stadtwaldes sowie des Hammerthals werden sich unwiederbringlich verändern und die geplanten 14 Brücken werden sich nicht harmonisch in den Naturraum dieses Kurortes integrieren lassen.

Als weitere Begründung der Notwendigkeit des Baus der Ortsumgehung würde durch die erhoffte Verkehrsentlastung die „Sicherung als Kurstadt bzw. Heilbad“ erreicht. Wir stellen in Frage, ob der Bau einer Umgehungsstraße Bedingung für die Sicherung des Kurstadtstatus ist bzw. war!

Die vorhandenen Wanderwege innerhalb des Hammerthals, rund um den Teufelssee und im beeinträchtigten Gebiet des Stadtwaldes, werden zerschnitten und damit wäre die wertvolle Erholungsfunktion nachhaltig zerstört.

Die somit verursachten Schäden stehen in keinem Verhältnis zum erhofften Nutzen.

Das Bauvorhaben wurde 2016 im Bundesverkehrswegeplan aufgrund des „guten Kosten-Nutzen-Verhältnisses“ mit vordringlichem Bedarf eingestuft. Die Planungskosten wurden 2014 mit Gesamtkosten in Höhe von circa 21,9 Millionen Euro zugrunde gelegt. Nach Auskunft der Planungsgesellschaft beliefen sich Ende 2020 jene Projektkosten bereits auf 77 Millionen Euro!
Vor dem Hintergrund aktueller Preissteigerungen für diverse Rohstoffe liegt es nahe, dass auch diese Kosten bald überholt sein dürften.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist somit zu korrigieren! Die Einstufung in den vordringlichen Bedarf ist in Hinblick auf die mehr als verdreifachten Projektkosten zurück zu nehmen.

Die Freisetzung von Treibhausgasen muss schnellstmöglich reduziert werden. Dafür brauchen wir unseren Wald zum Bodenschutz und als CO2-Speicher!

Unter diesen Gesichtspunkten ist die im Bundesverkehrswegeplan bewertete „mittlere“ Umweltbetroffenheit geradezu absurd!

Im Rahmen der derzeit erfolgenden Bedarfsplanüberprüfung ist gemäß der Richtlinie der Umweltverträglichkeitsprüfung  (UVP) 2014/52/EU die ‚Fläche‘ als separates Umweltschutzgut mit einzubeziehen.

Linienführungen wurden lediglich für eine westliche Ortsumfahrung bestimmt. Vorhandene straßenbauliche Infrastruktur (beispielsweise östlich) wurde ebenso wenig bei den Planungen in Betracht gezogen, wie die sogenannte Null-Plus-Variante, also der Bestand der Ortsdurchfahrt und entsprechender Ausbau.

Augenmerk auf den sparsamsten Flächenverbrauch wurde somit nicht gelegt und schlimmstenfalls ignoriert.

Insbesondere in der Stadt Bad Freienwalde werden im Vergleich zwischen dem Jahr 2016 und 2030 etwa 14,2 % weniger Einwohner leben. Gleichzeitig wird bis zum Jahr 2030 die Zahl der Einwohner über 65 Jahre um 26,5 % steigen, während die Zahl der Einwohner zwischen 15 und 65 Jahren um fast 30 % sinkt!

Der Quellverkehr dürfte allein aufgrund sinkender Mobilität der älteren Einwohner abnehmen. Eine langfristige Planung unter Berücksichtigung des demografischen Wandels ist nachzuweisen.

Der Durchgangsverkehr Richtung Polen nimmt gemäß den Prognosen der PTV Group im Auftrag der Deges von 13.900 Fahrzeugen/Tag im Jahr 2019 auf 12.500 Fahrzeugen/Tag im Jahr 2030 ab. Vor dem Hintergrund der Forcierung von Elektromobilität dürfte der Tanktourismus Richtung Polen weiter sinken. Aktuelle Verkehrsprognosen unter Berücksichtigung steigender Elektromobilität, Verlagerung auf öffentliche Verkehrsmittel und steigender Treibstoffkosten sind bei der Bedarfsplanüberprüfung einzubeziehen.

Die dem Projekt zu Grunde gelegte Verkehrsprognose muss diesbezüglich nachvollziehbar mit aktualisierten Verkehrszahlen korrigiert werden. 

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Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Die Bürgerinitiative
Rettet das Hammerthal

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