Tegel schliessen! Gesundheitsschutz steht über Bequemlichkeit und politischem Kalkül

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 100.


Flughafen Berlin-Tegel muss schließen!

Bereits im Jahr 2006 ebnete das Bundesverwaltungsgericht den Weg für den Bau des neuen Hauptstadtflughafens BER, dies jedoch unter der Bedingung die Flughäfen Tempelhof und Tegel zu schließen.

Wir fordern die Umsetzung der vereinbarten Schließung des Flughafens Berlin-Tegel innerhalb eines halben Jahres nach Eröffnung des Flughafens BER.

Bereits zur geplanten Schließung Tempelhofs gab es einen Volksentscheid mit der Absicht Tempelhof weiter offenzuhalten. Er wurde abgelehnt! Wie uns Tempelhof bereits gezeigt hat, bietet ein geschlossener Flughafen ein enormes Stadtentwicklungspotential. Die Möglichkeiten für die Nachnutzung sind dabei vielfältig und reichen vom Wohnungsneubau, Ansiedlung von Industrie und Forschung bis hin zur Nutzung durch Sport und Kultur.

Nun ist es erneut so weit, am 24.09.2017 findet der Volksentscheid „über den Weiterbetrieb des Flughafens Berlin-Tegel „Otto-Lilienthal“ (TXL)“ statt. Wir Berliner haben es in der Hand, auch hier die richtige Entscheidung zu treffen.

Die richtige Entscheidung kann dabei nur eine Ablehnung des Entwurfs sein, welcher den Senat auffordert, Tegel auch in Zukunft offenzuhalten.

Eine andere Entscheidung wäre nicht zu vertreten, gibt es doch zwingende Argumente für die geplante Schließung von Tegel:

•      Der Flughafen Tegel ist eine Belastung für Umwelt und Gesundheit. Der Fluglärm mag nur einen Teil Berlins betreffen, die Belastung durch Schadstoffemissionen betrifft uns jedoch alle.

•      Dem sollte nicht der vermeintlich kurze und bequeme Weg zum Flughafen Tegel entgegenstehen. Mit Inbetriebnahme des BER ist auch dessen verbesserte und schnelle Anbindung an die Hauptstadt geplant, so unter anderem durch einen „Airport Express“, welcher die Strecke zwischen Hauptbahnhof und BER in nur 20 Minuten zurücklegt.

•     Zudem, darf in einer verantwortungsvollen Demokratie die Bequemlichkeit einer Mehrheit nicht die Überhand gewinnen über den Gesundheitsschutz einer signifikanten Minderheit.

Hier sind Sie, lieber Herr Müller, als regierender Oberbürgermeister aller Berliner gefordert.

•      Die Sicherheitsrisiken eines Flughafens mitten in der Stadt sind zudem evident.
Die meisten Flugzeugunglücke passieren bei dem Start und der Landung. Diese Vorgänge finden über dem dicht besiedelten Gebiet Berlin-Reinickendorf und Berlin-Pankow statt,  genau über den Köpfen tausender Menschen.
Das Beispiel des US-Airways-Flug 1549 mit dem „Wunder der Landung im Hudson River“ zeigt, wie real die Gefahr ist. Pankow hat keinen Hudson River.

•      Der Weiterbetrieb des Flughafens wäre auf Grund notwendiger Sanierungen höchst unwirtschaftlich. In den letzten Jahren wurde die Instandhaltung auf das Notwendigste beschränkt. Sollte der Flughafen Tegel tatsächlich weiterbetrieben werden, wäre eine umfassende Sanierung notwendig. Die Kosten dafür würden sich laut Berliner Senat auf eine Summe von 1,1 Milliarden Euro belaufen. Zusätzlich müssten geschätzte 400 Millionen Euro für den Schallschutz aufgebracht werden.

•      Darüber hinaus wäre ein Parallelbetrieb der Flughäfen BER und Tegel teuer und ineffizient – auch hier müsste mit Mehrkosten in Höhe von 100-200 Millionen Euro pro Jahr gerechnet werden.

Berlin braucht Tegel? - Nein, brauchen wir nicht!



Heute: Tobias verlässt sich auf Sie

Tobias Pusch benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Michael Müller: Tegel schliessen! Gesundheitsschutz steht über Bequemlichkeit und politischem Kalkül”. Jetzt machen Sie Tobias und 12 Unterstützer/innen mit.