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Keine elektrische Armunterstützung für Tetraplegiker

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Mein Sohn Marco, 29, ist letztes Jahr aus unbekannter Ursache an einem Rückenmarksinfarkt C2/C3 erkrankt, war zwischenzeitlich vollständig gelähmt und gilt seit dieser Zeit als inkomplett querschnittsgelähmt. Er ist auf kurzen Strecken begrenzt gehfähig, die Funktionen der Arm- und Handmuskulatur sind aber fast komplett ausgefallen.

Nach 11 Monaten Klinikaufenthalt wurde er ohne den notwendigen und ärztlich verordneten E-Rolli mit elektrischer Armunterstützung entlassen. Die Krankenkasse bietet anstatt des verordneten E-Rolli ein gebrauchtes Modell an, das nach Aussage des Sanitätshauses in Hinsicht auf sein jugendliches Alter zeitlich nur beschränkt nutzbar ist und zur sinnvollen Nutzbarkeit höhere Reparaturkosten eingesetzt werden müssen. Die elektrische Armunterstützung zur Bedienung des E-Rollis und mit der eine Nahrungsaufnahme von zubereitetem Essen sowie Körperpflege in begrenztem Umfang (Zähneputzen oder z. B. nur das Berühren des Gesichts) und Leistung seiner Unterschrift möglich wären, wurde trotz mehrfacher vorgelegter ärztlicher Gutachten abgelehnt. Damit sind nach Aussage des behandelnden Arztes die in den letzten Monaten erzielten Therapieerfolge "für die Katz".

Nicht nur, dass er mit den gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat und er sich mit seinem "neuem" Leben im Rahmen von Pflegedienst und Assistenzbetreuung arrangieren muss, werden ihm von Seiten der Krankenkasse noch Hürden gestellt und die notwendige medizinische Versorgung versagt.

Alle Angebote und Bitten, sich persönlich ein Bild vor Ort von der Situation der "Ohnhändigkeit" zu machen, wurden bislang ignoriert. Da er mit seiner Erkrankung ausserhalb jeglicher Norm ist - es gibt nach ärztlicher Aussage in Europa noch keinen Fall, der diese Erkrankung in dieser Schädigungshöhe überlebt hat, was zum Großteil seiner vorherigen sehr guten körperlich-sportlichen Verfassung geschuldet ist - muss er um jede Verordnung, die ihm ein teilweise selbst bestimmtes Leben ermöglicht, kämpfen. Er hat zum Glück jedoch aber keinerlei geistige Schädigung erlitten und benutzt seinen wachen Verstand, um Möglichkeiten für einen beruflichen Wieder-Einstieg  und Wiederteilhabe am Alltagsleben zu finden.

Von Seiten der Krankenkasse wurde und wird hier wohl auf eine natürliche Lösung gesetzt!



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