Petition richtet sich an Minister Pegel

Erhalt des Bahnanschlusses für die größte Tourismusregion von Mecklenburg-Vorpommern

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Unsere Region ist eine der prosperierendsten Tourismusregionen in Mecklenburg-Vorpommern. Allein auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst übernachten mehr Gäste als auf den Inseln Rügen und Usedom. Während Rügen und Usedom aber über eine gute Verkehrsinfrastruktur verfügen, trifft das für unsere Region nicht zu.

Aufgrund einer unzureichenden Anbindung an das überregionale Straßennetz ist für unsere Gäste schon die Anreise mit dem PKW eine Herausforderung, die sie aber auch noch nicht gemeistert haben, wenn sie unsere Stadt Barth, "das Tor zur Halbinsel Fischland-Darß-Zingst", erreicht haben. In den Sommermonaten quälen sie sich danach in einer nicht enden wollenden Autoschlage zur Halbinsel und weiter zu ihrem Urlaubsziel.

Vor dem Hintergrund, dass sich die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen in den vergangenen Jahren signifikant verändert haben - das Auto hat für viele junge Menschen nicht mehr den Status wie vor zwanzig Jahren und angesichts des demographischen Wandels ist den Mobilitätsanforderungen der älteren  Menschen Rechnung zu tragen - wäre die Anreise mit der Bahn eine Alternative zum Individualverkehr, wenn es diese Alternative nur gäbe. Noch immer aber fehlt die schon lange zugesagte "Darß-Bahn", die Weiterführung der Bahnstrecke von Barth über Zingst nach Prerow.

Aber nun ist etwas schier Unvorstellbares passiert: Die Verbindung der Usedomer Bäderbahn (UBB) von Stralsund über Velgast bis zum Barther Bahnhof soll ab Dezember 2017 eingestellt und damit unsere gesamte Region vom Bahnverkehr abgekoppelt werden, das obgleich bereits für die "Darß-Bahn" Planfeststellungsverfahren laufen und zum Teil auch schon -beschlüsse gefasst worden sind. Grund für die Einstellung sei die geringe Anzahl an Fahrgästen. Dabei bleiben die Gründe allerdings unerwähnt: Fahrplanänderungen haben zu extrem langen Wartezeiten beim Anschluss an die Fernbahnstrecke Lübeck - Stralsund geführt, die die Bahnverbindung unattraktiv gemacht haben.

Statt der Bahnverbindung soll künftig "ein flexibles und bedarfsorientiertes Mobilitätsangebot entstehen, das die Vorzüge von Bahn und Bus kombiniert", ein Angebot, das aber zu weiteren Fehlentwicklungen im ÖPNV führen wird, weil sich die Busse in den Sommermonaten in die nicht enden wollende Autoschlage zur Halbinsel Fischland-Darß-Zings einreihen müssen und damit das Verkehrsproblem verstärken und nicht lindern werden.

Eine zukunftsfähige Region braucht eine moderne Verkehrsinfrastruktur, die die kluge Vernetzung verschiedener Verkehrsträger zulässt, eine gute und bequeme Anbindung gewährleistet, die Mobilitäts- und Logistikanforderungen der Wirtschaft bedient und gleichzeitig Ressourcen schont.

Die Sicherstellung einer ausreichenden Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen im öffentlichen Personennahverkehr ist nicht nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen zu beurteilen, sondern ist Aufgabe der Daseinsvorsorge. Deshalb fordern wir eine ausreichende Verkehrsleistung im ÖPNV - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Unsere Region braucht den Erhalt des Bahnanschlusses ebenso wie die Darßbahn nach Prerow!

Dafür muss das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch die VMV - Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, Schloßstraße 37, D-19053 Schwerin, die Verkehrsleistungen zur Beförderung der Allgemeinheit im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf den Eisenbahninfrastrukturen der Usedomer Bäderbahn GmbH kurzfristig ausschreiben und vergeben.

Diese Petition wird versendet an:
  • Minister Pegel


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