Petition update

Staatsanwaltschaft München stellt Ermittlungsverfahren ein

Daniela Boehm
Landsberg, Germany

Sep 23, 2016 — Liebe Unterstützer*innen,
 
ich schreibe Ihnen, weil es Neuigkeiten gibt - leider keine guten. 
Von Herrn Dr. Edmund Haferbeck, dem Leiter der Rechtsabteilung bei der Tierrechtsorganisation PETA e.V., die Ende letzen Jahres Strafanzeige gegen den Betreiber der Rinderschlachtung gestellt hatte, bekam ich Nachricht, dass die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren eingestellt hat. 
Laut Staatsanwaltschaft München gibt es keinerlei Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit. Sämtliche Vorwürfe der mutmaßlich schweren tierrechtlichen Verstöße wurden zurückgewiesen: Ob es sich um das Bolzenschussgerät handelt, welches für Testzwecke eingesetzt wurde und zu dem laut anonymer Zeugenaussage keine Konformitätserklärung (Zulassung) vorlag und das trotz Mängel zwei Wochen lang verwendet wurde - die Fehlbetäubungsrate schoss deshalb in die Höhe -, die vermeintlich betrunkenen Mitarbeiter, den für Deutschland nicht zugelassenen Elektrotreiber, die hohen Fehlbetäubungsraten, die mangelnde Einhaltung von Wartefristen zwischen Tötung und Zerlegung - im Münchner Schlachthof ging angeblich alles mit rechten Dingen zu und im Sinne des Tierschutzes. 
Indem sämtliche Vorwürfe gegen bestehendes Tierrecht abgewiesen wurden, wird die Glaubwürdigkeit und Seriosität eines anonymen Zeugen - wie mir mehrmals von PETA e.V. bestätigt wurde - de facto als null und nichtig erklärt. Eine Tierrechtsorganisation wie PETA e.V. mit einer wissenschaftlichen Rechtsabteilung prüft und handelt erst dann, wenn es Handlungsbedarf gibt. PETA e.V. hat für die Rinder im Münchner Schlachthof gehandelt, zu ihrem Schutz und zu ihrer Verteidigung. 
Ich bin Herrn Dr. Haferbeck überaus dankbar, dass eine Beschwerde gegen diesen Beschluss bereits eingereicht und Akteneinsicht verlangt wurde. Ich persönlich kann nicht glauben, dass sämtliche Vorwürfe und Anschuldigungen des Zeugen willkürlich aus der Luft gegriffen worden sein sollten; so etwas denkt man sich nicht einfach aus.

Frau Christine Schorling vom Tierschutzverein München e.V., einem großen Unterstützer dieser Petition, habe ich informiert und sie hat ein Schreiben an die dritte Bürgermeisterin von München, Frau Christine Strobl, geschickt, in dem sie um Stellungnahme bat. Frau Strobl hatte uns bei der Petitionsübergabe im Münchner Rathaus versichert, dass sie sich persönlich in dieser Angelegenheit bemühen würde. Sie teilte uns gestern mit, dass sie bereits Ende August ein Gespräch mit den Veterinären des Kreisverwaltungsreferates geführt hat und noch in diesem Herbst mit den Mitgliedern des Kreisverwaltungsausschusses über die Problematik sprechen möchte. Leider könne die Stadt München aber auf die Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft keinen Einfluss nehmen. Des weiteren betonte Frau Strobl, dass ihr der Tierschutz auch für die sogenannten Nutztiere sehr am Herzen liegt. Für ihre Bemühungen bin ich Frau Christine Strobl aufrichtig dankbar.
Sie bedankte sich in diesem Schreiben auch für das Engagement im Tierschutz und dieser Dank gilt genauso Ihnen - jedem/jeder einzelnen Unterstützer*in.

Liebe Unterstützer*innen, solange es - in meinen Augen - keinerlei Gerechtigkeit für die Rinder im Münchner Schlachthof gibt, wird diese Petition weiter bestehen. 
Vom 29.9. auf den 30.09. werde ich gemeinsam mit anderen Aktivist*innen wieder vor dem Münchner Schlachthof stehen, um mit vielen Lichtern und Bildern auf das Leid der dort getöteten Tiere aufmerksam zu machen. Es werden diesmal noch mehr Lichter sein: für all jene Tiere, die zusätzlich unsagbares Leid erfahren mussten.
 
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
 
Daniela Böhm

© Copyright Foto Mahnwachen Münchner Schlachthof: Norbert D. Zawe raven-pictures.de


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