Landrat Florian Lorenzen: Schützen Sie Mütter, lassen Sie wieder Inselgeburten zu!

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Politik und Gesellschaft zeigen zurzeit, zu welchen drastischen Maßnahmen wir als Gesellschaft fähig sind um in Zeiten wie diesen möglichst viel Sicherheit zu gewähren. Die nordfriesischen Inseln werden mehr und mehr von der Außenwelt abgeschottet. Umso unverständlicher ist es, dass Schwangere derzeit immer noch 2 Wochen vor Stichtag die Insel verlassen müssen.

Ich bin Marie, und in der 35. Woche schwanger. Schon bei meinem ersten Kind war das Boarding auf dem Festland eine stressige Zeit für mich und mein ungeborenes Kind. Die Unterbringung bei Verwandten auf dem Festland für die Zeit des Boardings ist in der derzeitigen Situation nun nicht mehr möglich und wer schon ein Kind hat, der sitzt dann mit diesem im Schnitt zwei Wochen in einem Zimmer im Boardinghaus und kann nichtmal auf einen Spielplatz in der Nähe. Man muss bangen, ob der Partner überhaupt mit in den Kreissaal darf, geschweige denn von dem Problem der Unterbringung des ersten Kindes während der Geburt.

Seit Jahren hat man den Kreißsaal in Wyk geschlossen - wegen Einsparungen im Gesundheitssektor, wie überall. Heute sehen und spüren wir, zu welchen Zuständen solche Einsparungen führen können. 

Frauen haben hier jahrzehntelang ihre Kinder gebären können, dies sollte, zumindest in diesen Zeiten, wieder für sie möglich sein. Zum Schutz der Schwangeren, ihrer Familien, aber letzendlich auch zum Schutz der gesamten Bevölkerung. Dies wäre die vernünftige und konsequente Reaktion auf die derzeitige Situation. Man kann noch heute(!) kurzfristige Maßnahmen ergreifen, und den Kreißsaal in dieser Krise öffnen. Dafür appelliere ich in dem Klinikum Nordfriesland an den Geschäftl. Direktor der  Herr Unger sowie den Ärztl. Direktor Dr. med. Harder: öffnen sie den Kreißsaal noch heute!
Auch die Politk kann hier Sofortmaßnahmen ergreifen. Ich habe ebenso an unseren Föhrer Bürgermeister Hans-Ulrich Hess und unseren Landrat Florian Lorenzen geschrieben.