Reizarmes Einkaufen! Lidl Deutschland, führen Sie Autismus-sensible Einkaufsabende ein!

Reizarmes Einkaufen! Lidl Deutschland, führen Sie Autismus-sensible Einkaufsabende ein!

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Mein Name ist Katja und ich lebe und arbeite in Hamm (NRW). Bei meinem sechsjährigen Sohn Emil wurde 2017 Autismus diagnostiziert. 

Emil geht gerne einkaufen, oft fragt er mich danach. Dann muss ich ihn jedoch vertrösten und mir Ausreden einfallen lassen – um ihn vor der Reizüberflutung zu schützen. Denn gehen wir zusammen einkaufen, dauert es nur etwa eine Minute und er brüllt, weint, schlägt und wirft Sachen um. Im Supermarkt erleben Menschen mit Autismus zu viele überfordernde Reize: Grelles Licht, Musik, Lärm, zu viele Menschen, zu viel Durcheinander. Es ist eine Tortur für alle Beteiligten. Deshalb muss ich Emil immer “wegorganisieren”, um unsere Familieneinkäufe zu erledigen – was unseren Alltag zusätzlich erschwert. 

Es geht jedoch auch anders! Eine Supermarktkette in Neuseeland hat es kürzlich vorgemacht und Lidl Irland und Lidl Nordirland bereits schon letztes Jahr: Seit April 2018 gibt es dort in allen Filialen jeden Dienstag für zwei Stunden einen Autismus-sensiblen Einkaufsabend (“Autism Aware Quiet Evenings”).
Und warum sollte, was in Irland geht und erfolgreich ist, nicht auch in Deutschland gehen? 

Ich fordere Lidl Deutschland daher auf, einen wöchentlichen Autismus-sensiblen Einkaufsabend in allen deutschen Filialen einzurichten!

Konkret bedeutet das:

  • Reduzierte Beleuchtung
  • Keine Ankündigungen im Geschäft
  • Keine Musik
  • Vorderer Platz in der Kassenschlange für Kund*innen, die mit Autismus zu tun haben sowie zusätzliche Unterstützung auf Anfrage
  • Leisere Scanner-Töne
  • Autismusbegleithunde sind immer willkommen


Für alle Filialen wäre das ein minimaler Aufwand – für Autist*innen und deren Verwandte hingegen eine maximale Erleichterung.
Bitte helft mir, Lidl Deutschland davon zu überzeugen, dies auch in Deutschland möglich zu machen.

Danke!