Mehr Schutz am Arbeitsplatz für Menschen der Corona-Risikogruppe!

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 1.000.


Mangelhafter Schutz für die berufstätige Risikogruppe!

- Sind wir dazu verpflichtet unser LEBEN zu gefährden?


Wir sind Maria und Doro und zwei von vielen, die der berufstätigen #Risikogruppe angehören. Ich (Maria) habe Muskeldystrophie, sowie schweres Asthma. Und ich (Doro) bin seit 25 Jahren nierentransplantiert, habe Bluthochdruck und ebenso Asthma. Aufgrund unserer Vorerkrankungen müssen wir auf uns aufpassen und trotzdem leben wir ein normales Leben. Wir beide sprechen nun für viele, die sich aufgrund der Corona-Pandemie besonders schützen müssen: 
 
Wir sind „Power People“, die mitten im Leben stehen und die trotz ihrer Erkrankungen ihre Unternehmen maximal und gut unterstützen. Seitdem Corona in unser Leben kam, veränderte sich vieles für uns. Unsere Ärzte möchten uns unbedingt schützen und doch sind ihnen die Hände gebunden – mittels einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dürfen sie es nicht. Wir haben weiterhin eine Arbeitspflicht, weshalb wir natürlich arbeiten müssen. Und wir möchten auch arbeiten, aber bitte ohne erhöhte Ansteckungsgefahr, welche für uns tödlich sein könnte! 
 
Wir beide engagieren uns schon seit Monaten für faire Lösungen bei unseren Arbeitgebern und es wurde schnell klar: WIR BRAUCHEN EINE GESETZLICHE GRUNDLAGE für unsere Situationen, ansonsten haben wir zu wenig Rechte, um uns ausreichend schützen zu können.

Wir, die betroffene Risikogruppe, sind Arbeitnehmer*innen aus komplett unterschiedlichen Arbeitsbereichen. Viele Arbeitgeber wirken überfordert und sehen keine umsetzbare und zufriedenstellende Lösung. Die Schutzmaßnahmen reichen oft schlichtweg nicht aus, das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln ist nicht umsetzbar und Home-Office ist nicht in allen Bereichen möglich. Der Arbeitgeber hat aber für einen sicheren Arbeitsplatz (gemäß § 618 BGB) zu sorgen. Wir, als #Risikogruppe, sind besonders betroffen und bedürfen eines besonderen Schutzes.

Was wir fordern:

  1. Konkrete und für den Arbeitgeber verpflichtende Regelungen zum Schutz für die berufstätige Risikogruppe! 
    Konkret: Die „SARS-COV-2 Arbeitsschutzregel“ muss für die Risikogruppe erweitert und angepasst werden. Dazu gehört auch, das jeder (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) diese kennen und einhalten muss.
  2. Sicheres Arbeiten muss gewährleistet werden (z.B. Home-Office/ Mobiles Arbeiten, Tätigkeitswechsel, Umschulung, Weiterbildung)! 
    Konkret: Umschulungen und Weiterbildungen der Arbeitnehmer*innen sollten als eine weitere Option für ein sicheres Arbeiten umgesetzt und auch gefördert werden. Auch hier wäre eine staatliche Beteiligung denkbar, um langfristige Perspektiven der Risikogruppe auf dem 1. Arbeitsmarkt zu schaffen.
  3. Wenn Punkt 2 nicht umsetzbar ist, dann muss eine bezahlte Freistellung erfolgen (zur Existenzsicherung)! 
    Konkret: Eine bezahlte Freistellung erfolgt durch den Arbeitgeber. Wenn der Arbeitgeber wirtschaftlich und finanziell nicht in der Lage ist dies umzusetzen, fordern wir hier finanzielle Unterstützung vom Staat, z.B. bei der bezahlten Freistellung. Je nach wirtschaftlicher und finanzieller Lage des Betriebes könnte auch eine prozentuale Aufsplittung der Entgeltfortzahlung zwischen Arbeitgeber und Staat erfolgen.
  4. Prozentuale Rückerstattung des eingesetzten Erholungsurlaubes, welcher als Überbrückung für die Pandemiezeit eingesetzt wurde (als Nachteilsausgleich)!
     

Derzeit befinden wir uns im arbeitsschutzrechtlichen Graubereich. Die neue „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel“ beinhaltet leider auch nicht den Umgang mit Arbeitnehmer*innen, wenn:

  • Schutzmaßnahmen (allgemeine oder individuelle) nicht umgesetzt oder eingehalten werden können.
  • Kein Tätigkeitswechsel erfolgen kann.
  • Home-Office kaum oder gar nicht möglich ist.

Eine unbezahlte Freistellung, eine drastische Stundenreduzierung, die Opferung unseres Erholungsurlaubes oder ein Einsatz trotz Gefährdung sind als Optionen NICHT AKZEPTABEL!  All dies wurde uns von unseren Arbeitgebern vorgeschlagen.
 
Ein angemessener Schutz muss möglich sein, ohne existentielle Ängste erleben zu müssen (kein Arbeiten = kein Geld, so die Perspektive der Arbeitgeber).

Wie das alles nun weitergehen wird, wissen wir nicht. Doch die Angst und die Bedenken sind groß. Wir wünschen uns endlich eine konkrete Regelung, die für alle Arbeitgeber verpflichtend ist und die uns nicht von einem in das nächste Problem katapultiert. Wir wünschen uns eine dauerhafte Lösung.

Wie es gehen könnte, zeigt Österreich: Hier wird mit Hilfe der Krankenkassen die Risikogruppen ermittelt. Diese erhält ein Schreiben, um vom Arzt das sogenannte Covid-19-Attest für den Arbeitgeber erwirken zu können. Der Arbeitgeber muss dann Home-Office gewährleisten, alternativ ist er verpflichtet die Arbeitnehmer*innen unter Entgeltfortzahlung freizustellen. Der Arbeitgeber kann dann einen Antrag auf Kostenersatz stellen. Dieses Konzept ist umsetzbar - diese Fürsorge wünschen wir uns auch hier in Deutschland!

Deshalb unterstützt uns mit Eurer Unterschrift! Jede Unterschrift zählt und kann Leben retten. Verbreitet und teilt die Petition, denn nur gemeinsam sind wir stark! - DANKE DAFÜR! 
 
Einer für alle! – Alle für einen!
Maria & Doro