Keine unnötigen Präsenzkurse in der Universität, solange Covid19 nicht unter Kontrolle ist

Keine unnötigen Präsenzkurse in der Universität, solange Covid19 nicht unter Kontrolle ist

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summ summ hat diese Petition an Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg und gestartet.

 

Bitte um Mithilfe. Es eilt!

Ich bitte hiermit Alle um Mithilfe für dieses Begehren, denn es geht nicht nur um Studenten, sondern betrifft alle Mitbürger auch indirekt.

Gerade noch haben Berliner sich erfolgreich gegen die Entscheidung des Berliner Senats vom 6.1. gewehrt, dass die Schulen ab 11.1. schrittweise geöffnet werden.

Nun habe ich als Studentin der Potsdamer Universität eine E-mail vom Vizepräsidenten für Lehre und Studium Dr. Andreas Musil erhalten, die mich einfach nur noch fassungslos macht.

Wie bereits im Dezember angekündigt, leiten wir aus den aktuellen Vorgaben die weitere Organisation der Lehre ab dem kommenden Montag, 11. Januar, ab:

Lehrveranstaltungen finden bis zum Ende der Vorlesungszeit (12. Februar) nicht in Präsenz statt.
Ausgenommen hiervon sind Laborpraktika. Es dürfen sich aber nur max. 5 Personen in den jeweiligen Räumen aufhalten. Diese Regelung gilt zunächst bis Ende Januar. Auf Grundlage der dann gültigen Eindämmungsverordnung erfolgt einer Neubewertung der Situation.
Außerdem dürfen sportpraktische Veranstaltungen, die im Kontext von Studiengängen angeboten werden, unter Berücksichtigung der Hygienekonzepte stattfinden. 
Prüfungen dürfen in Präsenz stattfinden. Hier gilt eine max. Personenzahl von 50 pro Raum. Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) ist für alle obligatorisch.
Weiterhin dürfen in Präsenz stattfinden Veranstaltungen, die der unmittelbaren Vorbereitung von Prüfungen dienen. Auch hier gilt eine Tragepflicht der MNB für alle.
 

Eine Vorgabe, der ich mit meinem gesunden Menschenverstand nicht mehr folgen kann.

1.     Hauptsächlich kommen die Studenten aus dem Berliner Raum. Um zur Uni zu gelangen, nutzen die meisten Studenten den ÖNV - Öffentlichen Nahverkehr, fahren also auch durch Potsdam City.

2.     Etliche Studenten kommen aber auch aus dem Brandenburger Umland, in welchem in einigen Landkreisen aktuell auch die 15km-Regel gilt.

Über diese Gratis-Verbreitungs-wege freuen sich eventuell Viren, aber garantiert nicht Corona-Betroffene und deren Angehörige.

3.     Viele von uns haben Kinder, die, aufgrund der Anwesenheitspflicht in den praktischen Kursen (damit dann auch „systemrelevant“), dann in die Notbetreuung der Kitas und Schulen gehen dürften und größtenteils auch müssten, da eine anderweitige Betreuungsmöglichkeit nicht vorhanden ist. 

Somit würden nicht nur wir als Studenten bei potenzieller Infektion zur Corona-Verbreitung beitragen, sondern auch unsere Kinder. Abgesehen davon, dass es hierdurch auch zu einer Mehrbelastung des Kita- und Schulbetreuungspersonals käme.

4.     In den sportpraktischen Kursen sind jeweils 15 Studenten. Ein ausreichender Abstand ist bei Nicht-Bewegung gewährleistet. Eine Aerosolverbreitung von Viren kann in den kleinen Hallen der Universität bei sportlicher Betätigung über 1,5 Stunden aber garantiert nicht ausgeschlossen werden.  

Auch wenn hier von Seiten der Universität gesagt wird, dass Hygienekonzepte der Universität bestehen - ich lade Jeden ein, die Homepage der Universität Potsdam zu besuchen, die Bilder der Sporthalle Golm zu betrachten und mir dann zu erklären, dass sich dort Studenten tatsächlich in jeweils 1,5 Stunden-Kursen „corona-gerecht“ praktisch aktiv bewegen können, also in irgendeiner Art Sport treiben dürfen und Lüftungs-konzepte ausreichend sind.

Diese universitäre Entscheidung ist meines Erachtens nicht vereinbar mit den aktuellen virologischen Erkenntnissen.

Ich möchte als Studentin nicht durch meine Universität in den Zwiespalt getrieben werden - entweder Sportkurs als „Nicht Bestanden“ (bei der begrenzten Kapazität von Kursen) oder aktiv daran beteiligt zu sein, die Zeit der Pandemie unnötig zu verlängern.

Ich möchte nicht, dass, ich als Studentin mir anhören muss, warum

Heimbewohner seit Monaten keinen Besuch empfangen dürfen - ich aber unbedingt einen Sportkurs machen muss, dessen Inhalte mir auch digital vermittelbar wären, da ich selbst nicht Sport als Fach studiere, sondern „nur“ zusätzlich zu meinen Hauptfächern belegen muss.

Ich möchte diese Frage auch nicht von Gewerbetreibenden hören, welche um ihre Existenz bangen.

Auch jede Mutter und jeder Vater wird sicherlich kopfschüttelnd dastehen und fragen „Muss das sein? -  ich muss hier mein Kind im home-office betreuen, nebenbei schulisch unterstützen und die Studenten dürfen…“.

Ich möchte nicht in die überarbeiteten Augen von Pflegekräften und Ärzten schauen und sagen: „Aber meinen Sportkurs darf ich machen“.

Letztendlich möchte ich auch keine Fragen von Lehrern und Lehrerinnen hören müssen, die sich mit Digitalität auseinandersetzen müssen, aber universitäre Dozenten offenbar nicht.

 

Daher meine klare Forderung:

An die Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Frau Britta Ernst

1.     Setzen Sie die Vorgaben der Universität Potsdam, welche sich auf die Eindämmungsverordnung berufen, mit sofortiger Wirkung außer Kraft.

2.     Ändern Sie die Entscheidung zur Eindämmungsverordnung dahingehend,

dass die praktischen Kurse der Universität Potsdam, die in irgendeiner Art um

Weise digital umsetzbar sind, auch digital durchgeführt werden müssen.

3.     Beziehen Sie in Ihren Entscheidungen auch Studenten mit ein und entscheiden nicht über deren Köpfe hinweg.

4.     Trauen Sie bitte den Studenten so viel Kompetenz zu, dass sie in der Lage sind, digitalen Kursen Lerninhalte zu entnehmen, ohne dass sie alles auch praktisch ausgeführt haben.

5.     Tragen Sie mit Ihren Entscheidungen dazu bei, dass nicht Familien gefährdet werden, an Corona zu erkranken, von und durch Studenten.

 

 

 

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