Erfolg

LandesschülerInnenkonferenz - Kein Ort für Hass und rechtes Gedankengut - auch in Zukunft!

Diese Petition war mit 119 Unterstützer/innen erfolgreich!


 

Vom 5. bis 7. Dezember wird in Oberwesel die 69. LandesschülerInnenkonferenz, die offizielle Versammlung der rheinland-pfälzischen Schüler*innen der weiterführenden Schulen, stattfinden. Zu dieser sind die 113 gewählten Delegierten unterschiedlichen Alters, politischer Einstellung etc. aus ganz Rheinland-Pfalz eingeladen, die sich neben Ämterwahlen und ähnlichem auch im Rahmen von Workshops und Antragsdebatten mit einem bestimmten inhaltlichen Thema auseinandersetzen sollen.

 Für dieses inhaltliche Thema wurde bei dieser Konferenz das Thema Rassismus gewählt. Dies ist prinzipiell sehr zu unterstützen, wenn dabei der richtige Raum geschaffen wird, um das Entstehen von Rassismus und die Art, auf die rassistische Ideologie sowohl z.B. im Alltag in zwischenmenschlichen Beziehungen, als auch in der breiten Öffentlichkeit in Erscheinung tritt, zu analysieren.

Zugleich gilt es, bspw. Möglichkeiten aufzuzeigen, Argumente für menschenverachtende Thesen zu entkräften und zu reflektieren, wie rassistische Ideologie und deren Salonfähigkeit auch Auswirkung auf das eigene Weltbild hat.

Dabei sollte es allerdings oberste Priorität sein, dass dieser Raum für Austausch nicht zugleich Raum für Reproduktion rassistischer Thesen wird. Eine Konferenz, die sich mit Rassismus auseinandersetzt und das Ziel verfolgt, unter Jugendlichen bzw. Schüler*innen eine Debatte über das Thema zu unterstützen, sollte in ihrem Selbstverständnis klar zum Ausdruck bringen, dass es darum geht, Perspektiven gegen Rassismus aufzuzeigen.

 Wenn es darum geht, auf Personen und Gruppierungen, die sich „mit dem Thema Rassismus beschäftigen“, hinzuweisen, sollten dies in keinem Fall Organisationen sein, die selbst mit rechtspopulistischen Thesen in Erscheinung treten und die Auswirkungen rassistischer Ideologie innerhalb der deutschen Gesellschaft verharmlosen oder gar leugnen.

 Das Vorhaben des Landesvorstandes der LandesschülerInnenvertretung, die Jugendorganisation der AfD, die Junge Alternative für Deutschland (JA), zu einer Fishbowldiskussion, die den inhaltlichen Teil der Konferenz eröffnen soll, einzuladen, steht einer eindeutigen Positionierung gegen rassistische und andere menschenverachtende Einstellungen klar entgegen.

 Hierdurch wird der Eindruck vermittelt, man habe eine Diskussion etwa „Pro – Contra Rassismus“ zu führen, für die man kurzerhand Jugendorganisationen von Parteien, die sich als antirassistisch bezeichnen wie JuSos oder Grüne Jugend, neben die Junge Alternative setzen kann. Dies unterschlägt die Möglichkeit, eine Debatte zu eröffnen zwischen den (rheinland-pfälzischen) Organisationen, die mit einer klaren Positionierung gegen menschenverachtende Ideologie, unter anderem auch aus einer Betroffenenperspektive (z.B. betroffen von Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt) praktische Arbeit leisten. Geradezu könnte man denken, es ginge darum, zum Thema Rassismus auch „Betroffene“ zu hören – nämlich betroffen davon, öffentlich mit einem Rassismusvorwurf konfrontiert zu sein, wie etwa die AfD und ihre Jugendorganisation.

 

 Eine offizelle Einladung zu einer Veranstaltung stellt immer auch einen positiven Bezug auf eine Organisation dar, was im Falle der Jungen Alternative für die LandesschülerInnenvertretung, die offizielle Vertretung der rheinland-pfälzischen Schüler*innen, eine unhaltbare Positionierung ist. Zudem ist selbst mit einer erfahrenen Moderation die Unterbindung der Reproduktion menschenverachtender Thesen im Rahmen dieser Veranstaltung so in keinster Weisen zu gewährleisten.

Dabei muss immer auch mitgedacht werden, dass dies zugleich bedeuten kann, Schüler*innen und andere Anwesende, die Betroffene rassistischer Diskriminierung sind, ohne einen klaren negativen Bezug durch die Veranstaltenden wieder diesen Thesen auszusetzen.

Daher setzt sich diese Petition gegen das Vorhaben ein, Vertreter*innen der Jungen Alternative oder der Alternative für Deutschland zu einer LandesschülerInnenkonferenz einzuladen und ruft den Landesvorstand der LandesschülerInnenvertretung auf, diese auszuladen und sich klar gegen Organisationen zu positionieren, die rassistische Inhalte vertreten.

 

 

 



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