Petition update

KEGELROBBE ILLEGAL VON SEEHUNDJÄGER ERSCHOSSEN - STRAFANZEIGE HEUTE ERSTATTET

Bettina Jung
Wenzendorf, Germany

Apr 27, 2017 — PRESSEINFORMATION

Bundesvorsitzende der Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA stellt Strafanzeige gegen Seehundjäger im Falle der Tötung einer Kegelrobbe am Lübeck-Travemünder Strand

Hamburg/ Lübeck-Travemünde, 27.04.17 - Die Bundesvorsitzende der Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA hat heute unter anderem wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und das Jagdgesetz Strafanzeige bei der Polizei Schleswig_Holstein erstattet.
Laut eines Artikels in den "Kieler Nachrichten" vom 21.4.2017 (1) wurde am 20.04.2017 (2) eine verletzte Kegelrobbe am Strand von Lübeck-Travemünde angespült.
In dem Artikel der KN wird ein Polizeisprecher zitiert, der zu Protokoll gibt, dass ein herbeigerufener Seehundjäger die Kegelrobbe erschossen hat.
Die Bundesvorsitzende Bettina Jung erstattete daraufhin wegen der Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, das Jagdrecht, die geltende Seehundrichtlinie und das Naturschutzgesetz sowie aller weiterer in Betracht kommender Straftatbestände Strafanzeige.

Das Tier wurde unserer Erkenntnisse nach ohne tierärztliche Begutachtung getötet.
Lediglich durch eine Inaugenscheinnahme wurde entschieden, dass dem Tier keine Therapieoptionen gewährt werden sollen.
Eine nähere Untersuchung hat nicht stattgefunden.
Dadurch wurde das Tierschutzgesetz verletzt, da eine nicht berechtigte Person ohne gesetzliche/rechtliche Befugnis das Tier erschossen hat, denn die Kegelrobbe befindet sich NICHT im Jagdrecht und darf daher nicht von Seehundjägern getötet werden.
Die geltende Seehundrichtlinie des Landes Schleswig-Holstein (Gl.-Nr. 7921.2 von 1997) zur "Rechtslage beim Auffinden von Kegelrobben" schreibt vor: "Verletzte, hilflose oder kranke Tiere dürfen aufgenommen werden, um sie gesund zu pflegen, sofern die spezielle, artgerechte Pflege gewährleistet ist." Diese wäre in der Seehundstation Friedrichskoog gegeben gewesen - Eine Überbringung erfolgte allerdings nicht.

Nach Bundesnaturschutzgesetz ist die Kegelrobbe eine streng geschützte Tierart.
In der nationalen Roten Liste wird sie in Kategorie 2 geführt.
Das Land Schleswig-Holstein (Tatort) stellt sie in ihren Roten Listen ebenfalls als gefährdet dar.
Auch die Berner Konvention des Europarates stellt die Kegelrobbe in Appendix III unter strengen Schutz, entsprechend die Fauna- und Flora- Habitats- Richtlinie. Die Ostsee-Kegelrobbe wird zusätzlich in Anhang II der Bonner Konvention unter Schutz gestellt.

„Dieser Vorfall darf nicht ungeahndet bleiben. Ich hoffe, dass die Justiz hier etwas unternimmt“, so Bettina Jung, Bundesvorsitzende von ETHIA.

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Hintergrund:

Seit langer Zeit engagiert sich die Partei ETHIA, unter anderem mit einer Onlinepetition change.org/seehunde gegen die tierschutzwidrige Seehundrichtlinie in Schleswig-Holstein in Verantwortung des grünen Umweltministers Dr. Robert Habeck. Auch wenn es Seehundjägern untersagt ist, Kegelrobben zu töten, so gilt dies leider nicht für Seehunde.
Wir fordern daher die Herausnehme des Seehundes aus dem Jagdrecht, um für ihn den selben Schutzstatus wie für die Kegelrobbe zu erheben.
Alle weiteren Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.ethia.de und/oder in unserem Petitionstext unter change.org/seehunde

(1) http://www.kn-online.de/…/Schwer-verletzte-Robbe-in-Travemu…

(2) Die ebenfalls berichtende BILD-Zeitung benennt den 20.4. 2017 als Tag des Geschehens. http://www.bild.de/…/verletzt-robbe-in-travemuende-durch-ro…


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