Hessischer Landtag: Geben Sie die NSU-Akten frei! Gemeinsam gegen Rechtsextremismus!

Hessischer Landtag: Geben Sie die NSU-Akten frei! Gemeinsam gegen Rechtsextremismus!

Das Problem

Spätestens mit dem feigen Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke ist klar: Die Politik ist gefordert, die NSU-Akten, die der hessische Verfassungsschutz anfangs für 120 Jahre unter Verschluss gestellt hat, öffentlich zugänglich zu machen!

Allein in Hessen stehen aktuell 38 Polizist*innen wegen rechtsextremer Umtriebe unter Verdacht. Ebenfalls in Hessen leben bundesweit vernetzte rechtsextreme Personen. Anders ist nicht zu erklären, wie die schreckliche Mordserie des NSU in Kassel schon einmal ein Todesopfer, den 21 Jahre alten Halit Yozgat, fordern konnte.

Wir dürfen nicht zulassen, dass Rechtsextreme wie Stephan E. sich weiter vernetzen, ihre menschenfeindliche Hetze und Gewalt verbreiten und brutale Morde begehen!

Stephan E. war 37 Mal aktenkundig und noch 2009 bezeichnete ihn das Landesamt für Verfassungsschutz als einen der sieben gewalttätigsten Rechtsextremisten in Nordhessen. Ab 2010 wurde Stephan E. jedoch nicht mehr observiert. Seine Akte wurde 2015 vom LfV für die Ermittler gesperrt. Wie ist das möglich?!

Wir wollen gemeinsam mit Politik und Verwaltung, mit Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft daran arbeiten, wie wir Rechtsextremismus, Rassismus und brutalen Hinrichtungen begegnen können. Die unverhältnismäßig langen Sperrfristen von 30, 50, 90 und 120 Jahren sind ein zutiefst fragwürdiges und undemokratisches Instrument, durch das eine Kontrolle der Geheimdienste in der Öffentlichkeit nahezu unmöglich gemacht wird!

Tag für Tag wird gute und wichtige Arbeit von den Polizeikräften in Kassel, Hessen und in ganz Deutschland geleistet. Das Vertrauen in diese Arbeit darf nicht durch die aktuellen Fälle in Mitleidenschaft gezogen werden.

Wir fordern den hessischen Landtag, den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, sowie den hessischen Innenminister Peter Beuth auf: Machen Sie die NSU-Akten unverzüglich und vollumfänglich öffentlich zugänglich! 

Es ist unser Land, es ist unsere offene Gesellschaft, für die wir eintreten und streiten wollen. Die Öffentlichkeit, wie auch die betroffenen Familien der Opfer, haben ein Recht auf Aufklärung. Trauen sie dem Land diese sicherheitspolitische Debatte zu! Bekennende und bekannte Neonazis dürfen wir nicht länger als Verschlusssachen behandeln!

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Den ausführlichen Petitionstext mit Hintergrund finden Sie hier: https://drive.google.com/file/d/19xT-lJtsUXSkDw0bi6W2t7MzCwKSV31T/

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Gruppe zur Freigabe der NSU-AktenPetitionsstarter*in
Diese Petition hat 134.366 Unterschriften erreicht

Das Problem

Spätestens mit dem feigen Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke ist klar: Die Politik ist gefordert, die NSU-Akten, die der hessische Verfassungsschutz anfangs für 120 Jahre unter Verschluss gestellt hat, öffentlich zugänglich zu machen!

Allein in Hessen stehen aktuell 38 Polizist*innen wegen rechtsextremer Umtriebe unter Verdacht. Ebenfalls in Hessen leben bundesweit vernetzte rechtsextreme Personen. Anders ist nicht zu erklären, wie die schreckliche Mordserie des NSU in Kassel schon einmal ein Todesopfer, den 21 Jahre alten Halit Yozgat, fordern konnte.

Wir dürfen nicht zulassen, dass Rechtsextreme wie Stephan E. sich weiter vernetzen, ihre menschenfeindliche Hetze und Gewalt verbreiten und brutale Morde begehen!

Stephan E. war 37 Mal aktenkundig und noch 2009 bezeichnete ihn das Landesamt für Verfassungsschutz als einen der sieben gewalttätigsten Rechtsextremisten in Nordhessen. Ab 2010 wurde Stephan E. jedoch nicht mehr observiert. Seine Akte wurde 2015 vom LfV für die Ermittler gesperrt. Wie ist das möglich?!

Wir wollen gemeinsam mit Politik und Verwaltung, mit Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft daran arbeiten, wie wir Rechtsextremismus, Rassismus und brutalen Hinrichtungen begegnen können. Die unverhältnismäßig langen Sperrfristen von 30, 50, 90 und 120 Jahren sind ein zutiefst fragwürdiges und undemokratisches Instrument, durch das eine Kontrolle der Geheimdienste in der Öffentlichkeit nahezu unmöglich gemacht wird!

Tag für Tag wird gute und wichtige Arbeit von den Polizeikräften in Kassel, Hessen und in ganz Deutschland geleistet. Das Vertrauen in diese Arbeit darf nicht durch die aktuellen Fälle in Mitleidenschaft gezogen werden.

Wir fordern den hessischen Landtag, den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, sowie den hessischen Innenminister Peter Beuth auf: Machen Sie die NSU-Akten unverzüglich und vollumfänglich öffentlich zugänglich! 

Es ist unser Land, es ist unsere offene Gesellschaft, für die wir eintreten und streiten wollen. Die Öffentlichkeit, wie auch die betroffenen Familien der Opfer, haben ein Recht auf Aufklärung. Trauen sie dem Land diese sicherheitspolitische Debatte zu! Bekennende und bekannte Neonazis dürfen wir nicht länger als Verschlusssachen behandeln!

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Den ausführlichen Petitionstext mit Hintergrund finden Sie hier: https://drive.google.com/file/d/19xT-lJtsUXSkDw0bi6W2t7MzCwKSV31T/

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Die Entscheidungsträger*innen

Manuela Strube
Vorsitzende des Petitionsausschusses im Hessischen Landtag
Beantwortet
Am Montag, den 24. Februar, haben mir die Initiator*innen der Petition zur Freigabe der NSU-Akten die Unterschriftenliste und die Petition im Kasseler Regierungspräsidium überreicht. Zu diesem Zeitpunkt waren es bereits 67.268 Unterschriften und es werden täglich mehr. Als Vorsitzende des Petitionsausschusses im Hessischen Landtag freut es mich sehr, dass eine Petition und das dazugehörige Verfahren eine solche mediale Aufmerksamkeit bekommen haben. Dem steht natürlich der traurige Anlass um die NSU-Verbrechen und die lückenlose Aufklärung der Fälle entgegen. Mit dem Eingang der Petition habe ich den Unterzeichnenden zugesichert, dass ich die Berichterstattung der Petition im Ausschuss selbst übernehmen werde. Im nächsten Schritt, wird dann eine Stellungnahme des Hessischen Innenministeriums angefordert. Auf der Grundlage dieses Berichts haben wir dann die Möglichkeit einen Beschluss im Petitionsausschuss zu fassen oder das Anliegen in den Innenausschuss zu überweisen. Sowohl im Petitionsausschuss als auch im Innenausschuss ist das Wahlergebnis der Landtagswahl prozentual abgebildet. Sollte sich eine Mehrheit für die Herausgabe finden, obliegt die abschließende Entscheidung jedoch immer noch der schwarz-grünen Landesregierung, genauer der Entscheidung des Innenministers Peter Beuth. Der Landtag hat diesbezüglich keine Befugnisse in Ministeriumsangelegenheiten direkt einzugreifen. Dies kann nur die Landesregierung selbst. Es ist mir dennoch eine Herzensangelegenheit für das Petitionsrecht Werbung zu machen. Es ist das Recht eines jeden Menschen, sich an seine direkten Volksvertreter*innen zu wenden. Ohne Hürden – direkt an das jeweilige Parlament. Change.org hat mit Sicherheit einen großen Anteil daran, dass diese Petition eine so breite Bevölkerungsmasse und mediale Aufmerksamkeit erreicht hat. Es ist aber auch wichtig zu wissen, dass eine Petition nicht besser oder schlechter behandelt wird, weil mehr oder weniger Personen unterschrieben haben. Eine Unterschrift reicht aus, damit wir uns mit dem Sachverhalt beschäftigen. Selbstverständlich ist es hilfreich, wenn sich viele Unterstützer*innen zusammenfinden, um gemeinsam öffentlich auf eine Problemlage oder ein Anliegen hinzuweisen. Ich möchte aber auch jene Menschen ermutigen sich mit ihren Anliegen an uns zu wenden, die keinen Unterstützerkreis um sich wissen. Wir überprüfen für Sie alle, ob sich die hessischen Behörden korrekt verhalten haben oder nehmen politische Handlungsaufträge auf und geben sie an den Landtag weiter. Eine Grenze gibt es nur, wenn zu einem Anliegen Gerichtsurteile vorliegen. In diesen Fällen ist es die Unabhängigkeit der Gerichte, an welche wir uns als Parlamentarier*innen halten müssen. Wenn eine Petition unterschiedliche Sichtweisen zulässt, spielen am Ende die politischen Mehrheiten im Ausschuss und im Landtag die entscheidende Rolle. In jedem Fall bekommen alle Petent*innen von uns oder der entsprechenden Behörde eine ausführliche Antwort, warum sie sich so verhalten hat, wie sie es getan hat. Ausführliche Informationen und direkte Eingabemöglichkeiten von Petitionen erhalten Sie hier: https://hessischer-landtag.de/content/formular-online-petition Danke für Interesse Ihre Manuela Strube (Vorsitzende des Petitionsausschusses im Hessischen Landtag)
Hessischer Landtag
Antwort steht noch aus
Innnenminister des Landes Hessen Peter Beuth
Innnenminister des Landes Hessen Peter Beuth
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Ministerpräsident des Landes Hessen Volker Bouffier
Ministerpräsident des Landes Hessen Volker Bouffier
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