Petition Closed
Petitioning Landrat des Salzlandkreises Ulrich Gerstner and 1 other

Landrat Ulrich Gerstner und Innenminister Holger Stahlknecht: Die Abschiebung der armenischen Familie Kalashyan verhindern.

Unterschriftenkampagne von Pfarrer Johannes Lewek und Bundestagsabgeordneten Jan Korte:

Bleiberecht für die Familie Kalashyan!

+++Update: Die Unterschriftenkampagne wurde am 22.01. wie geplant beeendet. Ganze 2882 Unterschriften kamen auf den Listen, die überall im Raum Bernburg unterwegs waren, und bei der Online-Petition auf change.org zusammen. Ein GROßES Dankeschön geht an allle Unterstützer! Diese Anzahl hätten wir nie erwartet. Die Unterschriften wurden am 23.01. an Landrat Gerstner übergeben. Innenminister Stahlknecht folgt im Februar. Nachdem die Abschiebung erstmal ausgesetzt wurde, hoffen alle Beteiligten weiterhin auf das dauerhafte Bleibercht. Wir halten Sie auf dem Laufenden (mehr Infos auch unter "Neuigkeiten" weiter unten)+++

Ein Teil der jesidischstämmigen Familie Kalashyan lebt bereits seit 3 Jahren im Kirchenasyl, unterstützt von der evangelischen und katholischen Gemeinde in Zeitz. Der andere Teil , 8 Familienmitglieder aus drei Generationen lebt  in Bernburg und befindet sich ebenfalls in einer aufenthaltsrechtlich unsicheren Situation: Es droht die Abschiebung am 5. Februar 2013. Den Betroffenen wird ein Flüchtlingsstatus trotz ihres schweren Verfolgungsschicksals (mehrere ermordete und schwer verletzte Familienangehörige) bisher versagt.

Aus unserer Sicht stehen einer Abschiebung nicht nur grundsätzlich humanitäre, sondern auch gesundheitliche Bedenken wegen der psychischen Erkrankungen und Behandlungsbedürftigkeit mehrerer Familienmitglieder infolge ihrer traumatischen Erlebnisse in Armenien entgegen. In Armenien selbst würden sie keinen sicheren Status haben, sondern müssten Gefahr an Leib und Leben fürchten – erst recht als zum Christentum konvertierte Jesiden. Vor allem die gesundheitlichen Aspekte sprechen aus unserer Sicht für eine humanitäre Entscheidung im Einzelfall zugunsten der Betroffenen. Offenbar ist eine Gesundung der Betroffenen nur hier und nur unter den Bedingungen eines gesicherten Aufenthalts möglich – eine Abschiebung brächte hingegen erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich.

Nach allem, was wir erfahren haben, haben die Familienmitglieder bislang alles in ihrer Macht stehende getan, um sich trotz ihrer schwierigen Lage gut in die hiesige Gesellschaft zu integrieren. So geht Leyla Kalashyan seit kurzem auf das Gymnasium Carolinum in Bernburg, die jüngeren Kinder sind ebenfalls gute Schüler und haben sich inzwischen einen großen Freundeskreis aufgebaut. Tornik Kalashyan hat seit Monaten eine kleine Arbeitsstelle in der Kanzlerstiftung. Die ganze Familie hat in der Evangelischen Talstadtgemeinde in Bernburg viele neue Kontakte gefunden.

„Verfolgten wollen wir mit offenem Herzen Asyl gewähren und wohlwollend Zuwanderern begegnen, die unser Land braucht.“ war in der Neujahrsansprache von Bundespräsident Gauck zu hören. In diesem Sinne wollen wir uns für eine dauerhafte Duldung der Familie einsetzen und damit einen Beitrag für ein weltoffenes und modernes Angesicht des Salzlandkreises und Sachsen-Anhalts leisten.

Unser Anliegen wird bisher u.a. unterstützt von:

Henry Schütze (Oberbürgermeister der Stadt Bernburg), Joachim Liebig (Kirchenpräsident der Ev. Landeskirche Anhalt), MdL Birke Bulle (DIE LINKE), MdL Christoph Erdmenger (Bündnis 90, Die Grünen), Kreisoberpfarrer Karl - Heinz Schmidt (Mitglied im Sprecherrat des Bernburger Bündnisses für Demokratie und Toleranz – gegen Rechtsextremismus und Gewalt), Dr. Lothar Boese (Kreisvorsitzender DIE LINKE ), Friedel Meinecke (Ortsvorsitzender SPD).

Außerdem beteiligen sich momentan überall in Bernburg und Umgebung Bürgerinnen und Bürger an der Unterschriftensammlung für das Bleiberecht der Kalashyans. Bis zum 22. Januar kann die Kampagne unterstützt werden. Dann sollen die Unterschriften übergeben werden.

Es bleibt nicht mehr viel Zeit. Bitte unterstützten Sie unsere Petition jetzt mit Ihrer Unterschrift und informieren Sie Freunde und Bekannte.

Mehr zum Schicksal der Familie ist  u.a. im Super Sonntag und beim RBW erschienen:

http://www.supersonntag-web.de/wisl_s-cms/_supersonntag/7179/Bernburg/16502/Die_Abschiebung_verhindern_.html
http://www.rbwonline.de/beitrag/filmbeitrag2.php?id=53641

Letter to
Landrat des Salzlandkreises Ulrich Gerstner
Minister für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt Holger Stahlknecht
Die Abschiebung der armenischen Familie Kalashyan muss verhindert werden! In Armenien müssten sie Gefahr an Leib und Leben fürchten – erst recht als zum Christentum konvertierte Jesiden. Wir forderen deshalb: Setzen Sie sich für ein dauerhaftes Bleiberecht der Kalashyans ein!